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  • #1

Das Alter. Fluch oder Segen?

Hallo zusammen,

Bin neu hier, und ich bin mir nicht sicher, ob ich die Premium-Mitgliedschaft abschließen soll. Vielleicht kann der eine oder andere Wink von euch mir bei meiner Entscheidung behilflich sein.

Ob das Thema jetzt unbedingt in diese Kategorie passt, weiß ich grad nicht.

Zu mir: ich weiß, oft gehört, aber ich muss das mal so sagen: ich bin m, 47 und habe ein ernstes Problem damit. Zum einen fühle ich mich wie höchstens 35 zum anderen sehe ich auch nicht gravierend älter aus. Manche behaupten, ich benehme mich gelegentlich wie 16, aber das ist eine andere Geschichte. Im RL, wenn ich nach dem Alter gefragt werde, sage ich meistens "Schätz mich einfach, dann kommen wir schon klar." Eine hat mich mal auf 40 geschätzt, da war ich schon ein Stück weit erschüttert. Verrückt, ich weiß...

Verglichen mit dem "Durchschnitts-Mittvierziger" komme ich definitiv besser oder schlechter weg, je nachdem, welche Prioritäten man setzt. Ich habe noch vollständiges Haupthaar in der ursprünglichen Farbe (ich habe sogar den Eindruck, das wächst mit den Jahren immer mehr), habe keine Falten und Hautlappen hängen auch nirgends runter. Aber vor allem bin ich mental nicht so..., ja wie ist man normalerweise mit Ende 40? Ich bin jedenfalls nicht so. Zumindest habe ich das für mich so im Kontakt mit Gleichaltrigen festgestellt. Sicherlich bin auch ich durch Höhen und Tiefen gegangen, die mich geformt haben. Ich habe auch andere Erwartungen an mein Leben als noch vor zwanzig Jahren, aber ich sage mir, ich habe noch 35-40 Jahre vor mir und da will ich verdammt nochmal Spaß haben und glücklich sein. Das Leben ist nicht halb so ernst, wie es die meisten nehmen. Das gilt übrigens auch für einen selbst.

Aber ich verzettel mich gerade. Worauf will ich eigentlich hinaus? Normalerweise komme ich am besten klar mit Frauen in den Dreißigern. Und wenn man sich sympathiemäßig auf einer Linie befindet und erstmal näher kennengelernt hat, ist das "technische" Alter auch nicht mehr so wichtig. Aber zu dem Kennenlernen muss es halt erstmal kommen. Ich habe allerdings ein Talent, mich in Frauen zu vergucken, die in irgendeiner Form gebunden sind, und da will ich nicht insistieren, so was macht man nicht. Ich komme zwar auch gut mit Frauen über vierzig klar, aber die sind mir geistig, wie soll ich sagen? zu weit? So weit bin ich noch nicht, und bei nahezu gleichem Alter wäre die Enttäuschung vorprogrammiert. Diese Erfahrung musste ich zumindest machen.

Ich kann es zwar nicht wirklich beurteilen, aber ich denke mal, dass eine Frau um die 35 mein Profil aufgrund des Alters gleich aussortieren würde. Oder aber, wenn gezielt so ein Alter gesucht wird, erwartet Frau doch eher so ein "gestandenes Mannsbild" Marke Clooney oder Connery. Und das kann ich nicht bieten. Jünger zu wirken als man ist, mag für eine Frau vielleicht ganz nett sein, ich empfinde es eher als Nachteil. Oder bin ich da zu pessimistisch?

Liebe Grüße
Booky
 
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  • #2
AW: Das Alter. Fluch oder Segen?

Als ich den Threadtitel gelesen habe, dachte ich, der Post sei von einem mindestens 70jährigen... so kann man sich täuschen.

Fluch oder Segen? Nichts davon, oder beides... und bei der Partnerwahl ein Kriterium von ganz vielen.

