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  • #1

Lebensplanung

Liebes Forum,

da ich mit Ende 50 zu den etwas älteren Mitgliedern hier zähle - ich weiss, die Werbung nennt das Best-Agers - treffe ich immer wieder auf Frauen, die bereits im Vorruhestand sind oder die nächsten Jahre absehbar in Rente gehen werden.

Mein eigenes Lebenskonzept sieht völlig anders aus. Mir macht meine Arbeit seit über 20 Jahren Freude und mein Beruf ist mir Berufung. Sicherlich reduziere auch ich die Intensität und die Anzahl der Stunden und dennoch werde ich nicht aufhören zu arbeiten, solange mir dies gesundheitlich möglich ist.

Ich bin folglich nicht der Mann mit dem Frau sehr viel zusammen ist und wo beide tagelang den Garten pflegen, sechs Wochen Urlaub machen oder ähnliches. Bisher habe ich noch keine Frau gefunden, die wie ich a little bit workaholic ist und die meint "Meine Arbeit fordert, fördert und ernährt mich."

Kann eine Beziehung zwischen zwei Menschen, wo sie in Rente geht und er weiter arbeiten möchte gut gehen? Habt ihr vielleicht Erfahrungswerte? Was könnte genau für ein solches Modell sprechen und was sind möglicherweise KO-Kriterien.

Fragende Grüße in die Runde
Euer Jorge
 
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Wasserfee

  • #2
AW: Lebensplanung

Zitat von Jorge:
Kann eine Beziehung zwischen zwei Menschen, wo sie in Rente geht und er weiter arbeiten möchte gut gehen? Habt ihr vielleicht Erfahrungswerte? Was könnte genau für ein solches Modell sprechen und was sind möglicherweise KO-Kriterien.
Lieber Jorge,

uns trennen ungefähr 20 Jahre, was das Einfühlen vielleicht etwas erschwert, aber ich will es versuchen, weil mir das Thema wichtig ist. Ich kann mir nämlich selbst nicht vorstellen, jemals mit dem Arbeiten aufzuhören. Denn ich mache genau das, was ich machen wollte und nach oben ist noch soooo viel Luft, was alles noch daraus werden könnte ...

Also, zu deinen Fragen: Es heißt, zwei Menschen in einer Partnerschaft brauchen eine gemeinsame Aufgabe. In jungen Jahren ist das vielleicht die Erziehung der Kinder, in älteren Jahren ein anderes gemeinsames "Projekt". Ich bin überzeugt, dass dies richtig ist. Nach dieser Theorie wäre es verbindend, wenn du und sie etwas Gemeinsames schafften. Daneben kann es Raum geben für dich und Raum für sie, den jeder frei gestalten kann.

Einmal abgesehen von dieser Theorie glaube ich, dass "einer ist beruflich eingebunden" mit "einer will die Griffel fallen lassen" wirklich nicht funktionieren kann - zumindest dann nicht, wenn der eine vom anderen erwartet, dass er mitzieht.

Ein solches Modell kann m. E. funktionieren, wenn es eine gemeinsame Schnittmenge gibt (Punkt 1 oben) und jeder dem anderen genügen Freiraum lässt oder wenn der Partner "in Rente" sich anders betätigt: z. B. im Ehrenamt, als Oma/Opa oder Mentor für Existenzgründer etc.

Trotzdem komme ich wieder zum Ausgangspunkt: ein gemeinsames Schaffen in irgendeiner Form braucht es sicherlich, um die Beziehung am Leben zu erhalten.
 
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  • #3
AW: Lebensplanung

Lieber Jorge,
schon länger lese ich Beiträge im Forum; u.a. natürlich auch Deine, die ich sehr schätze. Um Dir eine Antwort auf Deine Frage geben zu können, habe ich mich nun also registieren lassen.

Also, ich habe gerade heute solch ein Paar kennengelernt. Er ist 7 Jahre jünger als seine Frau und hat ihr sehr geraten, in den Vorruhestand zu gehen als die Firma es ihr ermöglicht hat. Die beiden sind sehr verschieden, können sich in ihrer Verschiedenheit auch gut stehen lassen und geben sich die für beide notwendigen Freiräume. Nach wie vor sind sie glücklich miteinander und haben beide ein erfülltes Leben; ihres nun ohne Erwerbsarbeit.

