TobyT

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  • #31
Also mir erscheint es mehr als suspekt, kurz nach einer Trennung direkt nach einer neuen Beziehung zu suchen, dann zu schleimen und etwas von Liebe zu erzählen. Sorry aber, egal ob Mann oder Frau, diese Leute haben doch die Gefühlswelt einer Bratwurst. Man muss doch erstmal das ganze Geschehen verarbeiten, sich zurecht finden, sich erholen. Klar, bei jedem geht das unterschiedlich schnell. Aber doch nicht so schnell. In so einer Phase weiß man nämlich selbst nicht recht, wo vorne und hinten ist und vor allem nicht, was man selbst will.

Ich würde deiner Freundin raten, die Finger davon zu lassen. Vor allem deshalb schon, weil er von Anfang an auch nicht ehrlich gewesen ist. Just my 2 cents. Und ich kann dir versichern, dass es da nicht unbedingt große Unterschiede gibt, wie Männer und Frauen in dieser Hinsicht ticken. Ich kenne auch einige Beispiele, wo die Frauen dasselbe durchgezogen haben.
 
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ziguri

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  • #32
Männer versuchen ihren Schmerz oft durch eine rasche neue Beziehung zu betäuben und meist ist eine Übergangsliebelei nicht von Dauer.
Die neue Beziehung spendet Trost, hilft Trauergefühle zu vermeiden und stärkt das angeknackste Ego.(Schutzmechanismus für das verletzte Ego)
Das muss nicht auf alle zutreffen. Jedenfalls sollte deine Freundin sich über diesen Fakt bewusst sein .
 
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jayyjayy

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  • #33
Habe mal gelesen, dass Männer bzgl Verarbeitung alter Beziehungen anders „ticken“ sollen als Frauen...
Das ist - wie so vieles in diesem Mann-Frau Universum - ein altes Vorurteil. Männer und Frauen ticken da sehr ähnlich. Gibt diverse Frauen, die sofort einen Neuen haben und nichts verarbeiten. Aber zu Deiner Ausgangsfrage: Hände weg von diesem Typen. Da wird nie im Leben irgendetwas auch nur annährend ernstes draus.
 
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Xeshra

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  • #34
Ach, der würde noch fast jeder Frau seine Liebe gestehen sofern es dem Zweck dient. Ehrlich sein zueinander und auch wirklich lieben halte ich für immens bedeutend.
Habe übrigens als ich wieder vor Ort war beim Shop reklamiert (natürlich auf die genussvolle/respektvolle und nicht herablassende Art), einfach sachlich mitgeteilt wie die Dinge liegen. Da waren sie verständnisvoll und der materielle Schaden wurde ersetzt. Die jüngere Verkäuferin mag mich allerdings sehr und diese "komische alte Lügenpresse" war glücklicherweise nicht vor Ort. Es war sicher nicht böswillig jedoch offenbar "gute alte Höflichkeitsschule" um einem "das blaue vom Himmel zu reden", hier hat diese ältere Dame echt gepokert weil das war denkbar schlecht angekommen. Ehrlichkeit währt immer noch am längsten... so ist es eigentlich mit jeder Beziehung und Austausch. Jedoch stets mit Menschenwürde und ein Mindestmass an Respekt und keine herablassende Tour. Auch bekannt als "Zufrieden-oder-Geld-Zurück-Garantie".

Klar ändert sich wenig am Grundproblem dass man der Qualität meist nicht trauen kann, egal was man bezahlt, aber das ist eine andere Geschichte. Jedoch gehts auch hier um menschliche Abgründe beziehungsweise Vertrauen, Ehre und andere essentielle Werte welche oft unterirdisch schwach sind im ganzen Wirtschafts und Beziehungs-Gebaren.
 
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  • #37
Machen Frauen genauso oft. Ich finde dieses Männerbashing allmählich überholt und es wird Zeit, den Frauen den Heiligenschein zu nehmen.

ist natürlich nicht repräsentativ, aber in meinem umfeld sieht das so aus: die getrennten damen sind allesamt ohne neuen partner in sicht gegangen und hatten keine lust auf eine neue beziehung. die männer.....hatten entweder sowieso schon eine am start oder sind sofort losgezogen, um eine neue an land zu ziehen. ist tatsächlich so, ohne ausnahme.
 
