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  • #31
AW: Über 50 und noch eine Chance auf einen Partner/Partnerin?

Zitat von AltesMädchen:
Aber ich vermute mal, hier werde ich auch nicht fündig. Die Männer, die mir gefallen (Alter 55-64), entscheiden sich lieber für was jüngeres - nehme ich an.
Ich schreibe von mir aus niemanden mehr an und die wenigen, die sich bei mir melden, verschwinden nachdem ich Ihnen mein Bild freigeschaltet habe. Und die Jungs, die nicht verschwinden, die gefallen mir leider nicht.
Ich glaube es stimmt: "Eine Frau jenseits der 50 hat eher die Chance von einem sibirschen Schneetiger angefallen zu werden, als einen passenden Partner zu finden ;O)
Ja, ich glaube diese Einschätzung stimmt wohl ... denn sie basiert auf der impliziten -- leider nicht expliziten -- Erkenntnis, dass Du Dir zuviel wünscht für das was Du bietest.

Willkommen im freien Markt!

Meine Leseempfehlung: "Ausweitung der Kapfzone", ein Roman des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq; erschienen 1994.
 
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  • #32
AW: Über 50 und noch eine Chance auf einen Partner/Partnerin?

Zitat von wocki:
Ja, ich glaube diese Einschätzung stimmt wohl ... denn sie basiert auf der impliziten -- leider nicht expliziten -- Erkenntnis, dass Du Dir zuviel wünscht für das was Du bietest.

Willkommen im freien Markt!

Meine Leseempfehlung: "Ausweitung der Kapfzone", ein Roman des französischen Schriftstellers Michel Houellebecq; erschienen 1994.
Ich finde deine Worte hart und kann beim besten Willen nicht erkennen, woraus du erkannt haben willst, dass "Altes Mädchen" zu wenig bietet und sie deshalb eine zu hohe Erwartungshaltung hat bzw. sich zu viel wünscht.
Post wurde übrigens 2012 gestartet - denke nicht, dass die zitierte Person hier noch mitliest.

Soll das eigentlich heißen, dass nur jemand, der "viel bietet" etwas "erwarten" darf?
Woran machst du so etwas fest?
Ab wann darf man etwas "erwarten"?
Darf man keine Wünsche äußern?
 
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  • #33
AW: Über 50 und noch eine Chance auf einen Partner/Partnerin?

Man kann das mit dem Markt und Zuviel und Zuvwenig ja auch einfach als andere Beschreibung auffassen.
Wer für Zweihundert ein aktuelles Iphone kaufen will, kann, nachdem er in verschiedenen Läden war und erfolglos wieder abziehen mußte, natürlich auch sagen: er habe halt einfach den richtigen noch nicht getroffen. Und gut möglich, daß irgendjemand so in einer Notlage ist, daß er sein aktuelles Iphone auch für Zweihundert verkauft. Aber üblicherweise kostet es mehr. Und insofern kann man dann auch sagen, daß der Käufer halt zu wenig bietet für das, was er haben möchte.
Einen sozusagen festen inneren Wert hat es nicht. Und das ist Schöne an dem Angebotnachfragevergleich: eben daß er gerade nicht verschiedene Menschen irgendwie absolut und objektiv bestimmte unterschiedliche Werte zuschreibt. Leider wird der nahezu immer übersehen, dieser Zug von Menschenfreundlichkeit.
 
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  • #34
AW: Über 50 und noch eine Chance auf einen Partner/Partnerin?

Zitat von Melanche:
Nur nicht aufgeben lautet die Devise. Sind genügend hier zwischen 50 und 60 Jahren. Allerdings gibt es wohl leider auch Herren, die hoffen, dass sie noch ein Schnäppchen so zwischen 30 und 45 Jahren abkriegen! Lass dich nicht entmutigen und vor allen Dingen nehme es mit Humor und gib die Hoffnung nicht auf.
Jeder, der schon länger sucht und dabei leibhaftig oder online einige Begegnungen hatte, will da gewissermaßen ein Schnäppchen machen. Sonst hätte er bereits zugegriffen.
Bemerkenswerterweise findet sich die Bezeichnung "Schnäppchensjäger" eher bei der Kennzeichnung des Partnersuchverhaltens anderer und dürfte eher abwertend gemeint sein. Während man bei sich selbst dasselbe Verhalten eher positiv als Suche nach dem/der Richtigen oder gar dem/der Traummann/frau benennt. Dabei ist beides eigentlich dasselbe.