Du siehst also an diesem Beispiel: es kann gut gehen.
Aber das muss natürlich nicht sein. Ich denke, es kommt immer auf die jeweiligen Partner an und auf die jeweiligen Umstände. Will also sagen: mit der einen kann es gut gehen und mit der anderen eben nicht.

Liebe Grüße Else
 
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  • #4
AW: Lebensplanung

Vielleicht geht es gar nicht um die Arbeit an sich. Nur weil einer keiner 'normalen' Arbeit nachgeht, muß er ja keine Langeweile haben. Und wenn es finanziell gut geht, dann hätte ich genug Ideen, was ich in meiner FREIzeit machen würde.

Mir macht mein Job auch Spaß und Freude und es gibt noch vieles, was ich gerne intensivieren würde und hoffentlich ist das alles möglich. Allerdings gibt es für mich ein Zeitlimit. Nur weil ich 12 Stunden maloche, muß das nicht besser sein, als wie einer, der nach 9 Stunden aufhört. Es braucht alles seinen Ausgleich. Einen Partner, der ständig auf der Überholspur ist, möchte ich nicht haben. Das grenzt schon an Fluchtverhalten. Und Zeit haben wir nicht, wir müssen uns Zeit nehmen.

Arbeit, die Freude macht, hält fit. Das beobachte ich immer wieder.

Die Schnittmenge der gemeinsamen Aktivitäten ist sicher das Thema. Der Anspruch, der sich an den anderen richtet. Und wenn dann der eine für 5 Stunden nach re und der andere für 5 Stunden nach li abbiegt, ist doch egal. Hauptsache, sie freuen sich, sich wieder zu treffen und haben sich dann was zu erzählen.

Wer natürlich meint, dass er genug gearbeitet hat und jetzt ein Recht auf Kaffeekränzchen hier und Seniorennachmittag da hat, der wird sich vielleicht an einem Partner stören, der einer geregelten Arbeit nachgeht.

Viel Glück wünsche ich, dass DIE Dame um die Ecke biegt, die sich daran freuen kann, dass sie einen aktiven Partner hat :)
 
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  • #5
AW: Lebensplanung

Best -Agers - du weisst ja, dass die Werbung den Euphemismus nutzt, um uns zu schmeicheln, wir werden nun mal älter als unsere Elterngeneration... Knapp 20 Jahre habe ich noch, für mich die richtigen Pläne zu machen.

Ein Lebenskonzept, was auf berufliche Tätigkeit auch über die normale Altersgrenze hinaus ausgerichtet ist, finde ich historisch betrachtet nicht so unüblich. Es war früher sehr üblich auch mit seiner Erfahrung, jeder nach seinen Kräften noch zum Arbeitsprozess, zum Familienbetrieb, zum gemeinschaftlichen Erfolg beizutragen. Ich bin viel mehr der Meinung, dass wir es uns bald alle gar nicht mehr leisten können, ein Rentenkonzept wie es unserer Elterngeneration gelebt hat zu realisieren.

Abgesehen davon kann ich mir auch nicht vorstellen einfach mit einer Jahresgrenze mein Leben auf den Kopf zu stellen. Ich merke schon, dass sich meine Tätigkeit geändert hat, und weiter ändern wird. Wenn ich aber mir Studien zur mentalen Gesundheit im Alter ansehe, ist ein wesentlicher Punkt darin, dass die geistige Beweglichkeit, das Lernen und die Neugier wesentliche Faktoren zum Erhalt der eigenen Gesundheit sind. und wenn ich dann aus meiner Stelle geworfen werde - kann ich noch mal studieren, oder mit meinem Wissen Berufsanfänger als Mentor begleiten, oder Entwicklungshelferin werden oder soziale Projekte in meiner Nachbarschaft unterstützen.

Ich habe auch viele Menschen in meiner Elterngeneration gesehen, die vor der Rente alles mögliche gespart haben, um dann in einer Zukunft, der Rentenzeit, alles nachzuholen. Das war/ist für mich nicht als Lebenskonzept sinnvoll, weil damit zu viel verschoben wird, man weiss nicht, ob man diese Zukunft erreicht, da ist es besser, gleich sein aktuelles Leben zu mögen.