Ich bin ein paar Jahre jünger als Du, wäre Dir aber lt. Deinen Kriterien dennoch zu alt. Du würdest von meinen Kriterien her in mein Suchraster fallen, wärest mir aber vermutlich zu "unerwachsen". Mit 35 hätte ich keinen 47jährigen gewollt, egal wie alt er sich fühlt oder gibt. Da gabs genügend ebenfalls 35jährige. Und heute? Ich hab kein Problem mit einem 50jährigen, dem man sein Alter ansieht. Andererseits wäre mir ein 40jähriger auch nicht zu jung. Womit ich schwer klarkomme, sind Männer, die offenbar SELBER ein Problem mit ihrem Alter haben. Einmal traf ich mich mit einem angeblich 45jährigen. Er war nett, keine Frage, sah aber deutlich älter aus (als 45). Sein wahres Alter hat er mir erst verraten, als ich ihn quasi überrumpelt habe. Die Begründung: gäbe er wahrheitsgemäß 52 an, würde er bei PS ja nur von ü50-Frauen angeschrieben, und die seien ihm zu alt. Also ich hätte ihn auch gedatet, wenn ich gewusst hätte, wie alt er ist. Aber seine Aussage hat ihn dann letztlich (für mich) disqualifiziert.

Was ich damit für Dich sagen will: spiel mit offenen Karten, gib Dein wahres Alter an und versuche, ähnlich wie hier in Deinem Post, zu begründen, warum Du eine jüngere Frau suchst. Vielleicht findest Du eine. Mach Dir aber bewusst, dass Du in dieser Zielgruppe mit Männern konkurrierst, die gut 10 Jahre jünger sind als Du. Um da mitmischen zu können solltest Du schon Besonderes bieten, was der durchschnittliche 35jährige Mann (noch) nicht hat. Alternative: Du suchst Dir eine Frau Deines Alters, die sich ebenfalls jünger fühlt und ähnliche Ansichten hat, wie Du. Diese Haltung ist bei Frauen ebenso verbreitet wie bei Männern - lies mal hier im Forum quer, da sind ganz viele, die sich viel jünger fühlen, als sie sind. Und "Spaß haben wollen" scheint auch im Trend zu liegen. Du bist also in Deiner Altersklasse sicher nicht allein.
 
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  • #3
AW: Das Alter. Fluch oder Segen?

Hallo Booky,

es geht hier ganz vielen Menschen ganz genauso wie Dir: Sie sehen jünger aus, sie fühlen sich bedeutend jünger. Du hast recht, vielleicht setzt sich eine 35 jährige Frau nicht weiter mit Deinem Profil auseinander - aber andersrum gefrag: Setzt Du Dich mit dem Profil einer 45 jährigen Frau auseinander ? Versuche es doch, es könnte jemand sein, die aussieht wie 35 und sich fühlt wie 30. Du bist kein Einzeilfall.

Liebe Grüsse

Chamaco
 
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  • #4
AW: Das Alter. Fluch oder Segen?

Du musst es ja nicht gleich so pessismistisch sehen. Schreib doch einfach Frauen an und warte erstmal die Reaktionen ab. Manche wollen ja auch etwas "lockeres".

Ich wuerde mit meinen 35 Jahren allerdings auch zu den Frauen gehoeren, die Dich aussortieren wuerden, weil Du vom Alter her fuer meine Plaene nicht ins Konzept passen wuerdest UND weil ich ein "gestandenes Mannsbild" suche (muss aber nicht Marke Clooney oder Connery sein, ein Durchschnittsmann macht es auch). Ich suche keinen Mann, der sich wie ein 16-Jaehriger benimmt und ein Problem mit dem Aelterwerden zu haben scheint, denn das finde ich nicht anziehend und mit so einem Mann koennte ich keine Partnerschaft auf Augenhoehe aufbauen.

Du verguckst Dich in Frauen, die vergeben sind?! Naja, manche wuerden behaupten, dass das nicht nur zufaellig passiert.

Viel Glueck.
 
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  • #5
AW: Das Alter. Fluch oder Segen?

Tja, das könnte ich als Frau (w, Ende 40) eigentlich genauso geschrieben haben - werde normalerweise jünger geschätzt, bin supersportlich und fit, schlank - und werde von ü60 angeschrieben, weil ich bei Männern wie dir auch durchs Raster falle!!