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Tone

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  • #38
ist natürlich nicht repräsentativ, aber in meinem umfeld sieht das so aus: die getrennten damen sind allesamt ohne neuen partner in sicht gegangen und hatten keine lust auf eine neue beziehung. die männer.....hatten entweder sowieso schon eine am start oder sind sofort losgezogen, um eine neue an land zu ziehen. ist tatsächlich so, ohne ausnahme.
Diese Beobachtung ist tatsächlich nicht repräsentativ. In meinem Umfeld leben getrennte Paare z.T. eine Zeit lang single, gehen aber auch von einer Beziehung zur nächsten, unabhängig vom Geschlecht. Manche Männer und Frauen leben aus was ihnen während einer Ehe nicht möglich war. Andere möchten zuerst einen besseren Draht zu sich selbst schaffen, bevor sie sich wieder auf einen anderen Menschen einlassen. Die Heiligsprechung eines Geschlechts halte ich für kompletten Unfug und dient vielleicht nur der Verklärung was Männer und Frauen nicht wahrhaben wollen.
 
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  • #39
Die Heiligsprechung eines Geschlechts halte ich für kompletten Unfug und dient vielleicht nur der Verklärung was Männer und Frauen nicht wahrhaben wollen.

heiligsprechen wollte ich die damenwelt auch gar nicht. um mich herum scheint es eben eher so zu sein, dass männer da rasant vorgehen, die damen eher nicht. in deinem umfeld, @Tone, ist es offenbar anders. jeder kann ja nur seine persönlichen eindrücke dazu zum besten geben (wohl wissend, dass man daraus schlecht verallgemeinern kann).
 
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  • #40
ist natürlich nicht repräsentativ, aber in meinem umfeld sieht das so aus: die getrennten damen sind allesamt ohne neuen partner in sicht gegangen und hatten keine lust auf eine neue beziehung. die männer.....hatten entweder sowieso schon eine am start oder sind sofort losgezogen, um eine neue an land zu ziehen. ist tatsächlich so, ohne ausnahme.
In meinem Umfeld ist das auch so. Mir scheint auch, dass Frauen oft noch länger an einer Trennung nagen als Männer.
 
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Deleted member 21128

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  • #41
Ergänzung: Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass Männer im Schnitt rationaler und Frauen emotionaler vorgehen?
 

babe

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  • #43
Wenn man sich hier so umguckt, besteht das selig gesprochene "Verarbeiten" ja faktisch eher darin, frustriert und verbittert zu werden, mit virtuellen Leidensgenossinnen abzulästern und Männerfeindlichkeit zu schüren und sich dann mit dem eigenen idealisierten Selbstbild verheiraten zu lassen.
Wer darin einen Heiligenschein sieht, hat schon etwas exquisite Vorstellungen von Heiligkeit.
 
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t.b.d.

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  • #44
Wenn man sich hier so umguckt, besteht das selig gesprochene "Verarbeiten" ja faktisch eher darin, frustriert und verbittert zu werden,
Ich denke das gehört auch mit zum Prozess der Verarbeitung auf dem Weg ins Reine zu kommen. Eine Art der Läuterung vielleicht, nach deren Abschluss die positiven Erfahrungen und Erinnerungen besser zur Geltung kommen auf dass Versöhnung mit dem persönlichen Scheitern möglich werde und neue Zuversicht erwachse und hoffentlich auch Erkenntniss die hilft nächstes Mal die Klippen zu meistern an denen man gescheitert ist. Möglicherweise sind hier und da mehrere Iterationen nötig. Man kann das vielleicht mal überspringen, aber ich sehe die Gefahr dass es einen früher oder später doch erwischt. Jeder ist anders, der erwähnte Mann hat vielleicht seine Art der Katharsis im Schnelldurchlauf absolviert und dafür so intensiv dass man sich um in sorgte.
 
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Deleted member 21128

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  • #45
Ich denke das gehört auch mit zum Prozess der Verarbeitung auf dem Weg ins Reine zu kommen. Eine Art der Läuterung vielleicht, nach deren Abschluss die positiven Erfahrungen und Erinnerungen besser zur Geltung kommen auf dass Versöhnung mit dem persönlichen Scheitern möglich werde und neue Zuversicht erwachse und hoffentlich auch Erkenntniss die hilft nächstes Mal die Klippen zu meistern an denen man gescheitert ist. Möglicherweise sind hier und da mehrere Iterationen nötig. Man kann das vielleicht mal überspringen, aber ich sehe die Gefahr dass es einen früher oder später doch erwischt. Jeder ist anders, der erwähnte Mann hat vielleicht seine Art der Katharsis im Schnelldurchlauf absolviert und dafür so intensiv dass man sich um in sorgte.
Sehr stark ausgedrückt! (Auch mit wenig Kommata...;))
 

t.b.d.