Wenn die Arbeit nicht zur Flucht aus der Beziehung benutzt wird, kann ich nichts schlimmes darin finden, mit den Vorbehalten des achtsamen Umgehens mit den eigenen Ressourcen. Soll heissen, wenn es denn Ausgleich gibt, die Arbeit nicht auf Dauer überhand nimmt, die eigenen Kräfte auch gesundheitlich richtig eingeschätzt werden, dann finde ich es normaler reduziert weiter zu machen, als den Hammer fallen zu lassen, wenn ein bestimmter Kalendertag erreicht ist.

Ich denke schon, dass es wichtig ist, dass man mit seinem Partner ein Einverständnis in der Beurteilung der Work-Life-Balance hat. Alles andere führt nach meiner Erfahrung zur Unzufriedenheit, weil die Prioritäten anders gesetzt werden bei den Partnern.
 
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  • #6
AW: Lebensplanung

Zitat von Jorge:
Kann eine Beziehung zwischen zwei Menschen, wo sie in Rente geht und er weiter arbeiten möchte gut gehen?
Klar, warum nicht? Ich kenne genug Hamsterradbeziehungen, in denen erst mal Haus / Auto / Boot angeschafft wurden, was gut ging, weil beide Partner arbeiteten. Klar, daß dann der Rubel rollen musste - nur irgendwann begegnete man sich nur noch in der Tür und ein paar Jahre später war das dann das Aus für die Beziehung. Aber deswegen MÜSSEN ja Beziehungen zwischen zwei Arbeitenden nicht scheitern. Sie können es, wie alle anderen Beziehungen auch.

Genaus so denke ich, daß eine Beziehung zwischen Arbeitendem und nicht Arbeitendem klappen können, oder eben nicht - wie jede andere Konstellation halt auch.

Viele Grüsse,

Michael
 
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  • #7
AW: Lebensplanung

@ all

erst einmal vielen Dank für Eure Statements. Ich habe sie mit sehr viel Interesse gelesen, werde sie ein wenig sacken lassen, dann nochmal lesen und mit meinen Überlegungen dann gerne mit Euch darüber diskutieren.

Dieses Thema ist für mich von zentraler Natur. Klar gibt es keine Garantie für eine Beziehung, dennoch möchte ich genau bei dieser Frage mir einfach die Zeit nehmen, um zu einer klaren Meinunge für mich selbst zu kommen.

Danke für Eure konstruktiven Beiträge.

LG Euer Jorge
 
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  • #8
Lebensplanung im Jetzt

Also lieber Jorge,
schön, dass es hilft, aber es klingt gleich so endgültig - es gibt doch so viel zu tun auch in deiner aktuellen Situation - vor der Rente. Was ich wesentlich finde zum Zusammenfinden auch im Alter ist, dass du genug Zeit hast, deine neue Partnerin kennenzulernen. Und Kennenlernen ist auch reden (ganz viel) aber auch erleben. Und auch wenn dein Fokus für eine neue Beziegung anders ist als vor 10 Jahren....du musst schon Zeit mitbringen, vielleicht sogar jetzt mehr als früher, weil mehr Leben in der Zeit vor der Beziehung da ist. Und bevor du die Details drauf hast, kann schon einiges an Zeit vergehen.
Nicht die Arbeit an sich ist das Problem, aber die Prioritäten und das Getrennthalten von Bereichen. Wenn mein Partner nicht weiss, was ich so den Tag treibe, was mich bewegt, ärgert, erfreut und motiviert, wie können wir dann, wenn wir uns sehen, gut mit einander austauschen? Mein Zauberwort dafür wäre nicht abgrenzen, soweit es die Interessenlage zu lässt. Also wenn mein Partner von mir erwarten würde, dass ich Artikelnummern eines sehr speziellen Bereiches auswendig wüsste, weil es eben das ist, was Teil seines Jobs ist... da würde ich wohl passen. Und dass ihm meine Tätigkeit, ob beruflich oder in der sogenannten Freizeit, auch nicht egal ist, und genau so bei mir nach der Befindlichkeit gefragt wird.
Tja, ich weiss, ich bin eine haltlose Romantikerin mir so was zu wünschen... ;o)
 
