Eunuch

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  • #1

Gibt es Frauen die sich eine Beziehung mit einem Eunuchen vorstellen können?

Ich war bis vor einem halben Jahr ein ganz normaler 33 jähriger Mann. Gepflegt, recht gut aussehend, gebildet mit gutem Job, mal Single mal in Partnerschaften, kann gut zuhören und meine Partnerinnen fanden mich meist emphatisch und interessant.
Zum Zeitpunkt meines Unfalls war ich Single, ich habe bei dem Unfall leider meinen Penis und meine Hoden verloren.
Das ist ein extrem harter Einschnitt, alles verändert sich dadurch total, in den Wochen nach meiner Entmannung kam es zu totalen Veränderungen in meinem Wesen, in den Augen meines Umfelds aber zum Positiven.
Nun ordne ich meine neues Leben als Eunuch.
Ich stelle mir aber dauernd die Frage ob ich als Mann ganz ohne Penis und Hoden für Frauen überhaupt noch interessant sein kann
 

BellaDonna

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  • #2
Es gibt Plattformen für asexuelle Menschen. Ich kann mir vorstellen, dass es dort auch Frauen gibt, die das nicht stört.
Unter dem nicht asexuellen Frauen kann ich mir das schwer vorstellen - aber es mag sie trotzdem geben.
 
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  • #3
Über die Möglichkeiten kosmetischer und/ oder funktioneller Rekonstruktionen wurdest du sicher von deinen behandelden Ärzten aufgeklärt und dein Entscheidungsprozess diesbezüglich läuft sicher noch.
Die Entscheidung solltest du nicht sonderlich stark von potentiellen Partnern, sondern mehr von deiner Einstellung dazu, abhängig machen.

In der Trans-Szene findest du u.U. auch hilfreiche Gedankenanstöße.
 
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Ungeheuer

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  • #4
Es gibt nicht nur asexuelle Beziehungen, sondern auch andere Beziehungsmodelle, Spielzeuge etc. - In erster Linie hängt es davon ab, was du dir wünschst. - Du kannst das nicht vom Partner abhängig machen, sondern solltest selber kommunizieren und in dich gehen, was du dir wünschst. - Dann kannst du nach den Möglichkeiten schauen.

Liebe Grüße! 🧩🍀💚
 
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7und3

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  • #6
Warum nicht?
 

Voldemort

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  • #7
Weg isser, unser Eunuch.
 
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Thouy

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  • #8
Bevor Du über Partnerschaft nachdenkst, musst Du erst einmal selbst Deine Bedürfnisse neu definieren und auch herausfinden, was körperlicher Kontakt überhaupt für einen Stellenwert für Dich ausmacht und was Du auch noch geben kannst. Es gibt genügend Frauen, die mit impotenten Männern leben, deren Penis auch zu normaler sexueller Aktivität nicht mehr zu gebrauchen ist, da hängen halt ein schlaffer Schwanz und Hoden rum, auch nicht unbedingt besser. Insofern ist es sicherlich denkbar, dass auch für Dich eine Frau wartet, die Dich liebt, wie Du bist.
werde Dir mit Dir selbst einig (soweit es geht) und denke erst dann über Partnerschaft nach, denn mit Selbstbewusstsein ist es einfacher.
 

Erin

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  • #9
deren Penis auch zu normaler sexueller Aktivität nicht mehr zu gebrauchen ist, da hängen halt ein schlaffer Schwanz und Hoden rum
geht es vielleicht etwas respektvoller? Was denken wohl alle die, die impotent sind oder eben gar keinen Penis/Hoden besitzen.

Erinnert mich an die Pflegerin welche sich ein wenig am Bein verletzt hat und dann vor schwer handicapierten Patienten laut sagte: "ich bin ein Krüpel".
 
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Thouy

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  • #10
geht es vielleicht etwas respektvoller? Was denken wohl alle die, die impotent sind oder eben gar keinen Penis/Hoden besitzen.