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  • #46
Sehr stark ausgedrückt! (Auch mit wenig Kommata...;))
...und nur einen Rechtsschraipväler übersehen. ;)

Ich bin selbst gerade in der "Bleib-mir-vom-Leib-mit-Frauen,-die-machen-einem-eh-mehr-Verdruss-als-die-Sache-wert-ist-Phase".
Ich hoffe dass ich da auch wieder rauskomme, denn ich weiß ja eigentlich wie sehr das Liebesglück sogar banale Dinge aufwerten und zu wunderbaren Events machen kann.

Ich meine allein in aller Ruhe, mit einer frischen Tasse gutem Kaffee den Sonnenaufgang über Wald und Flur beobachten ist schon eine feine Sache. Da kann man gut mit sich allein im reinen und zufrieden sein.

Aber zu zweit wenn man einander liebt und sich freut dass man einander hat, ist auch ein gemeinsamer Schluck aus der Thermosflasche bei trübem Wetter am Rastplatz Krachgarten ein größerer Genuss.
 
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Xeshra

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  • #47
Manche Männer und Frauen leben aus was ihnen während einer Ehe nicht möglich war.
Allgemein halte ich von diesen ganzen Beziehungsanalysen sowieso wenig weil es im Individualfall oft völlig anders kommt. Klar ist dass für mich eine Ehe kein Absicherungsmachtinstrument darstellen sollte damit meist Frauen finanzielle Ansprüche geltend machen können wenn es doch in die Brüche geht. Es dient heutzutage wahrscheinlich mehr ökonomisch motivierten Gesichtspunkten als irgendwas anderes, ein Sicherheitsbedürfnis. Ich bin bei Ehe deswegen skeptisch und streite mit Gott.

Ich denke dass ich gerne missverstanden und verkannt werde, jedoch ist das der Preis für die Auslebung von dem was ich wirklich bin und sein möchte. Nicht zu verbiegen jedoch mit schier unermesslicher Grosszügigkeit sofern man sich darauf einlässt. Allerdings ist Liebe wirklich Liebe, es heisst nicht Abtrennen oder Trennen. In der Auslegung sind Kompromisse nicht bedeutend sondern stets die würdige Haltung und das sich Überhalten auf Augenhöhe.

Heisst auch, ich sehe alles für möglich an trotz Partnerschaft. Wäre es eine Art Gefängnis werde ich es aufbrechen und das vereinen was nicht zu vereinen ist. Meistens wird der Partner alles verpfuschen da das eigene Paradigma zu schwer wiegt als diesen Omnischlag zuzulassen, deswegen halte ich brauchbare Partnerschaften (für mich) als fast unmöglich an, jedoch nur fast...

Ins Fettnäpfchen zu treten geht oft irre einfach: Kürzlich habe ich bestimmte "schlechte Dinge" über Mallorca (Massentourismus u.a.) ausgesprochen. Darauf war die Empfängerin nahezu empört und teilte mir mit "Mallorca sei eines ihrer Lieblingsreiseorte, Vielen Dank also über deine Einschätzung über mich". Ich entgegnete nur noch dass man nicht zu viel hineininterpretieren soll u.a. Jedoch stelle ich oft fest wie kleinlich sich oft alles gestaltet. Ich würde wegen sowas weder eingeschnappt sein noch es gleich persönlich nehmen. Dennoch finde ich diese Frau interessant und mit Potential, jedoch kann es echt nur schon an diffusen Kleinigkeiten scheitern.

Ich weiss nicht was mit der Welt los ist so im allgemeinen, wieso gehen wir oft so verbissen und hartnäckig miteinander um? Ist es das wirklich wert seinen Kopf auf Biegen und Brechen durchzuzimmern?
 