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  • #9
AW: Lebensplanung

Lieber Jorge,
deine Einstellung kann ich verstehen. Mir geht es genauso: Wenn man seine Arbeit liebt muss man kein workaholic sein, sondern Arbeit kann auch Erfüllung und Berufung sein. Engagement im Beruf wird oft gegen eine gelingende Partnerschaft ausgespielt. Es muss aber nicht sein. Gerade, wenn man älter ist, kann man bewusster damit umgehen, die Kinder sind größer und selbständig. Ich will auch nicht den Garten pflegen und 6 Wochen Urlaub machen. Das brauche ich nicht. Aber uns Frauen zwischen 45 und 55, geht es genauso wie dir. Es melden sich sehr viele Ruheständler, das hindert mich auch immer ein wenig vor einer Kontaktaufnahme.

Such einfach weiter bis es passt!
Lena
 
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  • #10
AW: Lebensplanung

Zitat von Lena:
..... Engagement im Beruf wird oft gegen eine gelingende Partnerschaft ausgespielt. Es muss aber nicht sein. Gerade, wenn man älter ist, kann man bewusster damit umgehen, ....
.... Aber uns Frauen zwischen 45 und 55, geht es genauso wie dir. Es melden sich sehr viele Ruheständler, das hindert mich auch immer ein wenig vor einer Kontaktaufnahme.
Mensch, Lena, da sagst du was - das ist mit einer der Gründe, warum ich mein Suchraster im Alter nicht zu weit von meinem entfernt gehalten habe, ist aber auch etwas, was schon vor der Rente Partnerschaft negativ beeinflussen kann.
 
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  • #11
AW: Lebensplanung

Work-Life-Balance

ich sehe die Entwicklungen ähnlich wie No_Kitty und übernehme gerne ihren Begriff work-life-balance, der es meiner Ansicht nach begrifflich gut trifft.

Die bisherigen Modelle für den sogenannten dritten Lebensabschnitt sind oft nicht mehr hilfreich und es werden neue entwickelt. Da gibt es z.B. einen Trend, der sich "Wohnen-45-Plus" nennt. Es finden sich Patchwork-Wohngemeinschaften bis zu einer Art Großfamilie, die nicht mehr durch verwandschaftliche Beziehungen sondern durch gemeinsam getragene Interessen und oft hohe Sozial- und Kommunikationskompetenz definiert werden.

So eine Art "Alten-WG" - möglicherweise auch gemischt mit Jüngeren - kann ich mir persönlich gut vorstellen. Das "abgeschottete" Zwei-Personen-Modell als klassische Partnerschaft oder Ehe birgt einfach das fast mit an Sicherheit grenzender Garantie eintretende Risiko, dass der eine Partner vor dem anderen stirbt, und der verbleibende vereinsamt. Im übrigen können bei altersmäßig gemischten Strukturen die "Alten" wie die "Jungen" ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten zusammen bringen, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam oft für Dritte - z.B. Kinder - wirksam handeln. Diese freiwillig eingegangen Familienstrukturen eröffnen vermutlich Möglichkeiten der Lebensgestaltung, die klassischen Großfamilien von früher selten leisten konnten.

Und neben lebenslangen Lernen gibt es inzwischen den Trend zum lebenslangen Arbeiten. Die Fortsetzung der bisherigen Modelle führt mit sehr hoher Sicherheit zu wachsender Altersarmut und fehlenden Fachkräften in der Wirtschaft bei einer Gesellschaft, die schrumpft und deren Durchschnittsalter und Lebenserwartung ständig steigt.

Konsequenz: vermutlich ist ein wichtiges Kriterium für meine Suche, dass die zukünftige Partnerin genauso offen ist für Veränderungen und alternative Lebensmodelle wie ich selbst.

LG Jorge
 
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  • #12
AW: Lebensplanung

Zitat von Jorge:
Das "abgeschottete" Zwei-Personen-Modell als klassische Partnerschaft oder Ehe birgt einfach das fast mit an Sicherheit grenzender Garantie eintretende Risiko, dass der eine Partner vor dem anderen stirbt, und der verbleibende vereinsamt. Im übrigen können bei altersmäßig gemischten Strukturen die "Alten" wie die "Jungen" ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten zusammen bringen, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam oft für Dritte - z.B. Kinder - wirksam handeln. Diese freiwillig eingegangen Familienstrukturen eröffnen vermutlich Möglichkeiten der Lebensgestaltung, die klassischen Großfamilien von früher selten leisten konnten.

