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Philippa

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  • #961
Wenn man so ein Gerät hätte, um vorauszuschauen, und dann allen Schwierigkeiten ausweichen würde, dann bräuchte man das Gerät eigentlich gar nicht mehr, weil man selbst keine Entwicklung mehr durchlaufen würde. Es wäre ein Stillstand.
 
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  • #962
Zitat von Marlene:
Wenn die Straße sich verengt, könnte man auch zu Fuß weitergehen oder umkehren oder oder. Die interessantere Frage wäre, ob man zum Schluss an dem Punkt ist, an den man zu Anfang hin wollte oder total wo anders gelandet ist. Diesen Punkt würde ich jetzt Mal als "mit sich im Reinen, Einverstanden-Sein" bezeichnen.
Napoleon z.B. zog zusätzlich eine Wahrsagerin, Astrologin vor seinen Feldzügen zu Rate........ich weiß jetzt aber nicht, was aus ihr geworden ist. Kurz: die Sehnsucht nach einem Vorschaugerät ist verständlich, doch dann wäre die Dynamik weg und es wäre stinklangweilig.


Ja, man kann umkehren, dass hatte ich schon geschrieben. Das Ziel ist doch von Anfang an da und die Frage ist nur, auf welchem Weg man dorthin kommt. Auf dem Weg, der sich verengt jedenfalls nicht. Mit mir Einverstanden-Sein kann ich auf jedem Weg. Und langweilig wird ein Weg nicht, wenn ich weiß, wohin er führen wird...ganz im Gegenteil muss ich mir nicht ständig Gedanken machen, ob ich den richtigen Weg gehe, sondern ich kann den Weg auf ganzer Strecke einfach genießen, mit allem, was mir dann darauf begegnet. Dynamiken wie ständige On-Offs oder Streit, der Brüche herausfordert oder Betrügereien finde ich nicht interessant sondern nur nervig. Eine Partnerschaft soll in der Summe Kraft geben und nicht Kraft nehmen.
 
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  • #963
Zitat von Philippa:
Wenn man so ein Gerät hätte, um vorauszuschauen, und dann allen Schwierigkeiten ausweichen würde, dann bräuchte man das Gerät eigentlich gar nicht mehr, weil man selbst keine Entwicklung mehr durchlaufen würde. Es wäre ein Stillstand.


Eine Entwicklung zu durchlaufen bedeutet nicht, sich zerfetzen zu lassen. Stillstand ist es, sich wie alle anderen in die Schlange zu stellen, weil man keine Lust mehr auf die komischen unberechenbaren Seitenstraßen hat. Dann bleibt man bei sich und ist sicher. Jeder Krieger wird mal des Krieges müde und fragt sich dann, welchen Reiz ein Krieg jemals für ihn hatte..
 
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Marlene

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  • #964
Du sprichst kryptisch, evelina - was ist denn die Schlange?
 

Pujobba

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  • #966
Zitat von evelina:
Ich spreche von tieferen Erfahrungen.
Ich halte mich von jetzt an lieber an die mehrspurig ausgebauten Fahrwege, um sicher gehen zu können ;) Wenn ich nicht ankomme, dann macht es nichts. Ich hab das Radio auf voller Lautstärke und bin dadurch garnicht mehr vor Ort.

Arme evelina, auf den mehrspurigen Straßen sind nur Sattelschlepper und Raser unterwegs. Dort ist nur Lärm und Geschwindigkeitsrausch.
Das wirkliche Leben mit all seinen Facetten mit Pech aber auch mit Glück findest du dort nicht, und Lebenserfahrung sammelt man dort erst recht nicht.
Wenn man langsam unterwegs ist und sieht , wie einem manche Menschen anlächeln, so hat man auch Zeit, zurück zu lächeln.
Wenn ich andere Menschen nicht für sich betrachte, sondern mit dem Wirken in ihren Netzwerken, so kann ich auch besser ihren Charakter erkennen. Statt auf die ganze Welt böse zu sein, sollte man sich vielleicht überlegen, auf die Staumeldungen zu achten und früh genug die tolle moderne Straße zu verlassen, auf der alle fahren wollen. Man könnte auch alte erfahrene Freunde fragen, ob Weg und Ziel alternativlos sind. Das erweitert den Horizont enorm. Wenn man sich nur auf Weg und Ziel konzentriert, verliert man alte Freunde schnell aus den Augen, und wenn sich das Ziel als falsch erweist, steht man völlig allein da.
 