Also warum schaust du dich nicht erst in deiner Altersgrupe um - auch bei Mittvierzigerinnen gibt es flotte, jünger aussehende, sportlich-schlanke Damen und nicht nur übergewichtige Kittelschürzenträgerinnen, wie du das vielleicht vermutest :)

Ich glaube, die meisten fühlen sich nicht so alt wie sie sind, zumindest ist das hier der Grundtenor, oder denken, dass sie jünger aussehen - andere mögen das aber immer anders beurteilen....

Bei mir fällt ein Mann, der mehr als 5 Jahre älter ist, raus - und ü60 (also +12 Jahre) brauche ich sicher nicht!
 
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  • #6
AW: Das Alter. Fluch oder Segen?

Hallo Booky,

schon mal überlegt, woher diese äußerliche und innere nicht altersgerechte Reife herkommt?

Vielleicht etwas provozierend gefragt, aber oft ist es so, dass solche Menschen, ich weiss nicht, ob es bei dir so ist, auch in anderen Dingen nicht altersgerecht ticken und daher Probleme mit Frauen/Männern im gleichen Alter haben.

Meine letzte Erfahrung war ein 47jähriger Mann, der super aussah, an sich ein toller Typ, Hobbys usw., aber mir dann doch vorkam, wie ein Student, auch so rumlief, sich aber auch so unreif/jung in Beziehungsfragen bzw. im Verhalten mir gegenüber verhielt. Er kam mir dann vor wie ein großer Junge, der nicht erwachsen werden konnte (war Einzelkind und hatte ein sehr sehr enges Verhältnis zu seiner Mama), ja man könnte sagen, er war ein kleiner Peter-Pan. Schade, aber ich will einen autarken, integeren Mann und keinen Bubi.
 
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  • #7
AW: Das Alter. Fluch oder Segen?

Vielen Dank erstmal für die offenen Antworten.

Ich habe weniger ein Problem mit dem Älterwerden oder dem Alter an sich, sondern vielmehr meine Umwelt, da das Erscheinungsbild nicht unbedingt zu dem passt, was im Ausweis steht. Nicht nur bei der Partnersuche sondern auch im Berufsleben. MIt 47 gehört man da, von wenigen Branchen mal abgesehen, definitiv zum Altmetall.

Und dass ich mir das Privileg rausnehme, auch mal albern sein zu dürfen, spricht nicht zwangsläufig dagegen, dass ich erwachsen bin. Ich habe noch keinen Mann gesehen, der, wenn es die Situation erlaubt, nicht sein inneres Kind rauslässt.

Aber ich habe generell ein Problem mit der Definition von "erwachsen" bzw "reif/unreif". Wenn es darum geht, die Welt nur noch monochrom oder bestenfalls in Grautönen zu sehen oder aber nur noch darauf bedacht ist, seinen materiellen Wohlstand zu sichern und ansonsten nur zu schauen, dass die Karriere immer schön gradlinig nach oben verläuft, ja, dann bin ich in der Tat unreif und unerwachsen.

Mit "ich will Spaß haben" meine ich vor allem, dass mir das Leben an sich Spaß machen soll und dazu gehören vor allem der Beruf und die Partnerschaft, da wir damit die meiste Zeit unseres Lebens verbringen, ich rede hier nicht von Party-Hopping, ständiges "Rumkaspern" oder Beziehungsunfähigkeit. Wenn etwas entweder keine Freude mehr bereitet oder aber absehbar das Potenzial zum Unglücklichsein in sich birgt, dann versuche ich das zu ändern, und wenn das nicht geht, muss man halt einen Schlussstrich ziehen. Love it, change it or leave it. Andere Alternativen gibt's nicht, sonst wird man krank. Das heißt beileibe aber nicht, dass ich nicht in der Lage bin, Verantwortung zu übernehmen oder einen angemessenen Lebensstandard hinzubekommen. Das Eine hat mit dem Anderen rein gar nichts zu tun.