Wenn es so ist, daß viele Männer höheren Alters mehrheitlich jüngere Partnerinnen suchen, dann ist das als solches weder mehr noch weniger Schnäppchensuche als wenn Frau etwas geringeren Alters mehrheitlich gleichaltrige Partner sucht.
Zu so einer Ungleichbetrachtung kann eigentlich nur kommen, wer das faktische Suchverhalten der Börsianer an einer oftmals irgendwie als natürlich angenommenen, aber faktisch eben nicht in Geltung befindlichen Norm mißt, Menschen sollten gleichaltrige Partner haben. Nur so ist verständlich, wenn Menschen, die jüngere Partner suchen, in ihrem Suchverhalten als Schnäppchenjäger abgewertet werden.

Sieht man die Sache hingegen als ANgelegenheit von Angebot und Nachfrage und nicht irgendwelchen natürlichen Normen, dann kommt es auch nicht zu diesen Abwertungen. Dann geht es mehr sportlich um Glück oder Pech und nicht so sehr um Schuldigsprechen und Frustration.
 
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  • #35
AW: Über 50 und noch eine Chance auf einen Partner/Partnerin?

Zitat von Heike:
... Bemerkenswerterweise findet sich die Bezeichnung "Schnäppchensjäger" eher bei der Kennzeichnung des Partnersuchverhaltens anderer und dürfte eher abwertend gemeint sein. ...
Die Formulierung impliziert, es würde hier häufiger von Schnäppchenjägern gesprochen (ich gehe mal davon aus, dass das hier weggelassene "s" ein Schreibfehler oder regionale Sprachfärbung ist). Ich habe das nach meiner Erinnerung noch nie gelesen. Für mich steckt die Abwertung gerade in diesem für mich nicht passenden Begriff. Ein Schnäppchenjäger ist für mich jemand, dessen Hauptwahlkriterium der günstige Preis ist und der dafür auch Abstriche in der Qualität hinnimmt, dafür aber gerne große Mengen bunkert. Hier ist aber doch von Menschen die Rede, die so hohe Ansprüche an Qualität haben, dass sie den hohen Preis des Alleinbleibens zu zahlen bereit sind.

Zitat von Heike:
... Sieht man die Sache hingegen als ANgelegenheit von Angebot und Nachfrage und nicht irgendwelchen natürlichen Normen, dann kommt es auch nicht zu diesen Abwertungen. Dann geht es mehr sportlich ...
Auch hier empfinde ich den Terminus "Angebot und Nachfrage" nicht weniger wertend als "Normen". Gerade Angebot und Nachfrage bestimmen doch den Wert einer Ware in unserem kapitalistischen System. Und auch das "sportlich nehmen" ist für mich ausgesprochen wertend, schließlich geht es im Sport doch immer darum, wer auf dem ersten Platz landet, alles andere ist second best.

Ich halte es für verfehlt, das Element der Wertung krampfhaft aus der Partnersuche heraus halten zu wollen. Wir alle wissen doch z.B., dass reiche oder berühmte Männer (oft geht ja Beides Hand in Hand) meist die schönsten Frauen an ihrer Seite durch die Klatschpressespalten führen. Hier kann man sehen, was an anderer Stelle etwas verborgener abläuft. Bei uns "Normalsterblichen" geht es natürlich nicht nur um Äußerlichkeiten oder Lebensalter, das ganze Paket mit vielen Einzelaspekten wird gewogen.

Nachdem nun - um mal wieder zum Titelthema zurück zu schwenken - bei den meisten Männern Jugendlichkeit bei Frauen als attraktiv wahrgenommen wird, stehen Frauen mit zunehmender Zahl an Lebensjahren schon vor der Frage, wie sie ihre Wünsche, Vorstellungen und Prägungen mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Angebot an Männern zur Deckung bringen. Dabei kann man natürlich an beiden Seiten ansetzen.

C.
 
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  • #36
AW: Über 50 und noch eine Chance auf einen Partner/Partnerin?

Zitat von carlo:
Auch hier empfinde ich den Terminus "Angebot und Nachfrage" nicht weniger wertend als "Normen". Gerade Angebot und Nachfrage bestimmen doch den Wert einer Ware in unserem kapitalistischen System. Und auch das "sportlich nehmen" ist für mich ausgesprochen wertend, schließlich geht es im Sport doch immer darum, wer auf dem ersten Platz landet, alles andere ist second best.
Es ging nicht um ein Vermeiden von WErtungen, sondern um eine Umwertung. Nämlich das, was landläufig meist Negativreaktionen auslöst, nämlich im Umkreis von Partnersuche so etwas wie Regelung von Angebot und NAchfrage zu erwähnen, anders zu verstehen, auf daß etwas sehr Befreiendes dabei deutlich wird. Daß die Nachfrage den Wert bestimmt, bedeutet, daß der Wert eben auch "nur" der Nachfragewert ist.