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  • #967
Ich habe gerade zuviel traurige Musik gehört, eine Einladung zu Kaffee und Kuchen abgelehnt und das von einer Frau, die ihn extra gebacken hat. Ich würde mich am liebsten in NICHTS auflösen. Draußen fallen Blätter. Würden mir Steine auf den Kopf fallen, wäre es besser. Neanderthaler wurden etwa 40 Jahre alt.
Ich bin schon lange überfällig.
 
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Marlene

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  • #968
Warum hast Du denn die Einladung abgelehnt? Möchtest Du heute lieber alleine sein?
 

Yin

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  • #969
Ich habe den gestrigen Abend in der Tat damit verbracht, ins Feuer zu blicken.
Eingewickelt in eine Decke habe ich in die vielen brennenden Kerzen in meinem Wohnzimmer gestarrt und es ist die ein oder andere Träne geflossen.
In Gedanken war ich auch immer wieder hier am Lagerfeuer und das gab mir tatsächlich das Gefühl, nicht ganz so einsam zu sein, wie es mir mein Herz zur Zeit signalisiert.

Zitat von Philippa:
ich habe ein Gefühl tief in mir, dass wir Menschen irgendwo aufgehoben sind. Damit ist auch das Gefühl, als kleiner Mensch demütig sein zu wollen, verknüpft.
Tief in mir, habe ich auch dieses Gefühl, nur leider ist es auch so, dass Gefühle manchmal von anderen Gefühlen überfrachtet werden und man dann das Gefühl, was man gerade bräuchte, was einen vielleicht tragen könnte, nicht finden, nicht abrufen kann.
So ähnlich als hätte man etwas in der Wohnung verlegt. Man weiß, dass es irgendwo sein muss, aber man kann den Gegenstand einfach nicht finden, obwohl man ihn gerade so sehr braucht.



Zitat von evelina:
Und langweilig wird ein Weg nicht, wenn ich weiß, wohin er führen wird...ganz im Gegenteil muss ich mir nicht ständig Gedanken machen, ob ich den richtigen Weg gehe, sondern ich kann den Weg auf ganzer Strecke einfach genießen, mit allem, was mir dann darauf begegnet. Dynamiken wie ständige On-Offs oder Streit, der Brüche herausfordert oder Betrügereien finde ich nicht interessant sondern nur nervig. Eine Partnerschaft soll in der Summe Kraft geben und nicht Kraft nehmen.
Genau das wünsche ich mir gerade so sehr. Endlich mal einen Weg gehen und den Weg genießen, ohne dass jemand kommt und mich aus der Spur schubst!
 
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Marlene

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  • #970
Zitat von DerM:
Ich hatte Samstag ein unfassbar wunderbares Date und so hatten wir auch schon direkt was für nächsten Samstag ausgemacht (ging von ihr aus).

Ich sollte eigentlich fröhlich sein. Stattdessen kann ich vor Panik nicht schlafen, und wenn, dann wache ich recht schnell, dank Albtraum, wieder auf. Danke schön ans passende Negativ-Erlebnis von vor ein paar Wochen.

Bis Samstag können sie einfach noch soooo viele Typen anschreiben und werden dies wohl auch. Vor mir hatte sie bereits 2 Dates mit anderen Typen. Wohlgemerkt, sie ist erst seit wenigen Tagen angemeldet.

Immerhin diese 2 Typen sind raus. Der eine wollte nur........ und der andere ist im Park von ihr weggerannt, um POKEMON zu fangen.
Dennoch, wenige Tage -> 3 Dates. Nicht auszudenken, was in den nächsten Tagen alles passieren kann.

Wie war es denn jetzt gestern?
 

Yin

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  • #971
Zitat von barbebleue:
Ich habe gerade zuviel traurige Musik gehört, eine Einladung zu Kaffee und Kuchen abgelehnt und das von einer Frau, die ihn extra gebacken hat. Ich würde mich am liebsten in NICHTS auflösen. Draußen fallen Blätter. Würden mir Steine auf den Kopf fallen, wäre es besser. Neanderthaler wurden etwa 40 Jahre alt.
Ich bin schon lange überfällig.
Wenn es eine gute Freundin von dir ist, wird sie deinen Wunsch, alleine zu sein, nicht missverstehen.

Auch wenn ich das Gefühl kenne, mich in nichts auflösen zu wollen, so überkommt mich stets Sorge, wenn ich so etwas bei anderen höre/lese.
 

Pujobba

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  • #972
Zitat von Yin:
W

Auch wenn ich das Gefühl kenne, mich in nichts auflösen zu wollen, so überkommt mich stets Sorge, wenn ich so etwas bei anderen höre/lese.

