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winzling_geloescht

  • #16
AW: Loslassen

Hallo delfin,

ich plädiere in einem solchen Fall auch für den völligen Kontaktabbruch. Nur weil einer sich, aus welchen Gründen auch immer, eine nur noch freundschaftliche Basis wünscht, muss der andere diesem Wunsch noch lange nicht entsprechen (können). Menschen können Schmerz sicher ganz unterschiedlich aushalten, jeder hat so seine persönliche Schmerzgrenze. Du musst deine halt für dich definieren und überlegen, ob es sich lohnt, deine Kraft und Energie in die Hoffnung zu stecken, die du mit jedem Wiedersehen verbindest.

Sind Kinder betroffen, müssen sie sicher sein dürfen, dass sie mit einer Trennung der Eltern nichts zu tun haben und die Erwachsenen das unter sich regeln können. In diesem Fall sind Wiedersehen unvermeidbar, sollten aber im Sinne des Kindes/der Kinder sachlich und fair zu bewältigen sein. Als Wunsch der Kinder halt, den Eltern gern erfüllten sollten. Ein Wunsch eben.
 
S

Sid_geloescht

  • #17
AW: Loslassen

Grüß Dich Delfin.
Ich hab ja schon mal zu dieser Frage geantwortet.
Was ich inzwischen auch deutlich gemerkt habe, ist, daß Kontaktabbruch in diesem Fall tatsächlich hilft. Diesem Fall will heißen: Sicherheit nicht geliebt zu werden. Solange das unsicher ist, und ein Rest Hoffnung besteht, es könne doch anders sein, ists für mich fatal. Da denke ich bei jedem Wiedersehen, er möge sich doch eines "besseren" besinnen. Also meine grandiose Fantasie.Und da schadet mir freundschaftliches Angebot eigentlich nur noch.
Nichtmehrsehen hilft tatsächlich, wenn diese Sicherheit erreicht ist.
Und ich bin ein Mensch, der eigentlich nicht zu Kontaktabbrüchen neigt.
Sehr treu.
Mir hat auch geholfen, daß ich akzeptiert habe, daß ich tatsächlich "ohnmächtig" sein darf/kann. Und es, was die Gefühle oder Nichtgefühle anderer Menschen angeht, auch tatsächlich bin. Das durfte ich lange nicht. Hatte da eher Schuld gewählt. Als das angenehmere Gefühl. Und die bindet,die Schuld.
Bzgl. der Zuversicht kann ich nicht viel Konstruktives beitragen. Die habe ich selbst derzeit nicht so sehr.
Ein Satz ist mir im Kopf: "Wenn Sie sich nicht trennen, werden Sie nie erleben, daß es auch eine andere Beziehungsmöglichkeit für Sie geben kann." Den fand ich ganz gut.
 
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Sid_geloescht

  • #18
AW: Loslassen

Zitat von weltenbummler:
Was also, wenn "entlieben" nicht der einzige Weg ist? Warum kann ich nicht meine früheren Partner weiter lieben und trotzdem offen für eine neue Partnerschaft sein?
Ich bin auch sehr treu in vielen Beziehungen. Und mit dem Vater meiner Kinder verbindet mich noch eine große gegenseitige Zuneigung, eine Art von Liebe vielleicht. Wir können uns treffen und es ist gut.
Zu meinem letzten Partner habe ich keinen Kontakt mehr und will ihn auch nie wieder sehen.
Ich glaube es kommt sehr darauf an, ob Dir ein Mensch schadet oder nicht.Wenn man merkt er schadet, ist Kontaktsperre die einzige Möglichkeit. Denke ich inzwischen.
 
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winzling_geloescht

  • #19
AW: Loslassen

Zitat von Sid:
Bzgl. der Zuversicht kann ich nicht viel Konstruktives beitragen. Die habe ich selbst derzeit nicht so sehr.
Sie wird noch kommen, diese Zuversicht. Hier und da lugt sie ja schon manchmal hervor. Du darfst dich täuschen und du darfst auch Fehler machen. Und du darfst lachen, ganz wichtig, wie ich finde. Du hast dich doch schon auf den Weg gemacht, für den es keinen wirklichen Grund zur Eile gibt. Unterwegs sind wir alle irgendwie, der eine langsamer, der andere schneller, der eine mit Partner, der andere ohne, hier mal 'ne kleine Rast und da mal 'ne Auszeit, Kurskorrekturen inbegriffen. Entdeckungsreisen sind und bleiben spannend.
 
