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Minze

  • #78
AW: Kennenlernen über größere Distanzen

Zitat von Andre:
Äh, was heißt Menschenbild. Ich stellte lediglich fest, dass es Leute gibt, die erst reden und dann denken, hab aber nicht behauptet, dass die ganze Welt nur aus solchen besteht. Dass du solchen Leuten noch nicht begegnet bist, heißt nicht, dass es sie nicht gibt.
Einige deiner Äußerungen spiegeln nicht gerade positive Haltungen wider. Vorallem dieses negative Assoziieren, das fällt mir einfach auf. Ist doch eigentlich Zeitverschwendung, wenn man tatsächlich davon überzeugt ist, genau richtig zu leben.

Ich empfinde einen repressiven Unterton in deinen Aussagen. "Dass die *ganze* Welt"...
Schon mal was von Zwischentönen und Abstufungen gehört?
 
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  • #79
AW: Kennenlernen über größere Distanzen

Zitat von Lisa:
Na bei dir reicht´s ja nicht mal zu einmal klug :)
och, ein Blick auf meinen Kontoauszug jeden Monat zeigt mir, daß ich zumindest im job nicht der Dümmste bin :)
im privatleben schätzt man meinen rabenschwarzen humor und meine lockerheit, was ich bei dir, liebste Lisa Sauertopf, bisher noch nicht entdeckt habe. Kannst du eigentlich auch mal über dich selbst lachen?
 
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  • #80
AW: Kennenlernen über größere Distanzen

Zitat von Minze:
Einige deiner Äußerungen spiegeln nicht gerade positive Haltungen wider. Vorallem dieses negative Assoziieren, das fällt mir einfach auf. Ist doch eigentlich Zeitverschwendung, wenn man tatsächlich davon überzeugt ist, genau richtig zu leben.

Ich empfinde einen repressiven Unterton in deinen Aussagen. "Dass die *ganze* Welt"...
Schon mal was von Zwischentönen und Abstufungen gehört?
andre kommt doch aus DD. :)
 
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  • #81
AW: Kennenlernen über größere Distanzen

Zitat von Minze:
Schon mal was von Zwischentönen und Abstufungen gehört?
Aber sicher doch. Aber um auf deine zwischenton- und abstufungsfreie Unterstellung, ich hätte ein "schlechtes Menschenbild" zu antworten, fand ich es passend, es aus dem Wald herausschallen zu lassen, wie in ihn hineingerufen wurde.

Aber ich bin noch nicht fertig. Ich würde gern mal den Belege (inform eines Postings von mir) für die Behauptung sehen, dass ich eine Fernbeziehung führe, weil ich die Überwindung der Entfernung als Großtat und Liebesbeweis betrachte. -- Desweiteren hätte ich gern einen Beleg, wo ich mein Liebes- und Beziehungs-"modell" (was für ein Wort) als das allein richtige hingestellt habe. -- Dann schaun wir mal, was von dem ganzen Lärm noch übrigbleibt.

Nunja, unter "Zwischentönen und Abstufungen" verstehe ich allerdings nicht Aussagen wie "in sich stimmig, liebend, einvernehmend und rücksichtsvoll", "Wenn ich gemeinsam mit meinem Partner eine Herausforderung zufriedenstellend und gut bewältigt habe", "Es wird individuell wahrgenommen, gelebt, genossen und gewertschätzt." oder "Ich bevorzuge lebendige Interaktion, leben und mit dem was ist umgehen, keineswegs zu verwalterisch, aber eben realitätsbezogen und irgendwie spielerischer."

Das hört sich alles sehr schön an, und dem kann ich irgendwie auch immer zustimmen, weil es irgendwie auch immer passt und stimmt. Nur, einen auf ein konkretes Problem praktisch anwendbaren Informationsgehalt enthält es leider nicht. Ich mein, so ganz lebendig, realitätsbezogen und spielerisch -- aber natürlich keineswegs verwalterisch müsste es doch möglich sein, dass du dich mal aus der Deckung wagst und mal irgendwas konkreteres von dir selber sagst.

Aber du hast ja gesehen, wie es mir ergangen ist, nachdem ich ein konkretes Beispiel erzählt habe.
 