Nachdem nun - um mal wieder zum Titelthema zurück zu schwenken - bei den meisten Männern Jugendlichkeit bei Frauen als attraktiv wahrgenommen wird, stehen Frauen mit zunehmender Zahl an Lebensjahren schon vor der Frage, wie sie ihre Wünsche, Vorstellungen und Prägungen mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Angebot an Männern zur Deckung bringen. Dabei kann man natürlich an beiden Seiten ansetzen.
Es setzt jeder an seine Seite an.
Einen Vorschlag habe ich letzt in einem anderen Thread gemacht: beispielsweise Kandidaten wählen, die gerade in einer schwierigen Situation sind (wie etwa frisch getrennt) und momentan gewissermaßen unter Wert gehandelt werden. (Was meint: wären sie in einer anderen Situation - und es ist zu erwarten, daß sie demnächst in eine andere Situation kommen -, so wäre die Nachfrage größer.) Dabei kann man ein Schnäppchen machen.
 
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  • #37
AW: Über 50 und noch eine Chance auf einen Partner/Partnerin?

@Heike Ich lese hier erst seit Kurzem mit. Deine Threadbeiträge gefallen mir durch die Bank sehr ;-)
 
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  • #38
Wünscjhen kann man viel

Zitat von Heike:
Man kann das mit dem Markt und Zuviel und Zuvwenig ja auch einfach als andere Beschreibung auffassen.
Wer für Zweihundert ein aktuelles Iphone kaufen will, kann, nachdem er in verschiedenen Läden war und erfolglos wieder abziehen mußte, natürlich auch sagen: er habe halt einfach den richtigen noch nicht getroffen. Und gut möglich, daß irgendjemand so in einer Notlage ist, daß er sein aktuelles Iphone auch für Zweihundert verkauft. Aber üblicherweise kostet es mehr. Und insofern kann man dann auch sagen, daß der Käufer halt zu wenig bietet für das, was er haben möchte.
Danke Heike für die schöner Erklärung; genauso habe ich es auch gemeint! (Das Iphone wäre uU sogar eine Mogelware; so etwas solls ja am Heiratsmarkt auch geben ;-)

Zitat von Blanche:
...
Soll das eigentlich heißen, dass nur jemand, der "viel bietet" etwas "erwarten" darf?
Im allgemeinen: ja! Seltene Ausnahmen beweisen gar nichts.

Oder glaubst Du etwa, dass mich (57J) noch eine "normale" 25-Jährige "haben möchte"? Warum denn auch? Wegen meiner Falten, oder meiner grauen Mähne? Lebenserfahrungen könnten auch als desillusionierend interpretiert werden uswusf ....

Der einzige wahre Grund (wie von Esther Vilar beschrieben) könnte sein: wegen meines Geldes -- wenn ich sehr viel Geld hätte -- oder wegen der Prominenz-- wenn ich prominent wäre -- oder am besten wegen beidem -- nur wer ist schon reich, prominent, und "rel. zum Alter" attraktiv? George Clooney vielleicht, und siehe da-- wen der wohl bekommen hat?

Männer sind im Allgemeinen naiver was ihren Marktwert betrifft als Frauen; deshalb kommen die Verführungsagenturen bei Männern auch so gut durch....

"It’s much easier to seduce a man than a woman,” he goes on....Men are not suspicious when a lovely young girl starts chatting to them. Even a bald 40-year-old salesman in a crumpled suit with a cheap briefcase assumes he’s irresistible to women. Men are also much less hesitant about having sex with someone they hardly know.

A woman is less likely to think of herself as irresistible or to take it for granted that an attractive man will chat her up. She is more likely to be suspicious."

Zitat von Blanche:
Wünschen kann man sich viel: zB hätte ich (m, 57) gerne eine schlanke große blonde Mitt-Dreißigjährige; oder warum nicht gleich Nicole Kidman (ist zwar schon "etwas älter aber immer noch sehr gut erhalten")?

Nur kriegen werde ich niemandem.

Und wenn ich mich dann darob über die Frauen aufrege, zeugt das eher von meiner Naivität als von der Schlechtigkeit des anderen Geschlechtes oder des Partnermarktes....
 
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  • #39
AW: Wünscjhen kann man viel

Zitat von wocki:
Im allgemeinen: ja! Seltene Ausnahmen beweisen gar nichts.