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  • #21
AW: Loslassen

Volltreffer "Weltenbummler"!

Genau meine Situation. Wie (und wann!) soll ich loslassen? Ganz besonders wenn Kinder da sind? Ein räumliche Trennung hieße doch sich aus der Verantwortung zu schleichen. Ein zeitlicher Abstand ist Kindern im Grunde auch nicht zumutbar. Für Kinder können Wochen sich zu einer Ewigkeit dehnen.

Je länger eine Beziehung Bestand hatte, desto schwieriger wird es auch all die freundschaftlichen und familiären Bande, die sich im Laufe der Zeit zwangsläufig entwickelt haben, aufzugeben. Vielleicht einer der Gründe, warum manche Menschen mit der Trennung in ein so tiefes Loch fallen. Es ist niemand mehr da, der sie auffängt.
Ich war auch für einen Moment versucht „alles hinter mir zu lassen“. Ich werde es nicht tun. Nicht nur wegen der Kinder. (Ich bin verdammt gerne Vater!) Auch wegen der vielen gemeinsamen Jahre, die mich und meine Partnerin verbinden. Und nicht zuletzt auch wegen mir selbst. Ich werde nicht flüchten. Auch wenn es zeitweise über meine Kräfte geht. Ich werde das durchhalten. Denn „alles hinter mir zu lassen“ das wäre kein Loslassen, es wäre Flucht. Und das ist etwas anderes.

(Zugegeben, nach „kürzeren Beziehungen“, ja, da bin ich auch mal geflüchtet. Hüstel.)

Ich weiss nicht, ob ich meine Partnerin jemals nicht lieben werde oder kann. Trennung hin oder her. Aber zu lieben ist immer noch besser, als zu hassen oder in Gleichgültigkeit zu versinken!

Sicherlich kommt die Frage, will man mit einem Partner zusammen sein, der noch Gefühle für die/den Ex hat. Ist es aber nicht besser, dieses Gefühl hat etwas mit Liebe zu tun, und eben nicht mit Gleichgültigkeit, Verachtung oder Hass? Schließlich ist man selbst doch oft genug der nächste Ex ...

(Hmm, irgendwie hab ich jetzt nix zum Thema "Loslassen" geschrieben, oder?)

Howlith
 
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  • #22
AW: Loslassen

Zitat von Sid:
Ich bin auch sehr treu in vielen Beziehungen. Und mit dem Vater meiner Kinder verbindet mich noch eine große gegenseitige Zuneigung, eine Art von Liebe vielleicht. Wir können uns treffen und es ist gut.
Zu meinem letzten Partner habe ich keinen Kontakt mehr und will ihn auch nie wieder sehen.
Ich glaube es kommt sehr darauf an, ob Dir ein Mensch schadet oder nicht.Wenn man merkt er schadet, ist Kontaktsperre die einzige Möglichkeit. Denke ich inzwischen.
Danke, Sid - wenigstens eine "halbe" Zustimmung, also in einem von zwei Fällen scheinst Du meine Sicht zu teilen.

Ansonsten scheine ich tatsächlich - gemessen an den Reaktionen im Forum - exotisch zu sein in meinem Empfinden. Das muss ich mir bewusst vor Augen halten, wenn ich diese meine Art, fortgesetzt lieben zu wollen, einer neuen Partnerin in real life erklären möchte. Das wird gewiss nicht einfach...
 
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  • #23
AW: Loslassen

Hallo Weltenbummler,

Leider warte ich seit ca 12 Stunden, dass meine Antwort an Dich eingeschaltet wird.
Liegt vielleicht daran, dass ich hier neu bin.

Und Du bist in Deinen Reaktionen nicht der einzige Exot. Ich fühle mich jetzt auch so.

Kopf hoch. Die vielen Antworten hier haben auch mich sehr nachdenklich gemacht.

Wir sind nun mal wie wir sind.