Erinnert mich an die Pflegerin welche sich ein wenig am Bein verletzt hat und dann vor schwer handicapierten Patienten laut sagte: "ich bin ein Krüpel".
Dann umschreib den Fakt blumig, das hat mit Respekt nix zu tun, nur mit medizinischen Tatsachen, Penis ist Penis, Hoden ist Hoden, Impotenz ist Impotenz, ob da nun was baumelt und nicht mehr zu gebrauchen ist in sexueller Hinsicht oder eben durch Unfall verlustig gegangen ist, es ist Fakt, dass ein Coitus so nicht mehr möglich ist und eine Frau, die eben das braucht, wird damit nicht umgehen können. Das bedeutet ja nicht, dass es nicht dennoch Frauen gibt, die in einer derart gelagerten Partnerschaft absolut glücklich sind. Das Wichtigste ist, dass er sich akzeptiert und vollkommen normal damit umgeht. Dann kann er einer Partnerin ein Partner sein und die beiden können für sich glücklich sein.
Wenn ein Partner durch Unfall querschnittsgelähmt ist, dann bedeutet das auch nicht sogleich das Aus für eine Beziehung, nur aus Mitleid sollte keine Partnerschaft aufrecht erhalten bleiben.
ich habe 12 Jahre mit einem impotenten Mann gelebt (Krebs, da ging 0,0), trotzdem war die Sexualität erfüllend für beide. Es muss nicht immer alles 08/15 sein, aussergewöhnliche Zustände erfordern Phantasie, Be- und Selbstbewusstsein, Kommunikation und Aufmerksamkeit für den anderen. Da gibt es sicherlich einige Rückschläge, man darf sich nicht entmutigen lassen, die Sache auch mit einer guten Portion Humor angehen, aber hat man dann den Partner gefunden, dann hat sich jede Anstrengung gelohnt.
Aber vor der Partnersuche, wie schon geschrieben, muss er absolut gefestigt sein in seiner Situation, um auch mit der absoluten Gelassenheit damit umgehen zu können.
 
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  • #11
Mien Jung, früher oder später verlässt die Manneskraft eh ein jeden.
So hast du für spätere Zeit einiges voraus, weil du dann schon weißt, anders zu beglücken.

Aber mien Jung.... was für einen Unfall muss man haben, bei dem einem die Männlichkeit abhanden kommt und man binnen gerade mal eines halben Jahres sich schon solche Fragen stellen kann und will, und nicht mehr mit dem Glück, überhaupt noch zu leben, beschäftigt ist oder man nicht mehr vom Weg zurück ins Leben vereinnahmt ist?

Peter
 
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Erin

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  • #12
Dann umschreib den Fakt blumig, das hat mit Respekt nix zu tun, nur mit medizinischen Tatsachen, Penis ist Penis, Hoden ist Hoden, Impotenz ist Impotenz, ob da nun was baumelt und nicht mehr zu gebrauchen ist in sexueller Hinsicht oder eben durch Unfall verlustig gegangen ist, es ist Fakt, dass ein Coitus so nicht mehr möglich ist und eine Frau, die eben das braucht, wird damit nicht umgehen können. Das bedeutet ja nicht, dass es nicht dennoch Frauen gibt, die in einer derart gelagerten Partnerschaft absolut glücklich sind. Das Wichtigste ist, dass er sich akzeptiert und vollkommen normal damit umgeht. Dann kann er einer Partnerin ein Partner sein und die beiden können für sich glücklich sein.
Wenn ein Partner durch Unfall querschnittsgelähmt ist, dann bedeutet das auch nicht sogleich das Aus für eine Beziehung, nur aus Mitleid sollte keine Partnerschaft aufrecht erhalten bleiben.
ich habe 12 Jahre mit einem impotenten Mann gelebt (Krebs, da ging 0,0), trotzdem war die Sexualität erfüllend für beide. Es muss nicht immer alles 08/15 sein, aussergewöhnliche Zustände erfordern Phantasie, Be- und Selbstbewusstsein, Kommunikation und Aufmerksamkeit für den anderen. Da gibt es sicherlich einige Rückschläge, man darf sich nicht entmutigen lassen, die Sache auch mit einer guten Portion Humor angehen, aber hat man dann den Partner gefunden, dann hat sich jede Anstrengung gelohnt.
Aber vor der Partnersuche, wie schon geschrieben, muss er absolut gefestigt sein in seiner Situation, um auch mit der absoluten Gelassenheit damit umgehen zu können.
Ist mir alles bekannt und habe ich selber erlebt (Partner nach 25 Jahren Hirntumor, Schlaganfall einseitig voll gelähmt). Gerade deshalb kann man die daraus resultierenden Beeinträchtigungen auch weniger ordinär beschreiben.
 
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