Oder glaubst Du etwa, dass mich (57J) noch eine "normale" 25-Jährige "haben möchte"? Warum denn auch? Wegen meiner Falten, oder meiner grauen Mähne? Lebenserfahrungen könnten auch als desillusionierend interpretiert werden uswusf ....
...
Wünschen kann man sich viel: zB hätte ich (m, 57) gerne eine schlanke große blonde Mitt-Dreißigjährige; oder warum nicht gleich Nicole Kidman (ist zwar schon "etwas älter aber immer noch sehr gut erhalten")?

Nur kriegen werde ich niemandem.

Und wenn ich mich dann darob über die Frauen aufrege, zeugt das eher von meiner Naivität als von der Schlechtigkeit des anderen Geschlechtes oder des Partnermarktes....
Hm - ich glaube wir haben da ein wenig aneinander vorbeigeschrieben.

Ich konnte nur nicht erkennen, woran DU erkennen konntest, weshalb die Threadstarterin "zu wenig" bietet.
(Da darfst du auch mal gerne darauf antworten, wenn du magst ;-) )

Interessant, was du mit "bieten" und "wünschen" verbindest.
Für mich ist ein 57 Jähriger, der sich eine 25 jährige wünscht, eher krank...

Natürlich kann man sich viel wünschen - realistisch bleiben sollte man - das heißt aber nicht, dass man keine Erwartungen haben darf!
 
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  • #40
AW: Wünscjhen kann man viel

Zitat von Blanche:
Hm - ich glaube wir haben da ein wenig aneinander vorbeigeschrieben.
....
Für mich ist ein 57 Jähriger, der sich eine 25 jährige wünscht, eher krank...
Hm -- ich glaube eher Du hast mich falsch verstanden ;-)

Und wenn Du behauptest "Für mich ist ein 57 Jähriger, der sich eine 25 jährige wünscht, eher krank..." -- dann, fürchte ich, liebe Blanche, lebst Du in einer Traumwelt. In dieser Traumwelt, behaupte ich mal, sind "fast alle" 57-jährigen krank ;-)

Aber es werden sich jetzt sicher einige Gutmenschen finden, die hierzu beteuern, dass sie einem alten Körper einen jungen vorziehen... wegen Lebenserfahrung und so. Meine Argument dazu: was an Lebenserfahrung im Alter dazu kommt (wenn überhaupt), gleicht sich durch Frustration zumeist mehr als aus.
 
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  • #41
AW: Wünscjhen kann man viel

Zitat von wocki:
Na dann behaupte ich mal, sind "fast alle" 57-jährigen krank ;-)

Ich fürchte liebe Blanche, Du lebst in einer Traumwelt.

Aber es werden sich jetzt sicher einige Gutmenschen finden, die hierzu beteuern, dass sie einem alten Körper einen jungen vorziehen... wegen Lebenserfahrung und so. Meine Argument dazu: was an Lebenserfahrung im Alter dazu kommt (wenn überhaupt), gleicht sich durch Frustration zumeist mehr als aus.
Also - bietet für dich "AltesMädchen" (ist nicht die Threadstarterin - habe ich verwechselt) alleine durch ihr Alter "nicht genügend" an. Hat mit 57 Jahren keine Chance einen 55 bis 64 jährigen Mann zu finden.
Welche Altersgruppe darf sie denn deiner Meinung nach überhaupt noch haben?
Ü80?

Traumwelt?
Hm - denke nicht.

Ich bin nur froh, dass mir diese 57 jährigen Männer nur im Forum begegnen und nicht im RL.

Und ich hoffe sehr, dass es auch andere 57 jährige Männer mit einer anderen Einstellung gibt.
 
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  • #42
AW: Über 50 und noch eine Chance auf einen Partner/Partnerin?

na, das sind ja wohl eher die "wockis", die in traumwelten unterwegs sind ...

Zitat von wocki:
1. 57-jährige männer, die sich 25-jährige partnerinnen als ideal "wünschen" (!), leiden entweder unter heftigen wahrnehmungsstörungen hinsichtlich ihrer person oder sind tatsächlich sehr gut betucht. im letzteren fall könnte es zu (finanziellen) arrangements führen, die den wünschen beider (!) seiten entsprechen.

2. funktionierende konstellationen mit 30 jahren altersdifferenz sind ansonsten zwar selten, aber es gibt sie - deren hintergrund sind aber in der regel gemeinsame interessen bzw. gemeinsame arbeit.