Howlith
 
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  • #24
AW: Loslassen

Zitat von weltenbummler:
Was also, wenn "entlieben" nicht der einzige Weg ist? Warum kann ich nicht meine früheren Partner weiter lieben und trotzdem offen für eine neue Partnerschaft sein?
Diese Formulierung ist interessant.
Wie sieht diese Liebe denn dann für den/die Ex aus?

Zu wissen und auch wieder zu fühlen, ich habe den Menschen geliebt und wir hatten schöne Zeiten, wird, wenn man durch den Schmerz gegangen ist, auch wieder schön sein.

Nur, durch diesen Schmerz zu gehen ist "heftig" (dieses Wort ist viel zu schwach, kenne aber keines, was diese Situation beschreiben könnte).

Loslassen ist aber immer wichtig. Es geht dann eher um die Art, wie ich "das Leben damals bewerte" und wie ich mich der neuen Realität stellen kann.
 
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  • #25
AW: Loslassen

Zitat von delfin 1988:
Wie ist es Euch gelungen, einen Menschen, den Ihr als große Liebe gesehen habt, loszulassen, wenn die Gefühle nicht (mehr) erwidert wurden? Was hat Euch geholfen, Euch auf Euch selbst zu besinnen, Euch abzulenken, den Fokus von diesem Menschen wegzubekommen? Wie habt Ihr den Schmerz bewältigt? Was hat Eure Zuversicht gestärkt?
Mir hat in solchen Situationen geholfen, den Menschen so zu sehen, wie er sich JETZT gibt.

Praktisch habe ich versucht, mich mehr mit anderen Leuten zu treffen, "mal was ganz anderes" zu machen. Mich richtig ablenken - auch mit Blödsinn oder mal richtig was kniffeliges im Handwerkliches machen, dass das Gedanken- und Gefühlskarusell mal unterbricht.

Aber, auch, weil Verdrängen hilft nichts, mir auch am Wochenende wenn ich länger für mich sein konnte, die Zeit genommen und für mich zu klären versucht, was los ist:
Als würde ich einer Freundin erzählen, was mir passiert ist, wie er/sie mit mir umgeht, was mich verletzt, was mich wütend macht. Dann gibt es mir die Möglichkeit, durch die "innere Diskussion" etwas Abstand zu gewinnen.

Es wurde ja schon geschrieben, wie die Ohnmacht, die dann bewusst werden kann, sehr weh tut. Ich habe den Schmerz zu gelassen. Geweint, Geschimpft,... aber auch dann überlegt, was die Realität ist.

Wenn sich Situationen ergeben haben, habe ich ausgetestet, "trotzdem" an Plätze gehen, wo wir zusammen glücklich waren, mich mit Leuten treffen aus der "gemeinsamen Vergangenheit".
Erst nicht einfach, aber ich sehe auch wieder die schönen Seiten nur halt jetzt ohne den Menschen, der mir mal so wichtig war - es geht auch ohne ihn/sie.

Für mich kann ich sagen, es braucht Zeit, aber es geht.
 
W

winzling_geloescht

  • #26
AW: Loslassen

Zitat von weltenbummler:
Ansonsten scheine ich tatsächlich - gemessen an den Reaktionen im Forum - exotisch zu sein in meinem Empfinden. Das muss ich mir bewusst vor Augen halten, wenn ich diese meine Art, fortgesetzt lieben zu wollen, einer neuen Partnerin in real life erklären möchte. Das wird gewiss nicht einfach...
Lieber Weltenbummler,

das eigene Empfinden hängt doch sehr vom eigenen Erlebten ab. Ein liebervoller Umgang mit dem Ex-Partner ist durchaus möglich, auch mit dessen neuer Partnerin, wenn auch die Trennung entsprechend liebevoll vonstatten ging. Auch das gibt es und es ist für alle Beteiligten sehr angenehm.

Bei deinem Hinweis auf das Vorhandensein von Kindern hatte ich gestern so meine Schwierigkeiten. Ab wann sind Kinder vorhanden? Was empfiehlst du für den Fall einer Trennung von einem Partner, wenn man bzw. frau noch gar nichts von einer Schwangerschaft weiß? Wohl aber weiß, dass das Fortführen der Beziehung auszuschließen ist. Oder, um noch eins draufzusetzen, wenn dich ein weiterer Partner vor die Wahl stellt, also er oder das Kind? Den letzten Kick geben da die Erwartungen der Gesellschaft, glaub mir das mal :-D.