Ich werde es überleben. ich habe schon viel Schlimmeres überlebt. Ich bestehe quasi nur noch aus körperlichen und seelischen Narben. :)
 

Yin

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  • #973
Zitat von barbebleue:
Ich würde mich am liebsten in NICHTS auflösen.
Zitat von Yin:
Auch wenn ich das Gefühl kenne, mich in nichts auflösen zu wollen, so überkommt mich stets Sorge, wenn ich so etwas bei anderen höre/lese.
Zitat von Pujobba:
Die Teilnahme im Forum mit zwei verschiedenen Nicks scheint nicht immer einfach zu sein ;-)
 

troubadix

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  • #974
Gedanken einer Kerze


du entzündest mich
wenn du ein licht brauchst
in deiner dunkelheit
wenn dir kalt ist
und du dich nach wärme sehnst

wenn du deine finger
um mich legst
werde ich weich
und passe mich
deinen spielereien an


gott allein kennt
meine größe
und gibt mir den sinn
darauf zu warten
dass du mich entzündest

und wenn ich
nur noch ein stumpen bin
so bleibt doch

die erinnerung
an mein wohliges licht ​


(c) troubadix, 2016
 
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fafner

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  • #975
Zitat von Marlene:
Liebe Experten,
wie kann ich das verstehen, wenn der Großzügigkeitsbalken enorm hoch und der Ausgleichsbereitschaftsbalken enorm niedrig ist? Ich bekomme das nicht zusammen, beides bedeutet doch den Umgang mit Frustrationen und wenn man bereit ist, über zugefügte Frustrationen großzügig hinwegzusehen, gleicht man doch damit diese schon aus und fängt nicht an, diese auszuleben bzw. rumzuhadern bzw. dem Anderen unter die Nase zu reiben.
Oder - verstehe ich da etwas nicht richtig?
Ist das bei Dir so oder bei einem Gegenüber? Und wenn gegenüber, wie ging es weiter? ;-)
 
M

Marlene

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  • #976
Hallo fafner, bei mir liegen die in einem ähnlichen Bereich. Ist bei dem "Gegenüber", bei dem das extrem auseinanderliegt. Deswegen die Frage. Ich bin gerade (mal wieder) in der Situation, dass ich das Gefühl habe, der Andere ist nur bereit, dasjenige zusammen zu unternehmen, was ihm genau gefällt und ist nicht für anderes offen. Die Schnittmenge ist aber diesmal größer, deswegen wird das vielleicht nicht zu einem Problem. Ich habe auch nicht mehr unbedingt das Bedürfnis, alles teilen zu müssen, bestimmte Sachen halt schon. Und ich weiß noch nicht, wie das bei ihm aussieht, wir haben erst ansatzweise darüber gesprochen.
Aber, vielleicht gibt es gar nicht die Chance auf dieses Problem, das man ja besprechen könnte. Vielleicht liegt das Problem ganz woanders, nämlich darin, dass er eigentlich keine Zeit hat und in die wenige freie Zeit, alles reinstecken möchte. Mal sehen.
 

fafner

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  • #977
Zitat von Marlene:
Ist bei dem "Gegenüber", bei dem das extrem auseinanderliegt. Deswegen die Frage. Ich bin gerade (mal wieder) in der Situation, dass ich das Gefühl habe, der Andere ist nur bereit, dasjenige zusammen zu unternehmen, was ihm genau gefällt und ist nicht für anderes offen.
Ok, das wäre dann wohl die geringe Ausgleichsbereitschaft. Paßt das?

Ich habe auch nicht mehr unbedingt das Bedürfnis, alles teilen zu müssen, ...
Das wäre dann Großzügigkeit? Aber in dem Sinne, daß dann bestimmte Dinge einfach nicht stattfinden, weil man sich nicht einigen kann... Kann er damit wohl eher leben?

Aber, vielleicht gibt es gar nicht die Chance auf dieses Problem, das man ja besprechen könnte. Vielleicht liegt das Problem ganz woanders, nämlich darin, dass er eigentlich keine Zeit hat und in die wenige freie Zeit, alles reinstecken möchte.
Hm, sehr schwierig. Also für mich wäre es das.
 