Und neben lebenslangen Lernen gibt es inzwischen den Trend zum lebenslangen Arbeiten. Die Fortsetzung der bisherigen Modelle führt mit sehr hoher Sicherheit zu wachsender Altersarmut und fehlenden Fachkräften in der Wirtschaft bei einer Gesellschaft, die schrumpft und deren Durchschnittsalter und Lebenserwartung ständig steigt.
Hast du in meinen Kopf geguckt? Gerade diese Mischung, die freiwillig eingegangen wird, hat so viele Vorteile. Familie kann man sich nicht aussuchen, aber Wahlverwandschaft schon. Das heisst nicht, dass ich meine Familie aufgäbe, Freunde und Wahlverwandte sind ausgesucht, meist damit in der Kommunikation einfacher.
Das Öffnen der klassischen Zweierbeziehung zu weiteren Personen kann hilfreich sein, bei der Nabelschau sich auch nicht zu ernst zu nehmen. Und es nicht nur emotional, sozial gut, es kann in manchen Aspekten sich auch kostentechnisch positiv auswirken - weisst du wie viel wir alle in den Single-Haushalten wegwerfen, weil es vor dem Verbrauch verdirbt? Und abgesehen davon, ich bin immer dafür nach den eigenen Stärken zu agieren, und nicht immer alles können zu müssen. Es wäre praktisch. Ein bisschen Regelwerk, viel klare Kommunikation über Rechte und Pflichten (auch bei der Finanzierung des Modells) und eine gute Portion Freundlichkeit und Liebe - dann müsste es eigentlich klappen.
Klar, jeder braucht auch seine Rückzugsmöglichkeit, aber das lässt sich sicher auch mit dem nötigen Respekt und der Achtsamkeit sichern.
Ich glaube auch schon, dass so eine Wohnform besser ist, als sich frühzeitig in ein betreutes Wohnen zu begeben, um Unterstützung zu bekommen, die man eben braucht.
Und in so einem Modell kann man auch Co-working Spaces, Ateliers, Kinderbetreuung etc. organisieren ....
 
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  • #13
Keine Alten-WG

Nachsatz: auch die eigentliche Alten-WG, wie der ehemalige Bremer Bürgermeister sie mal aufgezeigt hat, hat ihren Reiz. Mir gefällt eben in der Mischung der Altersstruktur, dass es das beste aus der alten Form der Grossfamilie mit neuer Flexibilität und Freiheit verbindet.
 
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  • #14
AW: Lebensplanung

Zitat von No_Kitty:
Hast du in meinen Kopf geguckt? Gerade diese Mischung, die freiwillig eingegangen wird, hat so viele Vorteile. Familie kann man sich nicht aussuchen, aber Wahlverwandschaft schon. Das heisst nicht, dass ich meine Familie aufgäbe, Freunde und Wahlverwandte sind ausgesucht, meist damit in der Kommunikation einfacher.
Und in so einem Modell kann man auch Co-working Spaces, Ateliers, Kinderbetreuung etc. organisieren ....
Nein, No_Kitty, ich habe nicht in Deinen Kopf geguckt. Für mich sind dies logische Konsequenzen der jetztigen gesellschaftlichen Entwicklungen. Und das Du zu sehr ähnlichen Schlüssen kommst bestätigt mir meine ver-rückten Überlegungen.

LG Jorge

OT - Schade, dass wir vom Alter so weit auseinander sind. Dein Stil und Deine Denke gefällt mir "wahnsinnig" gut. Ich würde noch heute bei Dir vor der Türe stehen. Aber vielleicht könnten wir ja auf Sicht mit Anderen eine solche WG gründen? Und ja ich möchte Dich und einige andere hier wirklich persönlich kennen lernen. Was macht unsere Anfrage an Jan?
 
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  • #15
AW: Lebensplanung

Zitat von Jorge:
Aber vielleicht könnten wir ja auf Sicht mit Anderen eine solche WG gründen?
Da wäre ich sofort dabei, ob mit oder ohne Partner. Mir gefällt das Konzept, könnte ich mir gut - auch jetzt schon - als Alternative zu meiner aktuellen WG-Lösung sehr gut vorstellen.