Zitat von wocki:
... sicher einige Gutmenschen finden, die hierzu beteuern, dass sie einem alten Körper einen jungen vorziehen... wegen Lebenserfahrung und so ..
1. die dahinter liegende these ist, dass "junge" körper per se attraktiver sind. da stellt sich doch die frage, wie "attraktivität" definiert wird und ob die kriterien für attraktivität nicht im lebensverlauf gewissen änderungen unterworfen sind.

2. wer sich mit 57 noch an den (äußerlichen) idealen seiner jugendzeit orientieren muss, hat damals offenbar ziemlich viel verpasst. arme sau. echt.
 
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  • #43
AW: Über 50 und noch eine Chance auf einen Partner/Partnerin?

Zitat von equinox:
Glaube mir, ich habe das Leben genossen ;-) "arme sau" emfinde ich als beleidigend; auch dass man "krank" sein soll, wenn man Phantasien äußert empfinde ich kränkend.

Im Grunde genommen wird die Situation mit zunehmendem Alter sicher nicht einfacher; darüber sollte man sich keine Illusionen machen. Auch in jungen jahren ist es schwieriger geworden; ich beobachte das bei meinem Sohn. -- Die Frauen werden zunehmend abweisender und zickiger und wollen alles und jedes dominieren, ohne kompetent dafür zu sein. -- Darauf könnte man sich auch gleich konformistisch stürzen -- ich empfehle aber vorher die Lektüre von Norbert Bolz : Wer hat Angst vor der Philosophie? http://www.swr.de/-/id=9034720/property=download/nid=659852/1grwfi9/swr2-essay-20120123.pdf -- hoffentlich eliminiert Parship-Zensur das nicht wie meinen Verweis auf einen Artikel der "Sunday Times" ;-)

Bolz schreibt darin, Thomas Mann zitierend, sehr schön: "Die beste Definition der Politischen Korrektheit findet sich übrigens schon in Thomas Manns Betrachtungen eines Unpolitischen. Er nennt das die „Auferstehung der Tugend in politischer Gestalt, das Wieder-möglich-werden eines Moralbonzentums sentimental-terroristisch-republikanischer Prägung, mit
einem Worte: die Renaissance des Jakobiners“. So Thomas Mann. "

Zitat von equinox:
1. die dahinter liegende these ist, dass "junge" körper per se attraktiver sind. da stellt sich doch die frage, wie

"attraktivität" definiert wird und ob die kriterien für attraktivität nicht im lebensverlauf gewissen änderungen

unterworfen sind.
.... erinnert mich ein wenig an die Behauptung, dass dicke Leute nicht notwendigerweise weniger attraktiv wie dünne Menschen sind ... die Realität, zB beim Marketing, wo es um viel Geld und deshalb um Wirkung und Aufmerksamkeit geht, ist ganz anders. Karl Lagerfeld hat das unlängst sehr schön gesagt; aber ihm ist es auch nicht gut bekommen: http://www.spiegel.de/panorama/leute/karl-lagerfeld-laestert-ueber-dicke-frauen-anzeige-a-930743.html
 
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  • #44
AW: Über 50 und noch eine Chance auf einen Partner/Partnerin?

Zitat von wocki:
... empfehle aber vorher die Lektüre von Norbert Bolz ...
Norbert Bolz? Oh ja, der wurde in der Zeit mal als "Theorie-Dandy" charakterisiert und Zitate wie "Mit jedem Schritt der Gleichstellungspolitik entfernen wir uns weiter vom gesunden Menschenverstand, der einem sagt, was 'gut genug' ist." oder "Nach der Entnazifizierung kommt jetzt die Entmachoisierung. Die Verwandlung des Mannes in ein sorgendes Haustier. Letztlich geht es um die Ausrottung von Stolz und Ehrgeiz." sollten eigentlich ausreichen, um zu zeigen, wes Geistes Kind der Mann ist. Aber wer solche Vordenker braucht ... bitte, da weiß man doch immerhin gleich, wo man dran ist.

Ausgeprägte Ängste vor Feminismus lassen immer auf heftige Probleme mit dem Selbstverständnis als Mann schließen. Wer Herrn Bolz zitiert, sollte im Übrigen nicht empfindlich gegenüber Provokation sein.

Zitat von wocki:
... Frauen werden zunehmend abweisender und zickiger und wollen alles und jedes dominieren, ohne kompetent dafür zu sein.
Komisch, solche Erfahrungen konnte ich bisher nicht machen, ob das an mir liegt? Dass Dominanz (egal von wessen Seite) irgendwelche Kompetenzen voraussetzen würde, scheint mir nun allerdings eine echt neue Erkenntnis zu sein.
 