Off topic: ich hatte mal einen Unfall, der dazu führte, dass ich 1 1/2 Minuten "offline" war und reanimiert werden musste. Hat zwar nicht gereicht, das Licht zu sehen, es hat mich aber zu der Erkenntnis geführt, dass das Leben schneller zu Ende sein kann, als man denkt und wir alle viel zu wenig Zeit haben, es sinnvoll zu füllen.

Generell würde mich aber eure Definition von Reife bzw. Erwachsensein interessieren.
 
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  • #8
AW: Das Alter. Fluch oder Segen?

Zitat von Booky:
Und dass ich mir das Privileg rausnehme, auch mal albern sein zu dürfen, spricht nicht zwangsläufig dagegen, dass ich erwachsen bin. Ich habe noch keinen Mann gesehen, der, wenn es die Situation erlaubt, nicht sein inneres Kind rauslässt.
Naja, ich differenziere schon zwischen albern sein, dass bin ich z.B. wenn ich meine "Freunde" bei The Big Bang Theorie im TV sehe, wo ich immer herzlich mitlachen muss, aber die Frage ist, was ist albern und ist das wirklich sein inneres Kind rauslassen? Als Frau denke ich, dass das eine mit dem Anderen nichts zu tun hat.

Wie war deine Kindheit, konntest du damals dein inneres Kind ausleben?

Das mit der Reanimation könnte ein Grund sein, weil vielleicht gewisse Gehirnareale nicht richtig durchblutet wurden und daher im Bereich, wo das Verhalten herkommt, eine Störung passiert ist, aber das ist nur eine Idee, dazu wahrscheinlich viel zu sehr versponnen.

Du schreibst ansonsten sehr schön, sehr differenzierend, sich hinterfragend, für einen Mann eigentlich relativ selten. Hochbegabt, Hochsensibel vielleicht?
 
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  • #9
AW: Das Alter. Fluch oder Segen?

Zitat von Mentalista:
(...)
Das mit der Reanimation könnte ein Grund sein, weil vielleicht gewisse Gehirnareale nicht richtig durchblutet wurden und daher im Bereich, wo das Verhalten herkommt, eine Störung passiert ist, aber das ist nur eine Idee, dazu wahrscheinlich viel zu sehr versponnen.
(...)
Uhh, das ist aber eine ganz gewagte Idee! Wenn schon, dann wäre das eher ein Grund dafür, dass @Booky das Leben geniessen will, albern sein will, mal Kind sein will ... nach dem Motto "das Leben ist zu kurz und zu wetvoll, um ernst zu sein".
 
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  • #10
AW: Das Alter. Fluch oder Segen?

Zitat von Booky:
Vielen Dank erstmal für die offenen Antworten.

Ich habe weniger ein Problem mit dem Älterwerden oder dem Alter an sich,
Das kommt im 1. Beitrag aber leider ganz anders rueber. Dieser Beitrag ist dagegen nachvollziehbarer und wirkt auf mich voellig anders.

Zitat von Booky:
sondern vielmehr meine Umwelt, da das Erscheinungsbild nicht unbedingt zu dem passt, was im Ausweis steht. Nicht nur bei der Partnersuche sondern auch im Berufsleben. MIt 47 gehört man da, von wenigen Branchen mal abgesehen, definitiv zum Altmetall.
Gewisse Vorurteile muss jede Altersklasse ueber sich ergehen lassen. Mit Anfang 20 hat man nicht genug Berufserfahrung usw. Es kommt also immer auch darauf an, wie man selbst mit dem Umfeld umgeht und welchen Eindruck man macht.

Zitat von Booky:
Aber ich habe generell ein Problem mit der Definition von "erwachsen" bzw "reif/unreif". Wenn es darum geht, die Welt nur noch monochrom oder bestenfalls in Grautönen zu sehen oder aber nur noch darauf bedacht ist, seinen materiellen Wohlstand zu sichern und ansonsten nur zu schauen, dass die Karriere immer schön gradlinig nach oben verläuft, ja, dann bin ich in der Tat unreif und unerwachsen.
Das ist eigentlich auch klasse, nur hast Du Dich scheinbar etwas ungluecklich im 1. Beitrag ausgedrueckt, so dass das Umfeld ein scheinbar falsches Bild von Dir bekommen hat.