Auch was das manchmal überlebenswichtige Kappen der Wurzeln angeht frage ich mich, wie gut und behütet du wohl aufgewachsen sein magst. Dieses Glück haben aber nun mal nicht alle. Schau dich um und sieh hin. Auch ein Weltenbummler muss da nicht in die Ferne schweifen, weil es nicht immer das Gute ist, das so nah liegt. Wenn ich dich hier so lese, denk ich oft an den kleinen Hobbit ;o).
 
W

winzling_geloescht

  • #27
AW: Loslassen

Hallo Howlith,

die Freischaltung deiner Beiträge als neuer Nutzer kann ab und an etwas länger dauern, entfällt aber später ganz. Alles wird gut.

Zitat von Howlith:
Je länger eine Beziehung Bestand hatte, desto schwieriger wird es auch all die freundschaftlichen und familiären Bande, die sich im Laufe der Zeit zwangsläufig entwickelt haben, aufzugeben.
Warum muss man freundschaftliche Beziehungen zu mehreren Personen aufgeben, nur weil man sich von einer Person räumlich trennt? Muss man nicht, wirklich nicht.

Zitat von Howlith:
Ich werde nicht flüchten. Auch wenn es zeitweise über meine Kräfte geht. Ich werde das durchhalten. Denn „alles hinter mir zu lassen“ das wäre kein Loslassen, es wäre Flucht. Und das ist etwas anderes.
Es wird nicht über deine Kräfte gehen, wenn du darauf achtest, dass deine Taschen nie leer sind. Kraft lässt sich beständig erneuern, wenn die entsprechenden Quellen gefunden und genutzt werden. Ein radikaler Kontaktabbruch dient in erster Linie der Selbstfindung, ich nenn es mal der Ortung des Schmerzes. Es ist halt die Frage, wie viel davon der Einzelne aushalten kann und auszuhalten bereit ist. Und wenn es nicht um die gemeinsam zu tragende Verantwortung für Kinder geht, halte ich das im Einzelfall für ein durchaus probates Mittel des Selbstschutzes. Um dann in Ruhe gucken zu können, was da mit einem selbst so los ist und ggf. etwas zu verändern. An sich selbst wohlgemerkt.

Zitat von Howlith:
Sicherlich kommt die Frage, will man mit einem Partner zusammen sein, der noch Gefühle für die/den Ex hat. Ist es aber nicht besser, dieses Gefühl hat etwas mit Liebe zu tun, und eben nicht mit Gleichgültigkeit, Verachtung oder Hass? Schließlich ist man selbst doch oft genug der nächste Ex ...
Es ist ein Unterschied, ob ein Gefühl "etwas mit Liebe zu tun hat" oder ob man liebt. Es gibt verschiedene Formen der Liebe und ich finde es schön, wenn jemand das so zulassen kann bei sich und bei anderen. Um das zu empfinden, muss man allerdings "losgelassen" haben. Vielleicht versteht ja jemand, was ich meine :-D.

Zitat von Howlith:
(Hmm, irgendwie hab ich jetzt nix zum Thema "Loslassen" geschrieben, oder?)
Doch, ich finde, du hast. Es führen viele Wege nach Rom und jeder muss seinen ganz persönlichen finden. Es ist und bleibt eine "Einzelfallentscheidung".
 
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  • #28
AW: Loslassen

Zitat von winzling:
Ein radikaler Kontaktabbruch dient in erster Linie der Selbstfindung, ich nenn es mal der Ortung des Schmerzes.
Hmm, ich würde da mehr als "nur" Selbstfindung sehen. Ein klarer Kontaktabbruch --- für mich muss es nicht die ganz radikale Variante sein, aber zumindest eine, bei der der Kontakt für eine Weile auf ein Minimum beschränkt ist --- sorgt zunächst mal für gegenseitige Klarheit. Ein klarer Schnitt sorgt dafür, dass sich auf beiden Seiten keine neuen hoffnungsvollen Traumballons auf den Weg machen nur um in der rauen Wirklichkeit schnell wieder zu zerschellen. Und er erlaubt ein „Entlieben“, das, was Du mit "loslassen" umschrieben hast. Unter anderem weil er den Raum schafft, der, jedenfalls für mich, nötig ist um mit dem ersten Trennungsschmerz so halbwegs fertig zu werden und mit der Aufarbeitung der Beziehung beginnen zu können.