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  • #45
Eigentlich wollt ich wocki ja schreiben: «Du hast aber merkwürdige Autoritäten …». Aber equi ist richtig gut drauf heute, auch zitatologisch; da lass ich das bleiben.
 
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  • #47
AW: Über 50 und noch eine Chance auf einen Partner/Partnerin?

Wenn man jemandem anböte, er könne heute schon aussehen wie in zehn Jahren, dürften die wenigsten annehmen. Wenn man jemandem anböte, heute wie vor zehn Jahren auszusehen, dürfte das für die meisten eine weniger starke Horrorvorstellung sein. Also abgesehen von denen, die eine radikale Schlankheitskur gemacht haben oder sich stark für ihre damalige Frisur schämen.
Das heißt nicht, dass die meisten unzufrieden mit ihrem Körper sein müßten.
Und es heißt auch nicht, dass 55jährige, die keine 25jährigen als Partnerinnen suchen, sich das nur versagen, weil sie wissen, dass ihre Chancen gering sind, und deswegen mit dem Zwei- oder Drittbesten Vorlieb nehmen müssen.
Auf der anderen Seite ist eine Vorliebe eines 55jährigen für 25jährige Frauen weder eine Krankheit noch klares Symptom einer Krankheit.

Ich nehme zur Kenntnis, dass die Perspektive der natürlichen Norm sehr verlockend ist. Denn da ist die Diskussion ja wieder angelangt. Weshalb wählt man die, anstatt derjenigen von Angebot und Nachfrage? Weswegen geht es weniger darum, was in welchem Maße aussichtsreich ist, als darum, welche Wünsche normal, richtig und erlaubt sind? Wer einen Partner sucht und einigermaßen zahlreiche Begegnungen hat und keinen Partner findet, ist das angemessen so auszuwerten, dass die ganzen Kandidaten unerlaubte und schlechte Wünsche haben? Oder ist es so, dass man selbst unerlaubte und schlechte Wünsche hat? Oder eben, dass die eigenen Wünsche und diejenigen vieler Kandidaten nicht gut zusammenpassen? Geht es darum, dass mal jeder seine Vorlieben überdenken soll, und derjenige, dessen Vorlieben sich mehr als “mainstream” sind, damit ein Argument hat, sie nicht zu ändern, aber zu fordern, dass die anderen, deren Vorlieben weniger “mainstream” sind, ihre ändern sollen? Und wie ist es, wenn die angenommene Norm gerade deutlich von der faktischne Häufigkeit differiert, wie ja ständig zu lesen ist? Kehrt sich das Verhältnis dann um?
Fragen über Fragen.

Ob die Menschen im allgemeinen oder die Frauen im besonderen oder die Männer im besondere immer schlechter werden, weiß ich nicht. Ich traue mir aber die Fähigkeit zu, nahezu jeden, der da mit einer schnellen Meinung daherkommt, als mindestens ebenso ahnungslos dastehen lassen zu können.

Ich denke, in den letzten Beiträgen wurde viel vermischt.

@Clara: danke! :)
 
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  • #48
AW: Wünscjhen kann man viel

Zitat von wocki:
.... In dieser Traumwelt, behaupte ich mal, sind "fast alle" 57-jährigen krank ;-) ... Aber es werden sich jetzt sicher einige Gutmenschen finden, die hierzu beteuern, dass sie einem alten Körper einen jungen vorziehen... wegen Lebenserfahrung und so. ....
Ich (w, 54) habe hier und anderenorts etwa ein Jahr nach einem neuen Partner gesucht. Dates hatte ich mit zwei Ausnahmen (64 bzw. 46 Jahre) ausnahmslos mit Männern die bis 3 Jahre jünger (die Mehrheit) oder älter waren als ich - also etwa gleich alt. Jetzt bin ich seit einem halben Jahr mit einem eben solchen (18 Monate jünger) zusammen.

Alle diese Männer, mit Ausnahme des Älteren erklärten mir, dass Alter für sie kein vorrangiges Selektionskriterium sei, sie aber eine etwa gleichalte Partnerin bevorzugen würden. Die Gründe rangierten von "wäre mir zu anstrengend" über "gleicher Erfahrungshorizont (z.B. bei Musik)" bis zu Partnerschaftlichkeit. Kann sein, dass die alle krank waren. Mir kamen sie doch sehr normal vor. Dass ich nur solche Männer getroffen habe hat natürlich mit der entsprechenden Vorselektion auf beiden Seiten zu tun. Es wäre wohl gar nicht erst zu einem Date mit einem Mann gekommen, der das anders sieht.