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Xeshra

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  • #48
Im übrigen, als ich erwähnte dass ich mal gerne nach Thai reisen würde da wurde es deutlich abgewiesen und nicht einmal Alternativen genannt. Dann mache ich Alternativen z.B. Sri Lanka und am Ende trete ich bei bestimmten Aussagen noch ins Fettnäpfchen. So ähnlich gehts jedoch mit fast allen irgendwie. Die Leute haben wirklich pickelharte Vorstellungen wie etwas beschaffen sein sollte und wäre es nicht so wirds schnell zum Hindernis. Für mich ist sowas klar nicht beziehungsfähig weil zu einer Beziehung gehört das Herz dazu, dieses ist anfällig für Überredung und Überhaltung. Wenn man jedoch fast nur mit dem Kopf urteilt dann landet man in einem Beziehungsgefängnis; sehr gefährlich, denn es trennt kontinuierlich ab und daran wird fast alles zermürbend zerbrechen. Auch der klügste Kopf wird daran scheitern da es keine reine Kopfsache ist. Wenn dann allerhöchstens um das anzuwenden was das Herz vorgibt, ohne diese Rückkoppelung läuft jedoch nichts aber auch rein gar nichts.

Ich meine, wenn man auf Teufel komm raus immer den eigenen Kopf durch die Wand schlagen möchte dann soll man echt besser single/solo sein denn genau das ist klar ein Beziehungsschwachpunkt. Davon abgesehen gibts allerdings fast nur Vorteile wenn man es so nutzt wie es auch förderlich ist.

Auch gilt immer die Unschuldsvermutung. Anstatt von jemandem gleich zu denken dass er "einem schlecht einschätzen würde" oder sonstwas in der Art, sollte man von etwas förderlichem ausgehen: Das ist sogar ein essentieller Grundpfeiler einer Beziehung, es heisst "Vertrauen".

Klar, ich habe sie nicht abgewiesen sondern meine Güte sowie Goodwill gezeigt. Die Sachlage genauer erklärt und mich gleich noch selbst gebrandmarkt (wegen Thai). Sowie klar darauf verwiesen dass ich solche Aussagen oder Bekenntnisse von meiner Seite nicht übelnehme. Was jedoch bei anderer Seite konkret geschieht da habe ich wenig Einfluss, sofern das Herz nicht mitspielt, es ist so wie es ist. Ich bleibe offen und grosszügig, mehr als das ist nicht machbar.
 
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babe

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  • #49
Ich denke das gehört auch mit zum Prozess der Verarbeitung auf dem Weg ins Reine zu kommen. Eine Art der Läuterung vielleicht, nach deren Abschluss die positiven Erfahrungen und Erinnerungen besser zur Geltung kommen auf dass Versöhnung mit dem persönlichen Scheitern möglich werde und neue Zuversicht erwachse und hoffentlich auch Erkenntniss die hilft nächstes Mal die Klippen zu meistern an denen man gescheitert ist. Möglicherweise sind hier und da mehrere Iterationen nötig. Man kann das vielleicht mal überspringen, aber ich sehe die Gefahr dass es einen früher oder später doch erwischt. Jeder ist anders, der erwähnte Mann hat vielleicht seine Art der Katharsis im Schnelldurchlauf absolviert und dafür so intensiv dass man sich um in sorgte.

Es kann zum Prozeß der Verarbeitung gehören, muß aber nicht dafür nötig sein. Und nicht jede Verbitterung ist ein Schritt zur Läuterung. Manchmal auch einfach nur ein Segment einer Abwärtsspirale.
Man muß auch nicht das Leben als Lehrinstitut begreifen und aus allem was lernen. Ohnehin, wer all zu demonstrativ die genauen Gründe für einen schlechten Ausgang kennen will, aber nicht die besten Vorausetzungen mitbringt, diese auch zu ermitteln und auszuhalten, wird sich eher mit falschen Einbildungen über die Gründe zufriedengeben. Wer, weils schick tönt, immer was lernen will, lernt gerne auch was Schlechtes, weil das lernt sich leichter und er kann sich und anderen gerne sagen, er hätte was dazu gelernt.
Wenn mein Laptop abstürzt, schalte ich ihn zuweilen ohne eingehende Fehleranalyse einfach wieder an - und oftmals funktionierts dann wieder.
 

t.b.d.