Ich frage mich, ob das evt. im RL auch so ist.

Zitat von Booky:
Mit "ich will Spaß haben" meine ich vor allem, dass mir das Leben an sich Spaß machen soll und dazu gehören vor allem der Beruf und die Partnerschaft, da wir damit die meiste Zeit unseres Lebens verbringen, ich rede hier nicht von Party-Hopping, ständiges "Rumkaspern" oder Beziehungsunfähigkeit. Wenn etwas entweder keine Freude mehr bereitet oder aber absehbar das Potenzial zum Unglücklichsein in sich birgt, dann versuche ich das zu ändern, und wenn das nicht geht, muss man halt einen Schlussstrich ziehen. Love it, change it or leave it. Andere Alternativen gibt's nicht, sonst wird man krank. Das heißt beileibe aber nicht, dass ich nicht in der Lage bin, Verantwortung zu übernehmen oder einen angemessenen Lebensstandard hinzubekommen.
Ich stimme Dir hier im Grunde zu, aber Du bist vorhin voellig anders rubergekommen.

Zitat von Booky:
Das Eine hat mit dem Anderen rein gar nichts zu tun.
Naja, so voellig trennen kann man das auch nicht.

Zitat von Booky:
Off topic: ich hatte mal einen Unfall, der dazu führte, dass ich 1 1/2 Minuten "offline" war und reanimiert werden musste. Hat zwar nicht gereicht, das Licht zu sehen, es hat mich aber zu der Erkenntnis geführt, dass das Leben schneller zu Ende sein kann, als man denkt und wir alle viel zu wenig Zeit haben, es sinnvoll zu füllen.
Gewisse Erlebnisse koennen unser Leben natuerlich sehr stark beeinflussen oder veraendern. Das kenne ich auch. Es hat bei mir dazu gefuehrt, dass ich meine Zeit bewusster gestalte und geniesse, mich auf die positive Dinge konzentriere und meine Zeit nicht mit Menschen (oder in Situationen) vergeude, die mir nicht gut tun.

In Deinem ersten Beitrag hast Du Dich allerdings zu sehr auf Dein Alter versteift, dass man einen voellig anderen Eindruck von Dir erhalten hat.

Zitat von Booky:
Generell würde mich aber eure Definition von Reife bzw. Erwachsensein interessieren.
Fuer mich bedeutet reif und erwachsensein folgendes: wissen was man will und danach handeln (ohne staendig darueber nachzudenken, was andere von einem halten wuerden), Verantwortung fuer sein Handeln / Leben uebernehmen, Konsequenzen des eigenen Handelns bedenken und tragen, Verantwortung fuer sich und andere (situationsabhaengig) uebernehmen, Entscheidungen selbststaendig und eigenverantwortlich treffen (Konsequenzen kalkulieren / annehmen), Kompromissbereitschaft, Empathie, Ziele setzen und verfolgen (natuerlich nicht voellig ruecksichtslos), sich und seinem Umfeld nichts mehr beweisen zu muessen, ein freier, ungehemmter und freudiger Umgang mit Sexualitaet, Erfahrungen im Leben in aktuelle Entscheidung einfliessen lassen, Taktgefuehl, sein Leben selbst gestalten und aktiv (mit)bestimmen, sein Umfeld bewusst wahrnehmen und es (aktiv) mit gestalten, einen gefestigten Charakter haben, gezielt Spass haben, das Leben bewusst geniessen.
 
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  • #11
AW: Das Alter. Fluch oder Segen?