Es gibt ja keinen Zweifel, dass Jugendlichkeit in unserer Gesellschaft als attraktiv bewertet wird. Es ist aber einerseits nicht das alleinige Kriterium für Attraktivität (genauso wie Schlankheit). Eine junge Schlanke mit mürrischem Gesicht und unweiblichen Proportionen ist nach meiner Beobachtung für Männer weniger attraktiv als eine wohlgeformte Dralle mit hübschem Lächeln. Und andererseits ist Attraktivität nur eines unter vielen Kriterien in der Partnerwahl. Je mehr man natürlich eine(n) Partner(in) als Statussymbol betrachtet, desto wichtiger ist Äußeres, also jedenfalls rein äußerlich betrachtet...

Zitat von wocki:
.... was an Lebenserfahrung im Alter dazu kommt (wenn überhaupt), gleicht sich durch Frustration zumeist mehr als aus. ...
Von welcher Frustration sprichst du denn hier?

Zitat von wocki:
... "arme sau" emfinde ich als beleidigend; auch dass man "krank" sein soll, wenn man Phantasien äußert empfinde ich kränkend. ...
Naja, wer austeilt sollte auch einstecken können. Wenn ich recht erinnere kam das "krank" Argument ja zuerst von dir.

Zitat von wocki:
... Im Grunde genommen wird die Situation mit zunehmendem Alter sicher nicht einfacher; darüber sollte man sich keine Illusionen machen. Auch in jungen jahren ist es schwieriger geworden; ich beobachte das bei meinem Sohn. -- Die Frauen werden zunehmend abweisender und zickiger und wollen alles und jedes dominieren, ohne kompetent dafür zu sein. ...
Nun ja, wer seine(n) Partner(in) vornehmlich nach äußeren Kriterien auswählt, darf sich natürlich nicht wundern, wenn dann die inneren Werte fehlen. ;-)

C.
 
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  • #51
AW: Wünscjhen kann man viel

Wir brauchen wieder mehr Bolzplätze. Gerade zum WM-Zeiten kann das nicht oft genug betont werden!

Zitat von carlo:
Alle diese Männer, mit Ausnahme des Älteren erklärten mir, dass Alter für sie kein vorrangiges Selektionskriterium sei, sie aber eine etwa gleichalte Partnerin bevorzugen würden.
Meiner Vermutung nach ist das Alter nach dem Geschlecht das poplärste Selektionskriterium. Ob man dabei einen sehr viel jüngeren, bißchen jüngeren, gleichaltrigen, bißchen älteren oder sehr viel älteren Partner bevorzugt, ist dann eine andere Sache. Aber die wenigsten dürften den Altersfilter gänzlich offen lassen.
Viele dürften sich explizit Gedanken machen, welche Alterskohorte sie bevorzugen und aus welchen Gründen. Viele machen sich da vielleicht auch wenig Gedanken und landen trotzdem bevorzugt innerhalb derselbe Gruppe. Man muß ja nicht immer alles so genau wissen, wofür man empfänglich ist. Und oftmals ist es auch einfach die Üblichkeit, die für alles weitere sorgt.
Ein Anlaß zur Reflexion könnte für viele gegeben sein, wenn sie bemerken, wenn ihnen abweichende Alterspräferenzen anderer ein Dorn im Auge sind.
Es könnte ja tatsächlich interessant sein, Gründe für ein bevorzugtes Alter auszutauschen. Meiner Forumserfahrung hier nimmt das aber vergleichsweise wenig Raum ein. Der Schritt wird insbesondere bei dieser Thematik oft schnell übersprungen und gleich zum beurteilen und pathologisieren übergegangen.

Kann sein, dass die alle krank waren.
...
Naja, wer austeilt sollte auch einstecken können. Wenn ich recht erinnere kam das "krank" Argument ja zuerst von dir.
Ich glaub, das ist bloß ein Mißverständnis von Wockis Kommentierung der (nicht von ihm stammenden) Krankdiagnose.
 
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  • #52
Wünschen kann man sich viel

Zitat von carlo:
Naja, wer austeilt sollte auch einstecken können. Wenn ich recht erinnere kam das "krank" Argument ja zuerst von dir.
C.
Liebe Carlo!

Das Wort "krank" kam zuerst von mir allerdings schrieb ich:
Für mich ist ein 57 Jähriger, der sich eine 25 jährige wünscht, eher krank...
Da kann ich nichts dafür, dass Wocki sich dazu zählt.

