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  • #31
Ich war mir nicht im Klaren, wie wichtig mir Dieses oder Jenes ist und vor allem, was ich auf keinen Falle mehr erleben, fühlen, tolerieren, aushalten, möchte. Ich bin mir jetzt sicher, dass ich entsprechende Irritationen künftig schneller wahrnehme und aktiv angehe, indem ich sie anspreche.
Was daraus folgt, weiß ich natürlich nicht. Bestenfalls eine gemeinsame Klärung.
Ich denke auch, der Schlüssel liegt im bewussten, frühzeitigen Wahrnehmen, wenn es dissonant wird. Die Reaktion hängt dann ja auch immer vom Partner ab, also ob ansprechen gut ist oder ob man sein eigenes Konfliktverhalten situativ anders aufstellt. Ansprechen kann ja auch schnell was Vorwürfliches, In-die-Ecke-drängendes haben, da kann eine unerwartete Reaktion auch effektvoll sein.
Jetzt brauchen wir nur noch nen Sparringspartner und dann üben wir am lebenden Objekt! 😉
 
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  • #32
Kaltakquise (...) Warum fühlt sich die Begegnung mit jemandem, der so schön ist, dass man den Mond anheulen könnte, an, wie eine Falle?
Weil es meist keine gute Idee ist.
Mit Kaltakquise meine ich, dass ich überlegt habe, jemanden anzusprechen, den ich nur vom Sehen, Anlächeln und so kenne. Das ist halt schlecht planbar, weil er zwar offensichtlich hier irgendwo in der Nachbarschaft lebt oder arbeitet, ich aber natürlich nie weiß, wann man sich sieht. Ich bin da aber auch noch unsicher.
Nix doll Kompliziertes. Einfach mal sagen "hi wie geht's". Sagt er gut, sagst du fein und gehst weiter. Nach der fünften Wiederholung kannst du dir was Anderes überlegen ;) - falls es dann noch erforderlich sein sollte.
Geht also um die Distanz, die man selber zulässt und ggf. auch selber schafft Es ist ja vielleicht auch wirklich zu einfach gemacht, sich auf den Standpunkt zurückzuziehen, dass der Partner halt so strukturiert ist und damit die eigenen Anteile auszublenden.
Nicht nur vielleicht ;).
Ich bin ja sehr für Offenheit, aber im Moment etwas angreifbar
Hmm. Um was geht es dir hier im Thread? (ich habe offenbar gelöschte Beiträge von Maryam nicht gesehen/gelesen)
Deine Fragen im EP sind voller widersprüchlicher Vorannahmen (habe ich der ggf. nächtlichen Verwirrtheit zugeschrieben).
z.B.
Könnt/wollt ihr euer Herz verschliessen oder habt ihr Wege gefunden, auf wiederkehrende Dynamiken Einfluss zu nehmen?
Gerade durch das Herz öffnen habe ich Wege gefunden.
 
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  • #33
Es begab sich aber zu der Prä-Corona-Zeit, dass sich eine kleine Festung ernsthaft mit dem Gedanken trug, eine Kaltakquise zu betreiben, auf dass sie endlich geschätzt würde...
...stattdessen fing sie an, sich Gedanken zu machen.
Warum übt das, das mir nicht gut tut, den größten Reiz auf mich aus? Warum ist es das Unnahbare, das Vage, das mich honiggleich anzieht? Sehenden Auges ins nächste Dilemma. Warum fühlt sich die Begegnung mit jemandem, der so schön ist, dass man den Mond anheulen könnte, an, wie eine Falle?
Mich würde interessieren, ob ihr ähnlichem Fatalismus verhaftet seid oder inwieweit ihr eure soft spots, also die Punkte, an denen man, wider besseren Wissens, emotional empfänglich ist, händelt. Könnt/wollt ihr euer Herz verschliessen oder habt ihr Wege gefunden, auf wiederkehrende Dynamiken Einfluss zu nehmen? Seufz.
Nimm mal den Schlüssel aus der Tür. Ich möchte durchs Schlüsselloch gucken..;) 😏