Megara

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  • #723
annähernd


als worte
sich berührten
als angst
entfernt wurde
als nächtlich
augenblicke wuchsen
als weites lächeln
hinüberglitt
in tanzendes licht
jähen vorfrühlings




aus Nachthäute von S.-K. Brodauf
 
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Megara

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  • #724
„Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Beziehung“


Virginia Satir
 
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Maron

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  • #725
...nennt man Empathie, die Virginia Satir hat im Sozialbereich viele Errungenschaften gebracht und hat sich völlig ihrer Arbeit verschrieben
 
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  • #727
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Wischfee

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  • #731
Das Leben der Laus


Die Sonne scheint aufs Vertiko
das macht die kleine Staublaus froh

Sie tanzt auf einem güldnen Stab
und lobt so froh den Sonnentag

Da tritt der Müller in den Raum
und plötzlich heißt es: aus der Traum

Er kurbelt an der Jalousie
die Staublaus bekommt weiche Knie

der güldne Stab, er ist nicht mehr
die Staublaus sinkt zu Boden schwer

Herr Müller plumpst auf das Plumeau
und hat die Staublaus nun am Po

Da hängt sie wie am Weltenarsch
macht sich mit Müller auf den Marsch

Doch dann, in dessen Stammlokal
trifft unsre Laus ein neuer Strahl

sie schwingt befreit sich schnell nach oben
beginnt erneut, den Tag zu loben

sinkt dann ins Bierglas auf dem Tresen
und seufzt beschwipst: Das wars gewesen!
 
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fraumoh

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  • #732
Guter Abgesang auf einen Samstag ☺️
 
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HrMahlzahn

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  • #733
Das Leben der Laus


Die Sonne scheint aufs Vertiko
das macht die kleine Staublaus froh

Sie tanzt auf einem güldnen Stab
und lobt so froh den Sonnentag

Da tritt der Müller in den Raum
und plötzlich heißt es: aus der Traum

Er kurbelt an der Jalousie
die Staublaus bekommt weiche Knie

der güldne Stab, er ist nicht mehr
die Staublaus sinkt zu Boden schwer

Herr Müller plumpst auf das Plumeau
und hat die Staublaus nun am Po

Da hängt sie wie am Weltenarsch
macht sich mit Müller auf den Marsch

Doch dann, in dessen Stammlokal
trifft unsre Laus ein neuer Strahl

sie schwingt befreit sich schnell nach oben
beginnt erneut, den Tag zu loben

sinkt dann ins Bierglas auf dem Tresen
und seufzt beschwipst: Das wars gewesen!
Wer hats geschrieben?
 

HrMahlzahn

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  • #734
Was ist das,
was in uns hurt,
lügt,
stielt
und mordet?

Georg Büchner



ich glaube, es ist das gleiche, das dafür sorgt, dass uns die Filme von Quentin Tarantino gefallen.
 

Wischfee

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  • #736
Küchenlied

Matschige Mohrrüben
im Schlamm
quatschen pampig
mit breiigen Kartoffeln

und musen sich
mit gelben Rüben
während Erdäpfelchen
sich Stück für Stück
zerdrücken lassen

Manche Marmeladen
mögen Muse vermengt haben
ohne in Museen
je einen Platz zu bekommen

aber mancherorts
verspeist man sie mit Muße

Muss Marmelade matschig sein?
Glibbernde Geeles
quietschen vor Vergnügen

möglicherweise unversteuert

(made by wischfee)
 
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Wischfee

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  • #738
Wenn ich Liebe
seh ich Sterne
ists getan
seh ich den Mond
ach
es war nur die Laterne!
trotzdem
hat es sich gelohnt!

vom "welfischen Schwan" Julie Schrader
 
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Odysseus

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  • #739
Faust:
Mein schönes Fräulein, darf ich wagen,
Meinen Arm und Geleit Ihr anzutragen?
Margaethe:
Bin weder Fräulein, weder schön,
Kann ungeleitet nach Hause gehn.

Faust:
Bey’m Himmel, dieses Kind ist schön!
So etwas hab’ ich nie gesehn.
Sie ist so sitt- und tugendreich,
Und etwas schnippiſch doch zugleich.
Der Lippe Roth, der Wange Licht,
Die Tage der Welt vergeß’ ich’s nicht!
Wie sie die Augen niederschlägt,
Hat tief sich in mein Herz geprägt;
Wie sie kurz angebunden war,
Das sſt nun zum Entzücken gar!
 
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Wischfee

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  • #740
Nunft

Ach, Vernunft? Kann man die essen?
sicher nährt sie ihren Mann
Sack Zement! Wollt Steine fressen!
hab mir dabei wehgetan...

Sturzflug auf die kalte Erde
Eisenherz, was wiegst du schwer!
Schnippschnapp mit der Nagelschere
und die Schwerkraft gilt nicht mehr!