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Minze

  • #82
AW: Kennenlernen über größere Distanzen

Zitat von Andre:
Aber sicher doch. Aber um auf deine zwischenton- und abstufungsfreie Unterstellung, ich hätte ein "schlechtes Menschenbild" zu antworten, fand ich es passend, es aus dem Wald herausschallen zu lassen, wie in ihn hineingerufen wurde.
Ich habe gefragt, welcher Erfahrungen es bedarf, um zu solch einem negativen Menschenbild (Seelenmüll, auskotzen, benutzen ...) zu gelangen. Du und auch Lisa, ihr suchtet nach Kritikpunkten an der Lebensform von Nahbeziehungen. Dabei habt ihr ganz schön ausgeteilt. Ich frage mich, weshalb man überhaupt die ungewollte Beziehungsform abwerten muss, wenn man eh die andere favorisiert. Ihr könntet ja auch eure einfach positiv bewerten und darstellen. Hinterfragen ist kein Thema, klar, aber diese Unterstellungen wie andere als Mülleimer zu benutzen usw. ... das sind doch sehr weit hergeholte Assoziationen, die viel über euch / dich aussagen - auch über das Menschenbild.

Zitat von Andre:
Aber ich bin noch nicht fertig. Ich würde gern mal den Belege (inform eines Postings von mir) für die Behauptung sehen, dass ich eine Fernbeziehung führe, weil ich die Überwindung der Entfernung als Großtat und Liebesbeweis betrachte. -- Desweiteren hätte ich gern einen Beleg, wo ich mein Liebes- und Beziehungs-"modell" (was für ein Wort) als das allein richtige hingestellt habe. -- Dann schaun wir mal, was von dem ganzen Lärm noch übrigbleibt.
Schau im NPS-Thread. Du hast unaufgefordert und auch unangegriffen deine Liebe zur Fernbeziehung verteidigt, dich erklärt und die Vorzüge, die du darin siehst über jene derer gestellt, die eine Nahbeziehung bevorzugen. Im gesamten Kontext betrachtet kam bei mir an, was ich dazu geschrieben habe. Interessant, da machst du so viel Lärm um deine Kraftakte und große Taten und unterstellst dann mir viel Lärm um deinen Lärm. Komisch.

Zitat von Andre:
Nunja, unter "Zwischentönen und Abstufungen" verstehe ich allerdings nicht Aussagen wie "in sich stimmig, liebend, einvernehmend und rücksichtsvoll", "Wenn ich gemeinsam mit meinem Partner eine Herausforderung zufriedenstellend und gut bewältigt habe", "Es wird individuell wahrgenommen, gelebt, genossen und gewertschätzt." oder "Ich bevorzuge lebendige Interaktion, leben und mit dem was ist umgehen, keineswegs zu verwalterisch, aber eben realitätsbezogen und irgendwie spielerischer."
Meine Aussagen lassen sehr viel Spielraum zu, da gibt es viel Platz für Zwischentöne, der muss gelassen werden, unbedingt.

Zitat von Andre:
Das hört sich alles sehr schön an, und dem kann ich irgendwie auch immer zustimmen, weil es irgendwie auch immer passt und stimmt. Nur, einen auf ein konkretes Problem praktisch anwendbaren Informationsgehalt enthält es leider nicht. Ich mein, so ganz lebendig, realitätsbezogen und spielerisch -- aber natürlich keineswegs verwalterisch müsste es doch möglich sein, dass du dich mal aus der Deckung wagst und mal irgendwas konkreteres von dir selber sagst.

Aber du hast ja gesehen, wie es mir ergangen ist, nachdem ich ein konkretes Beispiel erzählt habe.
Tztz... *Aus der Deckung wagst* - wie denkst du eigentlich?
Um zu einem konkreten Problem eine Lösung zu erörtern, eine konkrete Problembewältigungsstrategie praktisch zu demonstrieren brauche ich ein konkrete Problemsituation. Wirkte ich in der Tat erst dann glaubwürdiger, demonstrierte ich hier eine konkrete Problemsituation samt ihrem Lösungsansatz?
Ich soll was konkreteres über mich selbst sagen? Das passt jetzt ja gar nicht mehr, was soll das denn? Ich schreibe hier von meinem mir bedeutsamen Haltungen, von*meinen* Haltungen und du meinst, ich solle aus der Deckung?
Ach komm, das sagst du, von dem ich las, dass es nicht auf den Schreibenden ankommt, sondern auf den Inhalt. Wenn du mit meinen Inhalten nichts anzufangen weißt, ok, das ist dann so, aber der ganze Mist danach, den kannste grad vergessen--- aus der Deckung... ich fass es nicht. Ja, das meinte ich mit merkwürdigem Menschenbild.
 