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Marlene

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  • #978
Die Ausgleichsbereitschaft wäre der Kompromiss, ja, und die Großzügigkeit wäre aber, über zugefügte Verletzung hinwegzusehen. So habe ich das verstanden. Also, der Eine möchte unbedingt z.B. segeln gehen und der andere - sagen wir mal - unbedingt in ein Konzert. Jeder geht dann entweder alleine zu seinem Zeug oder der Eine geht bei dem Anderen mit und das nächste Mal umgekehrt oder man macht etwas ganz Anderes zu zweit. Was würdest Du da bevorzugen? Ich denke, kommt darauf an, mal das Eine, mal das Andere, so wie es für Beide ok ist. Braucht aber auf die Dauer irgendwie ein Gleichgewicht.
Verletzung wäre, wenn der Andere z.B. Dich vergessen hat und Du sitzt irgendwo und er kommt nicht. Über Sachen großzügig hinwegsehen, sie nicht als schlimm zu sehen.
Das mit der Zeit ist halt nochmals anders. Aber, das kann sich ja auch entwickeln, wenn man im Verlauf dann andere Prioritäten festlegt, die man als Single eben nicht hatte. Wer weiß. Manches ist eben fix, wie Beruf oder unablegbares Ehrenamt oder Kinder.
 
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Philippa

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  • #979
Grosszügigkeit bedeutet, die Dinge so sein zu lassen, wie es der andere wünscht, auf etwas zu verzichten, oder das was der andere behauptet, stehen zu lassen.
Ausgleichsbereitschaft wäre eher, etwas zu akzeptieren, das man nicht möchte, aber dafür anderswo ein "Gegengeschäft" zu verlangen, zu sehen, dass man auch wieder in ein Gleichgewicht kommen kann, wenn man anderswo profitiert.
So habe ich es verstanden.
 

fafner

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  • #980
Zitat von Marlene:
..., über zugefügte Verletzung hinwegzusehen.
Ich glaub, wir müssen mal von dem Wort weg, sonst grätscht Heike gleich wieder rein. :)

Also, der Eine möchte unbedingt z.B. segeln gehen und der andere - sagen wir mal - unbedingt in ein Konzert. Jeder geht dann entweder alleine zu seinem Zeug ...
Das ist wohl weder großzügig noch ausgleichsbereit.

... oder der Eine geht bei dem Anderen mit ...
Das ist wohl großzügig.

Das ist gefährlich. Kann sein, daß es da zu einer Schieflage kommt. Es sei denn, beide sind wirklich gleich gestrickt.

... oder man macht etwas ganz Anderes zu zweit.
Genau das ist m.E. Ausgleichsbereitschaft.

Was würdest Du da bevorzugen? Ich denke, kommt darauf an, mal das Eine, mal das Andere, so wie es für Beide ok ist. Braucht aber auf die Dauer irgendwie ein Gleichgewicht.
So würde es wohl jeder beschreiben. Aber in der Realität handelt dann jemand, bei dem ein solcher Balken irgendwo außerhalb liegt, insbesondere unterhalb, wohl doch anders? Ich hab bei Ausgleichsbereitschaft auch nur 87, das überrascht mich jetzt. Ich würde mich anders sehen. Ich kann jetzt aus der Erinnerung auch nicht sagen, wo das mal zum Problem wurde...

Es gibt übrigens noch einen dritten Balken, der m.E. hierhin gehört: Anpassungswilligkeit.

Na ja, egal. Schön, daß Du überhaupt wieder über so etwas nachdenken kannst. Ich bin da noch nicht so weit...

Zitat von Philippa:
Ausgleichsbereitschaft wäre eher, etwas zu akzeptieren, das man nicht möchte, aber dafür anderswo ein "Gegengeschäft" zu verlangen, ...
Verlangen ist aber keine Bereitschaft. Das Gegengeschäft "anbieten" müßte ja eher der mit geringeren Großzügigkeit, oder?

Ich denke, zum Problem wird das alles erst, wenn beide Balken unterdurchschnittlich sind...
 
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  • #981
Zitat von Yin:
Ich habe den gestrigen Abend in der Tat damit verbracht, ins Feuer zu blicken.
Eingewickelt in eine Decke habe ich in die vielen brennenden Kerzen in meinem Wohnzimmer gestarrt und es ist die ein oder andere Träne geflossen.
In Gedanken war ich auch immer wieder hier am Lagerfeuer und das gab mir tatsächlich das Gefühl, nicht ganz so einsam zu sein, wie es mir mein Herz zur Zeit signalisiert.

Tief in mir, habe ich auch dieses Gefühl, nur leider ist es auch so, dass Gefühle manchmal von anderen Gefühlen überfrachtet werden und man dann das Gefühl, was man gerade bräuchte, was einen vielleicht tragen könnte, nicht finden, nicht abrufen kann.
So ähnlich als hätte man etwas in der Wohnung verlegt. Man weiß, dass es irgendwo sein muss, aber man kann den Gegenstand einfach nicht finden, obwohl man ihn gerade so sehr braucht.

Du wirst ihn finden, Yin.
 

fafner

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  • #982
Ich geh mal hierher, da es drüben leicht ot ist...