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  • #50
wer all zu demonstrativ die genauen Gründe für einen schlechten Ausgang kennen will, aber nicht die besten Vorausetzungen mitbringt, diese auch zu ermitteln und auszuhalten, wird sich eher mit falschen Einbildungen über die Gründe zufriedengeben.
Das ist ein wichtiger Punkt. Wenn man was macht, dann soll man's auch gleich richtig machen.
Man muß auch nicht das Leben als Lehrinstitut begreifen und aus allem was lernen.
Neulich gelesen: "Man muss die Welt nicht verstehen. Man muss nur seinen Platz darin finden."
Gefällt mir.
Wenn mein Laptop abstürzt, schalte ich ihn zuweilen ohne eingehende Fehleranalyse einfach wieder an -
Klar, und wenn das Auto immer mal wieder stehen bleibt schließt man die Fenster, öffnet die Türen, startet den Motor und denkt sich nichts weiter dabei? o_O
 

babe

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  • #53
Aber wenn´s öfter vorkommt wirfst du schon mal einen Blick ins Eventlog?
Nein, ich fürchte, das würde mir nicht weiterhelfen, denn damit kenne ich mich zu wenig aus. Mein Vorgehen wäre eher: Datensicherung aktualisieren und System neu aufsetzen. Das mache ich dann auch recht zügig, ohne Trauerphase und Verarbeitungszeit. Vielleicht schimpfe ich den Laptop mal kurz. Wenn jemand mitschimpfen würde oder mir mit zahlreichen Beispielen erklären wollte, Laptops seien Arschlöcher, nähme mich das allerdings eher wunder. Und wenns nicht läuft mit dem Neuaufsetzen, ruf ich den Fachmann.

Aber vermutlich sind wir nicht weit auseinander: Verstehen ist eine schöne und zuweilen sogar nützliche Sache. Das Verstehenwollen sollte nur Schritt halten mit dem Verstehenkönnen. Und allzu oft wird der Ruf, man wolle doch nur verstehen, leider nicht von einer Bereitschaft zu verstehen gedeckt, sondern folgt anderen Zwecken. Einfache Erklärungen sind zu billig zu haben.
 

t.b.d.

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  • #54
Nein, ich fürchte, das würde mir nicht weiterhelfen, denn damit kenne ich mich zu wenig aus. Mein Vorgehen wäre eher: Datensicherung aktualisieren und System neu aufsetzen. Das mache ich dann auch recht zügig, ohne Trauerphase und Verarbeitungszeit.

Klar, das ist als Prinzip aber nicht gut übertragbar auf zwischenmenschliche Beziehungen.
Wenn beim Rechner eine Komponente kaputt ist und den Fehler verursacht, dann kann man die austauschen. Der Memory wird ja eh bei jedem Start wieder neu geschrieben. Versuch das mal mit einem Gehirn. :D

Vielleicht schimpfe ich den Laptop mal kurz. Wenn jemand mitschimpfen würde oder mir mit zahlreichen Beispielen erklären wollte, Laptops seien Arschlöcher, nähme mich das allerdings eher wunder. Und wenns nicht läuft mit dem Neuaufsetzen, ruf ich den Fachmann.

Der Fachmann kann sehr gut mitschimpfen. Er kann dir beispielsweise erklären dass man einem Computer nur soweit trauen darf wie man ihn werfen kann oder woran man einen Windowsrechner erkennt ohne ihn einzuschalten. ;)

Aber vermutlich sind wir nicht weit auseinander: Verstehen ist eine schöne und zuweilen sogar nützliche Sache. Das Verstehenwollen sollte nur Schritt halten mit dem Verstehenkönnen. Und allzu oft wird der Ruf, man wolle doch nur verstehen, leider nicht von einer Bereitschaft zu verstehen gedeckt, sondern folgt anderen Zwecken. Einfache Erklärungen sind zu billig zu haben.
Schwierig... Im allgemeinen stimme ich dir da zu. Jeder tut sich mit einfachen und wohlfeilen Erklärungen leichter. Ein passender Sinnspruch wirkt viel oft viel einleuchtender als eine detaillierte Abhandlung inklusive Quellennachweise.