Hallo Booky, wenn ich dich richtig verstehe, kommst du dir also gar nicht unreif vor. Wenn du sagst, daß du besser mit Frauen in den 30er kannst und dir die 40er meist "zu weit" sind, wie steht es dann um deine Prognose? Meinst du, daß dir selbst in den nächsten zehn Jahren eine Entwicklung bevorsteht, die dich so werden läßt wie die heute 40jährigen sind, die du als "dir zu weit" bezeichnest? Vielleicht hast du ja den Eindruck, keine verzögerte Entwicklung durchzumachen, sondern eine ganz andere. Wenn das so ist, wäre es natürlich auch schwierig, wenn du mit einer heute 30jährigen zusammenkommt. Weil in zehn Jahren ist die dann ja vermutlich eine typische 40jährige, und dann so unpassend zu dir wie die heutigen typischen 40jährigen, mit denen es nicht so paßt. Wenn das so ist, dann wärest du vermutlich bei einer Frau besser aufgehoben, die auch eine andere Entwicklungskurve hat, nicht nur verzögert.
 
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  • #12
AW: Das Alter. Fluch oder Segen?

Zitat von Mentalista:
Wie war deine Kindheit, konntest du damals dein inneres Kind ausleben?

Das mit der Reanimation könnte ein Grund sein, weil vielleicht gewisse Gehirnareale nicht richtig durchblutet wurden und daher im Bereich, wo das Verhalten herkommt, eine Störung passiert ist, aber das ist nur eine Idee, dazu wahrscheinlich viel zu sehr versponnen.
Na ja, in den 60ern/70ern war es als Kind sicher nicht einfach, wenn man nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, aber im Vergleich zu vielen Kindern heute hatte ich wahrscheinlich eine schönere Zeit, wenn auch das Elternhaus nicht unbedingt viel hergab, Aber darauf will ich jetzt nicht näher eingehen. Von einem Mama-Boy bin ich aber sicherlich weit entfernt.

Und zu der Störung: der Text könnte von meiner Ex kommen. War dreizehn Jahre lang mit einer Psychologin verheiratet und das war, mental gesehen, eine harte Schule. Liegt aber wohl eher am Beruf als an mir. Will die Möglichkeit aber generell nicht ausschließen. Aber das würde sich ja dann auch nur auf die innere Unreife beziehen, und die sehe ich eigentlich nicht gegeben.

Hochbegabt? Hochsensibel? Wer weiß. Ich habe das gelegentlich gehört, habe mich mit dem Thema aber nie weiter beschäftigt, da das für mich eher negativ behaftet ist. Wenn irgend etwas hoch ist, bedeutet das meist, dass irgendwas anderes fehlt. Kompensation halt. Und manche Dinge will ich einfach nicht wissen. Gut, okay, das könnte man jetzt als Unreife auslegen: die Unfähigkeit, sich den eigenen Fehlern zu stellen.

Dass mein erster Beitrag nicht so rübergekommen ist, wie es ursprünglich geplant war, passiert mir in der Tat öfter ;-) Aber das ist ja das Schöne an der Kommunikation, man bekommt in den meisten Fällen noch eine Chance, Dinge richtigzustellen oder näher zu erläutern.

@anaj: So nämlich. Nach deiner Definition bin ich sehr wohl reif und erwachsen, stecke halt im Dilemma, dass ich, zumindest auf den ersten Blick, nicht so rüberkomme. Don't judge a book by its cover. Aber mir ist sehr wohl bewusst, dass man oftmals nicht die Chance für einen zweiten Blick bekommt, gerade im persönlichen und emotionalen Bereich. Schade eigentlich, aber damit muss ich dann wohl leben und irgendwie fertig werden. Aber ich gebe nicht auf, hab ja noch ein paar Jahre...
 
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  • #13
AW: Das Alter. Fluch oder Segen?

Aber um noch mal auf meinen ursprünglichen Punkt zurückzukommen: ich denke ich sollte es eher weiter "auf der Straße" versuchen, jemanden zu finden. Da besteht zumindest die vage Möglichkeit einer zweiten Chance.

Ich stelle mir nichts demütigender vor, als, wie schon öfter hier gelesen, dass das Date nach fünfzehn Minuten über die Toilette das Weite sucht. Nicht, dass ich das nicht verstehen würde...

Nochmals vielen Dank für eure Einschätzungen. Jetzt ist erstmal Selbstreflexion angesagt.