Hexen werden wieder hexen
ferne leuchtet heller Wahn
und drei wunderbare Echsen
aalen sich in Lebertran!

wer braucht Leinen, wer braucht Ketten?
wer selbst unterirdisch schwebt
der ist wirklich nicht zu retten
weil er ständig neu entsteht


(schrieb die Wischfee)
 

Wischfee

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  • #741
Rote Socken Blues

Weil die Socken einsam sind
weht durch die Stadt
ein kalter Wind
ja das weiß doch jedes Kind
dass rote Socken einsam sind

Wenn du in die Strümpfe steigst
riechst du da nicht
ihren Schweiß?

sind die Socken kalt und nass
kriegst du Schnupfen und wirst blass

und es weht ein kalter Wind
durch Socken
die einsam sind!

Hat deine Socke auch ein Loch
sage ihr
du liebst sie noch!
stopf sie
oder lass es sein
aber lass sie nicht allein

denn es weht ein kalter Wind
wenn die Socken einsam sind!
 
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HrMahlzahn

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  • #742
@Wischfee
Wenn deine zentralnervösen Neuronen solche Gedanken produzieren und in die Welt tragen, wirst du beim Online-Daten schwerlich einen anständigen Kerl finden. Allenfalls wird irgendein komischer Typ auf dich reagieren, ein hochsensibler, der Humor hat, und nachdenklich ist. Wahrscheinlich nutzt er sein Gehirn zum Denken und versucht die Welt so zu sehen wie sie wirklich ist. Vielleicht gar ein Intellektueller. Ein Eierkopf.

Frohe Ostern.

Ich würde meinen Hut vor dir ziehen, trüge ich denn einen.
 
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Megara

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  • #743
Nennen wir es "Frühlingslied"

In das Dunkel dieser alten, kalten
Tage fällt das erste Sonnenlicht.
Und mein dummes Herz blüht auf, als wüsste es nicht:
Auch der schönste Frühling kann nicht halten,
was der werdende April verspricht.

Da, die Amseln üben schon im Chor.
Aus der Nacht erwacht die Welt zum Leben,
Pans vergessenen Flötenton im Ohr...
Veilchen tun, als hätt es nie zuvor
laue Luft und blauen Duft gegeben.

Die Kastanien zünden feierlich
ihre weißen Kerzen an.Der Flieder
bringt die tot gesagten Jahre wieder.
Und es ist, als reimten alle Lieder
sich wie damals auf "Ich liebe dich".

-Sag mir nicht, das sei nur Schall und Rauch!
Denn wer glaubt, der forscht nicht nach Beweisen.
Willig füg ich mich dem alten Brauch,
ist der Zug der Zeit auch am Entgleisen-
Und wie einst, in diesem Frühjahr auch
geht mein wintermüdes Herz auf Reisen.



Mascha Kaléko
 

Megara

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  • #744
Sommer


Die Sorgen
in den Kirschbäumen hängen
barfuß laufen
mit Schmetterlingen reden
auf der Erde sitzen
Gänseblümchenblütenblätter
zählen: Liebt er mich?
Ja nein ja nein ja nein
jajajaaaaa
( ohne zu mogeln )



Anne Steinwart
 
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Marlene

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  • #745
XV

Die Liebe hat einen Triumph und der Tod hat einen,
die Zeit und die Zeit danach.
Wir haben keinen.

Nur Sinken um uns von Gestirnen. Abglanz und Schweigen.
Doch das Lied überm Staub danach
wird uns übersteigen.

(Ingeborg Bachmann, aus: "Lieder auf der Flucht")
 
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  • #746
Für @Marlene

The Blunder is in estimate
Eternity is there
We say as of a Station
Meanwhile he is so near
He joins me in my Ramble
Divides abode with me
No Friend have I that so persists
As this Eternity

(Emily Dickinson)
 
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  • #748
Für alle Liebhaber*innen von Auslassungen (hier nur Buchstaben)


Der Tag, an dem das verschwand

Am Tag, an dem das verschwand,
da war die uft vo Kagen.
Den Dichtern, ach, verschug es gatt
ihr Singen und ihr Sagen.
Nun gut. Sie haben sich gefasst.
Man sieht sie wieder schreiben.
Jedoch:
Soang das nicht wiederkehrt,
muß aes Fickwerk beiben

Robert Gernhardt
 
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Wischfee

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  • #749
Mein Geliebter aus Schnee

Mein Geliebter aus Schnee wohnt im Kühlschrank
und wenn ich ihn berühr, tuts ihm weh
unter feurigen Blicken vergeht er
er ist schön, er ist kalt und aus Schnee

Mein Geliebter aus Schnee wohnt im Kühlschrank
und dort lebt er im Dunkeln und stumm
und er kennt keine Träume vom Frühling
keine Sehnsucht treibt ihn jemals um

Seine Seele ist nur ein Fischstäbchen
und das wird in der Pfanne verrückt
neulich stellte ich ihn in die Sonne
und nicht schnell genug wieder zurück

Mein Geliebter aus Schnee ist verflossen
und die Kälte, die Schönheit verging
und ich hab eine Träne vergossen
die floss mit ihm durch den Ausguss dahin

die wischfee
 
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Deleted member 26663

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  • #750
Porn Limerick

Once upon a midnight dreary,

While I porn surfed, weak and weary,

Over many a strange and spurious site of hot xxx galore.

While i clicked my fav'rite bookmark, suddenly there came a warning,

And my heart was filled with mourning, mourning for my dear amour,

'Tis not possible!", I muttered, "give me back my free hardcore!"

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