Erst wenn ich das hinter mir habe, erst wenn ich von der Beziehung Abstand gewonnen und sie losgelassen habe kann ich mich wieder der Persönlichkeit meiner dann Ex-Partnerin nähern. Um auf einer freundschaftlichen Basis mit ihr umgehen zu können muss ich für mich erst mal mit ihr als Partnerin abgeschlossen haben. Ich weiß dann immer noch, warum ich sie mal geliebt habe. Und ich weiß eben auch, warum die Beziehung trotz gegenseitiger Liebe nicht dauerhaft funktioniert hat, woran wir als Paar gescheitert sind.


Zitat von winzling:
Es führen viele Wege nach Rom und jeder muss seinen ganz persönlichen finden. Es ist und bleibt eine "Einzelfallentscheidung".
Das ist in meinen Augen ein wichtiger Punkt. So hilfreich ein paar allgemeine Ratschläge auch sein mögen, letztlich ist jede Trennung anders. Gut möglich also, dass das, was für die einen funktioniert die anderen in ein tiefes Loch wirft und umgekehrt. Möglich sogar, dass das, was beim letzten Mal leidlich funktioniert hat bei einem (hoffentlich ausbleibenden) nächsten Mal nicht mehr funktioniert.
 
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  • #29
AW: Loslassen

Zitat von weltenbummler:
Ansonsten scheine ich tatsächlich - gemessen an den Reaktionen im Forum - exotisch zu sein in meinem Empfinden. Das muss ich mir bewusst vor Augen halten, wenn ich diese meine Art, fortgesetzt lieben zu wollen, einer neuen Partnerin in real life erklären möchte. Das wird gewiss nicht einfach...
Lieber Weltenbummler,

irgendwie finde ich das sehr berührend, dass du deine Lieben ein bisschen erhalten willst...
Aber du hast recht, dass du dir da sehr genau überlegen musst, wie du das vermitteln willst.

Kompletter Kontaktabbruch kann ERSTMAL der einzige Weg zum Weiterleben sein : weil man sonst immer weiter hofft, antriebslos und depressiv wird und einfach keine Freude mehr am Leben empfinden kann. Ganz zu schweigen von Gefühlen für jemand neuen...
Manchmal muss das sogar so sein, wenn Kinder da sind. Es gibt da ja auch noch Zwischenlösungen (die Kinderübergabe durch eine andere Person machen lassen oder die Kinder bewegen sich selbstständig hin und her, wenn sie alt genug sind - sehr schwierig, aber durchaus möglich)

Die Liebe muss nicht ganz verschwinden, aber sie muss sich wohl sehr ändern : es gibt eben keine gemeinsame Lebensplanung mehr, in der Regel auch keinen Sex und andere Menschen werden wieder wichtiger. Wenn sich das alles eingespielt hat und das Leben in neuen schmerzfreien Bahnen läuft - warum dann nicht auch wieder mit liebevollen Gefühlen zurückdenken und den anderen für all das wertschätzen, was schön war ? Ich denke an fast alle meine Ex-Lieben mit warmen Gefühlen zurück und würde mich über Lebenszeichen IMMER freuen, würden sie kommen...

Für immer und ewig alles ins Vergessen zu jagen - da geht doch ein mitunter großes Stück Leben verloren...
Für den neuen Partner aber sollte schon klar sein, dass er die Gegenwart und die Zukunft ist und nicht nur ein Platzhalter in einer gleichwertigen Reihe...
 
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  • #30
AW: Loslassen

Hallo Winzling,

zu aller erst einmal: vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Egal, wie viel man schreibt, es bleibt eine gewisse Unschärfe in dem was man wirklich sagen will.
Muss Deine Antworten / Gedanken jetzt noch mal lesen.

Und glaub mir, ich bin auch schon geflüchtet. Ohne zurück zu schauen. Ob ich stolz drauf bin, das steht auf einem anderen Blatt. War eben auch noch jünger.

Bis später. Howlith.