Zitat von fleurdelis:
Möglicherweise dient das ganze ja noch viel mehr. Dem massiven Versuch ein Selbstbild aufrechtzuerhalten, das eigentlich gar nicht stimmt, dessen man sich bewusst ist, es nicht wahrhaben will, und so die Außenwelt angepasst werden muss, damit das eh verquere Bild mit aller Gewalt in eine nicht passende Form gepresst wird.
Und wie genau sieht denn Deiner Meinung nach das "unstimmige" Weltbild aus und demgegenüber die "nicht passende Form", wenn Du freundlicherweise Deine Spekulation weiterführen möchtest?
 
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fleurdelis

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  • #983
Zitat von fafner:
Ich geh mal hierher, da es drüben leicht ot ist...

Und wie genau sieht denn Deiner Meinung nach das "unstimmige" Weltbild aus und demgegenüber die "nicht passende Form", wenn Du freundlicherweise Deine Spekulation weiterführen möchtest?

Es geht ja nicht darum „was“ das Weltbild ist, das kenne ich nicht, höchstens eine Vermutung. Deren Äußerung ich mich aber enthalte. Mein Eindruck ist der, dass du in der Diskussion im CD-Thread, auf eine bestimmte Aussage aus bist, etwas bestimmtes hören möchtest. Damit etwas, was dir höchst fragwürdig für dich selbst erscheint, möglicherweise auch unangenehm ist, gerade gebogen wird. Aber die Aussage kommt von den anderen bisher nicht. Aber ich kann auch völlig falsch liegen.
 

fafner

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  • #984
Zwei Feinde kennt die Liebe. Der eine hat die gesamte Geschichte hindurch die größte Beachtung gefunden; Dramen, Romane, Filme handeln von ihm. Es ist der Zwang – der Zwang der Familien, der Kirchenoberhäupter, der weltlichen Herrscher, der Gesellschaft. Die Liebe wurde behindert durch höhere Gewalten, Interessen und Abhängigkeiten. Der andere Feind ist kaum je wahrgenommen worden. Er war kein Feind der Liebe von Anfang an, im Gegenteil, er gilt als ihr Begründer und lenkender Geist. Zum Feind wurde er erst mit der Zeit. Es ist die Freiheit. Die Liebe kann nicht nur an ihren Unmöglichkeiten scheitern, sondern auch an ihren Möglichkeiten, nicht nur an fremden Interessen, auch an den Interessen der Liebeswilligen, an den Liebesinteressen, nicht nur an höheren Gewalten, auch an der Gewalt eines sich als frei und originell verstehenden Bewusstseins.
___
 
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  • #985
Qfafner
dein Zitat ist grandios, genau das ist es!
 

t.b.d.

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  • #986
Da ist die Liebe wohl gekniffen. War eh ne Schnapsidee.
 
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  • #989
Zwei Feinde kennt die Liebe. Der eine hat die gesamte Geschichte hindurch die größte Beachtung gefunden; Dramen, Romane, Filme handeln von ihm. Es ist der Zwang – der Zwang der Familien, der Kirchenoberhäupter, der weltlichen Herrscher, der Gesellschaft. Die Liebe wurde behindert durch höhere Gewalten, Interessen und Abhängigkeiten. Der andere Feind ist kaum je wahrgenommen worden. Er war kein Feind der Liebe von Anfang an, im Gegenteil, er gilt als ihr Begründer und lenkender Geist. Zum Feind wurde er erst mit der Zeit. Es ist die Freiheit. Die Liebe kann nicht nur an ihren Unmöglichkeiten scheitern, sondern auch an ihren Möglichkeiten, nicht nur an fremden Interessen, auch an den Interessen der Liebeswilligen, an den Liebesinteressen, nicht nur an höheren Gewalten, auch an der Gewalt eines sich als frei und originell verstehenden Bewusstseins.


Zwei Feinde

der Zwang.....

die Freiheit (die Begründerin, der lenkende Geist).......man könnte auch sagen, der freie Trieb


Der Zwang tötet, er ist dem Freien Willen entgegen gesetzt. Der Freie Wille tötet nicht.


Die Freiheit zerstört, sie ist immer nur die Freiheit eines Einzelnen.




Liebe ist eine freiwillige Annahme der Zweisamkeit. Zweisamkeit bedeutet Beschränkung auf zwei Menschen. Es ist die freiwillige Beschränkung auf den Partner, die freiwillige Beschränkung der eigenene Freiheit auf alles, was auch dem Partner zuträglich ist unter Ausschluss des Restes, der der Partnerschaft nicht zuträglich ist...freiwillig, ohne Zwang.

Damit ist die Liebe gewollter Freiheitsentzug