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  • #83
AW: Kennenlernen über größere Distanzen

Zitat von Minze:
Ich habe gefragt, welcher Erfahrungen es bedarf, um zu solch einem negativen Menschenbild (Seelenmüll, auskotzen, benutzen ...) zu gelangen.
Welcher Erfahrung? Der Erfahrung genau damit. Und -- was mich betrifft -- nicht nur mit anderen, sondern auch mit mir selbst. Ich hab wohl so ziemlich jeden Fehler, den man in einer Beziehung machen kann, auch selbst gemacht. Ich bin ja schließlich nicht mit 49 auf die Welt gekommen, sondern musste das erst werden.

Zitat von Minze:
Du und auch Lisa, ihr suchtet nach Kritikpunkten an der Lebensform von Nahbeziehungen. Dabei habt ihr ganz schön ausgeteilt.
Yop. Ich spreche jetzt wiederum nur für mich selbst: Die ganze Fernbeziehungsdiskussion begann vor einigen Monaten mit dem ganz schnellen Urteil, dass Leute, die damit kein Problem haben, eigentlich beziehungsunfähig seien und ein uneingestandenes Näheproblem hätten. Ja, was wundert ihr euch, wenn man mit dem Strick um den Hals nicht mehr nett zu denen ist, die einem diesen Strick umgelegt haben.

Zitat von Minze:
Ich frage mich, weshalb man überhaupt die ungewollte Beziehungsform abwerten muss, wenn man eh die andere favorisiert.
Wie gesagt, wer austeilt, muss auch einstecken können. Ich lasse leben, wer mich leben lässt. Aber wenn ich schon verurteilt werde, bevor der Angeklagte überhaupt gehört wurde, dann wird da eben nichts draus.

Zitat von Minze:
Nagut, wenn du schon von der Menschenbild-Sache nicht ablassen willst: dazu gehören immer zwei.

Zitat von Minze:
Schau im NPS-Thread. Du hast unaufgefordert und auch unangegriffen deine Liebe zur Fernbeziehung verteidigt, dich erklärt und die Vorzüge, die du darin siehst über jene derer gestellt, die eine Nahbeziehung bevorzugen.
Wie gesagt, da möchte ich jetzt bitte das konkrete Posting sehen.

Zitat von Minze:
Meine Aussagen lassen sehr viel Spielraum zu ...
Eben drum. Jeder kann diesen Spielraum nun nach eigenem Gutdünken füllen und sich womöglich einbilden, mit dir auf einer Linie zu liegen. Womit du ihn tatsächlich gefüllt hast, wissen wir in Wirklichkeit aber nicht. Das ist wie Aal-Greifen.

Zitat von Minze:
Wirkte ich in der Tat erst dann glaubwürdiger, demonstrierte ich hier eine konkrete Problemsituation samt ihrem Lösungsansatz?
Hm. Jetzt, wo du's sagst ... ;-) Zumindest könnte man was draus lernen.

Zitat von Minze:
Ach komm, das sagst du, von dem ich las, dass es nicht auf den Schreibenden ankommt, sondern auf den Inhalt.
Ja, genau! Inhalt! Irgendwas, was man greifen kann, nur eben keinen Aal.

Zitat von Minze:
Ja, das meinte ich mit merkwürdigem Menschenbild.
Ach was, du hast bloß Angst, Kloppe zu kriegen wie ich ;-)
 
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  • #84
AW: Kennenlernen über größere Distanzen

Zitat von Freitag:
och, ein Blick auf meinen Kontoauszug jeden Monat zeigt mir, daß ich zumindest im job nicht der Dümmste bin :)
Jou, ein dickes Konto haben Naddel und Loddar Matthäus auch.

Kannst du eigentlich auch mal über dich selbst lachen?
Nee, meine Lachmuskeln werden beim Lesen deiner Beiträge schon genug strapaziert.