Im besonderen stimme ich eher nicht zu. Manchmal braucht es einfach nur viel Geduld und Zeit und guten Willen. Manchmal ist etwas auch einfach zu wichtig oder die absehbaren Folgen zu schwerwiegend, als dass man jemand mit einer einfachen Erklärung abspeisen will/kann/darf.
Wenn man etwas verstehen will was man nicht verstehen kann, hilft es zuweilen eine Fachkraft zu fragen.
 

babe

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  • #55
Klar, das ist als Prinzip aber nicht gut übertragbar auf zwischenmenschliche Beziehungen.
Wenn beim Rechner eine Komponente kaputt ist und den Fehler verursacht, dann kann man die austauschen. Der Memory wird ja eh bei jedem Start wieder neu geschrieben. Versuch das mal mit einem Gehirn. :D
Na, man könnte schon auch Teile des Partners austauschen, also ihn ändern. Das hat nur heutzutage keinen guten Leumund. Man ändert nicht Teile, sondern tauscht gleich das ganze Modell aus. Das ist Wegwerfgesellschaft. Wird aber, da war die Werbung sehr erfolgreich, meist für eine Tugend gehalten.

Der Fachmann kann sehr gut mitschimpfen. Er kann dir beispielsweise erklären dass man einem Computer nur soweit trauen darf wie man ihn werfen kann oder woran man einen Windowsrechner erkennt ohne ihn einzuschalten. ;)
Da würd ich mich sofort unverstanden fühlen.


Schwierig... Im allgemeinen stimme ich dir da zu. Jeder tut sich mit einfachen und wohlfeilen Erklärungen leichter. Ein passender Sinnspruch wirkt viel oft viel einleuchtender als eine detaillierte Abhandlung inklusive Quellennachweise.

Im besonderen stimme ich eher nicht zu. Manchmal braucht es einfach nur viel Geduld und Zeit und guten Willen. Manchmal ist etwas auch einfach zu wichtig oder die absehbaren Folgen zu schwerwiegend, als dass man jemand mit einer einfachen Erklärung abspeisen will/kann/darf.
Wenn man etwas verstehen will was man nicht verstehen kann, hilft es zuweilen eine Fachkraft zu fragen.
Die sind ja meist Dienstleister und haben schon auch ein gutes Motiv, nur so weit verstehen zu lassen, wie es nicht zu unangenehm wird. Und auch dem Expertenmarkt findet sich auch immer jemand, der einen bestätigt, und seis im Mißverständis. Und der Verlust an Öffentlichkeitskultur macht es umso einfacher, nur noch im eigenen Saft zu schwimmen, nur noch an sich ranzulassen, was Wasser auf die eigenen Mühlen ist, auch die der mangelnden Einsicht. in Zeiten wie diesen tut Bestätigung, Rücksicht auf Empfindlichkeiten und Stärkung des Selbstbewußtseins im Schnitt wohl mehr not als eine Kultur des Begreifens. Was interessiert schon, ob Erklärungen zutreffen? Nützen sollen sie, also helfen. Und das tut eine simple oft besser als eine komplexe.
 

claus1968

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  • #56
Einfach mal alles etwas locker sehen und nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, in der Gesamtheit muss es passen. Und immer diese Verschwörungstheorien ..... :eek:
 

allraune

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  • #57
Der Aussage von Xeshra kann ich nur zustimmen, auch wenn ihr alle schon weiter seid.
 

t.b.d.

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  • #58
Na, man könnte schon auch Teile des Partners austauschen, also ihn ändern.
Ach der soll sich mal ruhig selber ändern, wenn der das unbedingt will. ;)

Und der Verlust an Öffentlichkeitskultur macht es umso einfacher, nur noch im eigenen Saft zu schwimmen, nur noch an sich ranzulassen, was Wasser auf die eigenen Mühlen ist, auch die der mangelnden Einsicht.
Es ist eher zuviel. Das derpackt niemand mehr. Also fängt man an zu selektieren. Dann sitzt man..schwuppdiwupp.. mit samt seinem eigenen und dem Saft Gleichgesinnter in einer Filterblase wie in einer Käseglocke und hält deren Horizont für das Ende der Welt.
 
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babe

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  • #59
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t.b.d.

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  • #60
Ich glaube nicht an die oft beschworene 100 Prozent Passung.
Wenn man miteinander in Kontakt bleibt und aufeinander achtet wird sich aufgrund der Beziehungsdynamik die eine oder andere Veränderung von selbst ergeben. Manchmal mit tektonischen Effekten.
Aber ein paar Dinge müssen von Beginn an schon passen. Da ist man manchmal zu schnell verliebt und dann ertönt Schillers "Glocke".