Mentalista

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  • #151
Ich war mehr als 5 Jahre getrennt lebend. Emotional war die Sache da längst abgeschlossen. Und ich kenne einige, wo das so war - insofern sehe ich getrennt lebend recht entspannt. Ob etwas emotional abgeschlossen ist, kannst du aus dem rein rechtlichen Status nicht erkennen.
Und sobald ich Kinder habe, bleibe ich mit dem Ex so oder so verbunden. Wenn ich das nicht will, muss ich mir kinderlose Menschen suchen, die haben zumindest theoretisch die Möglichkeit, die Verbindung vollständig zu kappen - ob das sehr sinnvoll für die Verarbeitung der Beziehung ist, weiß ich aber nicht.

Du gehst von dir aus, daher kann ich deine Ansichten dazu gut nachvollziehen. Aber diese vielen Beiträgen von Frauen, die das Verhalten der getrennt lebenden Männer darstellen, zeigen anscheinend doch, dass viele Menschen, vielleicht auch Männer, mit dem getrennt lebend anders umgehen, als Frauen.

Die Verbundenheit mit den Kindern meinte ich auch nicht. Aber auch hier besteht die Gefahr, dass zu viel mit den Kindern gemacht wird und zu wenig Zeit sich für den neuen Mann/Frau an seiner Seite genommen wird. Also dass das alte Leben immer noch zuviel Präsenz in der neuen Bekanntschaft einnimmt, so das die zu einer Liebe sich gar nicht entwickeln kann.
 

Morgenrot

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  • #153
Ich persönlich wollte keinen eingefleischten/überzeugten kinderlosen Single zum Partner haben. Das würde für mich definitiv eine Wochenend-Beziehung bedeuten ohne Einbeziehung meiner Kinder, was bedeutet Treffen alle zwei Wochen zum Spaß haben. Das ist eine Art Freundschaft plus. Wer es mag, klar, warum nicht. Ich wollte aber ein Familienleben führen, mit allem drum und dran. Das könnte ich glaube ich keinem Single, der das Single-Dasein schon lange führt, und das erfolgreich, zumuten. Das würde früher oder später schief gehen. Während meiner OD-Zeit war ich anfangs total unvoreingenommen und offen, und habe nicht groß darauf geachtet. Ich habe unter anderem auch einen solchen Mann kennengelernt. Nach einiger Zeit und Überlegungen war mir klar, dass sein Leben so ganz anders ist als meines und wir kaum eine Chance haben. Es ist einfach so.
Selbst die Tatsache, dass mein Partner und ich noch nicht geschieden sind, stört mich nicht besonders. Sicher gibt es auch negative Aspekte, rechtlich, aber unsere Paarbeziehung leidet nicht darunter.
Er und seine Nochehefrau haben sich friedlich von einander getrennt, sie pflegen einen freundschaflichen Umgang miteinander beschränkt auf die Angelegenheiten des gemeinsamen Kindes. Da es noch klein ist, bedarf es vieler Absprachen und Kommunikation zwischen den Eltern, da habe ich absolutes Verständnis.
Ich bewundere immer wie gut er sich um sein Kind kümmert und wie verantwortungsvoll er seine Vaterrolle wahrnimmt. Das würde ich meinen Kindern auch wünschen, aber ihr Vater geht ganz andere Wege. Meinen Freund haben sie von Anfang an in ihr Herz geschlossen und er spielt inzwischen eine sehr wichtige Rolle in ihrem, unserem Leben.
Es kann also durchaus positiv ausgehen, hier ein Bericht aus erster Hand sozusagen.
 
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