Auf mich wirkst du wie ein Welpe, der versucht, großer böser Wolf zu spielen, aber dabei ständig über seine eigenen Schlappohren stolpert.
Irgendwie ja ganz niedlich :)
 
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Minze

  • #85
AW: Kennenlernen über größere Distanzen

Zitat von Lisa:
Jou, ein dickes Konto haben Naddel und Loddar Matthäus auch.



Nee, meine Lachmuskeln werden beim Lesen deiner Beiträge schon genug strapaziert.

Auf mich wirkst du wie ein Welpe, der versucht, großer böser Wolf zu spielen, aber dabei ständig über seine eigenen Schlappohren stolpert.
Irgendwie ja ganz niedlich :)
Nur, dass Wölfe keine Schlappohren haben ;)
 
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Minze

  • #86
AW: Kennenlernen über größere Distanzen

Zitat von Andre:
Eben drum. Jeder kann diesen Spielraum nun nach eigenem Gutdünken füllen und sich womöglich einbilden, mit dir auf einer Linie zu liegen. Womit du ihn tatsächlich gefüllt hast, wissen wir in Wirklichkeit aber nicht. Das ist wie Aal-Greifen.
Ich fasse mich der Zeit wegen kurz.
Jeder soll und muss seinen Spielraum individuell gestalten, dazu mag ich keine Vorgaben geben. Überhaupt mag ich Ratgeber-Funktionen nicht einnehmen. Deshalb käme ich mir seltsam vor, würde ich hier sämtliche Möglichkeiten und Variationen von Zwischentönen oder Spielraumgestaltungsmöglichkeiten aufzeigen.

Wie du schreibst... ich kann es so schlecht in Worte fassen, welche Wirkung deine Ausdrucksweise auf mich hat.

Ich schrieb von meinen Eindrücken bezügl. deiner Aussagen und du unterstellst mir, ich hae dir Worte in den Mund gelegt, unterstellst mir Unterstellungen, die ich nicht machte.

"Jeder kann diesen Spielraum nun nach eigenem Gutdünken füllen und sich womöglich einbilden, mit dir auf einer Linie zu liegen" - was soll so eine Aussage, welchen wert könnte sie haben?
Ich gehe davon aus, dass Paare ureigene Zwischentöne finden, eigene Umgangsformen entwickeln. Sie gestalten den Spielraum für Zwischentöne ganz individuell auf sich abgestimmt.
Wir schrieben über unterschiedliche Beziehungsformen, dazu braucht es keine Details aus meinem Leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Minze

  • #87
AW: Kennenlernen über größere Distanzen

Würde ich hier meine Haltungen mit persönlichen und konkreten Beispielen belegen, dann brächte das anderen doch kaum etwas. Ich könnte damit wohl kaum jemandem die eigene Arbeit, persönliche Strategien zum Umgang miteinander zu finden, abnehmen. Das ist doch sehr von den einzelnen Persönllichkeiten abhängig und ihrem Verhältnis zueinander.
 
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Minze

  • #89
AW: Kennenlernen über größere Distanzen

Nachtrag @ André: Für eine faire Auseinandersetzung wäre es hilfreich anderen zuzugestehen, was man sich selbst herausnimmt. Auch du hast schon deine Eindrücke hier kundgetan. Einer davon war hier #65... sogar mit "ich weiß ja", also mehr als die Beschreibung eines eigenen Eindruckes. Nunja...
 
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  • #90
AW: Kennenlernen über größere Distanzen

Zitat von einfachich:
Ich möchte doch jetzt mal eine Lanze für die schönen Seiten der "Nah"-Beziehung brechen. Was ich in der letzten Zeit meiner Fernbeziehung vermisst habe, waren einfach gemeinsame Erlebnisse innerhalb der Woche. Für ständiges Problemewälzen ist mir die Zeit mit meinem Partner dann doch zu schade, da würde ich ja lieber allein bleiben ;-) Wie viele Beiträge gab es dazu jetzt?
Vielleicht kann die Diskussion wieder in eine etwas andere Richtung geführt werden.

Danke dir, ich wollte auch schon intervenieren, um wieder etwas konkreter auf die Entfernungsthematik zu kommnn und nicht eine Diskussion intensivieren, wie man mit Problemen im Zusammenhang mit Partnerschaft umgeht.

Ist sicherlich ein Teilbereich des ursprünglichen Threads, jedoch wird an dieser Stelle etwas intensiv auf diese Problematik eingegangen.