Ich habe das Wort "krank" gewählt - weil ich - wenn ich mir einen 57jährigen Mann vorstelle, der sich nach einer 25jährigen Frau sehnt - den Gedanken habe - "das könnte seine Tochter sein".
Das fühlt sich nicht normal (gesund) an.

Zitat von carlo:
...
Alle diese Männer, mit Ausnahme des Älteren erklärten mir, dass Alter für sie kein vorrangiges Selektionskriterium sei, sie aber eine etwa gleichalte Partnerin bevorzugen würden. Die Gründe rangierten von "wäre mir zu anstrengend" über "gleicher Erfahrungshorizont (z.B. bei Musik)" bis zu Partnerschaftlichkeit. Kann sein, dass die alle krank waren. Mir kamen sie doch sehr normal vor. Dass ich nur solche Männer getroffen habe hat natürlich mit der entsprechenden Vorselektion auf beiden Seiten zu tun. Es wäre wohl gar nicht erst zu einem Date mit einem Mann gekommen, der das anders sieht.

Es gibt ja keinen Zweifel, dass Jugendlichkeit in unserer Gesellschaft als attraktiv bewertet wird. Es ist aber einerseits nicht das alleinige Kriterium für Attraktivität (genauso wie Schlankheit). Eine junge Schlanke mit mürrischem Gesicht und unweiblichen Proportionen ist nach meiner Beobachtung für Männer weniger attraktiv als eine wohlgeformte Dralle mit hübschem Lächeln. Und andererseits ist Attraktivität nur eines unter vielen Kriterien in der Partnerwahl. Je mehr man natürlich eine(n) Partner(in) als Statussymbol betrachtet, desto wichtiger ist Äußeres, also jedenfalls rein äußerlich betrachtet...
C.
Das hast du schön geschrieben.
Ja - bzgl. Attraktivität - es ist einfach die individuelle Ausstrahlung ausschlaggebend.
Jeder definiert oder empfindet sie anders.
Ist nicht unbedingt am "Alter" gebunden, hat viele Faktoren...
 
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  • #53
AW: Wünscjhen kann man viel

Zitat von Heike:
... Meiner Vermutung nach ist das Alter nach dem Geschlecht das poplärste Selektionskriterium...
Ich hatte ja nur meine Erfahrungen geschildert. Und die sagen ja auch, dass nach Alter selektiert wird. Eben nur, dass die Männer die ich getroffen habe, alle eher nach gleichem Alter zu suchen vorgaben.

C.
 
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  • #54
AW: Wünscjhen kann man viel

Zitat von Blanche:
Das Wort "krank" kam zuerst von mir allerdings schrieb ich:

Da kann ich nichts dafür, dass Wocki sich dazu zählt.
Naja, man muß doch nicht unbedingt zu einer diskriminierten Gruppe dazuzählen, um eine Diskriminierung zu kommentieren.

Ich habe das Wort "krank" gewählt - weil ich - wenn ich mir einen 57jährigen Mann vorstelle, der sich nach einer 25jährigen Frau sehnt - den Gedanken habe - "das könnte seine Tochter sein".
Das fühlt sich nicht normal (gesund) an.
Krankheit hat doch etwas damit zu tun, ob der Betreffende selbst auf eine bestimmte Weise funktional und in seinem Befinden gestört ist. Wenn jemand beim Segelturn voll abgeht und sich dir aber, als du das Urlaubsvideo davon siehst, der Magen umdreht - dann ist doch nicht ihm übel, sondern dir.
Und was meinst du mit "normal": so etwas wie "üblich" oder eher etwas wie "soll von Natur aus so sein"?
 
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  • #55
Wünschen kann man sich viel

Zitat von Heike:
Naja, man muß doch nicht unbedingt zu einer diskriminierten Gruppe dazuzählen, um eine Diskriminierung zu kommentieren.
Die Frage ist - war mein Kommentar eine Diskriminierung?
Nein - es war meine persönliche Empfindung.
(Hast es mit deiner Segelbeschreibung auch als Empfindung beschrieben).

Zitat von Heike:
Und was meinst du mit "normal": so etwas wie "üblich" oder eher etwas wie "soll von Natur aus so sein"?
Der Duden meint bzgl. normal:
a. der Norm entsprechend; vorschriftsmäßig
b. so [beschaffen, geartet], wie es sich die allgemeine Meinung als das Übliche, Richtige vorstellt
c. (umgangssprachlich) normalerweise

2.(veraltend) in [geistiger] Entwicklung und Wachstum keine ins Auge fallenden Abweichungen aufweisend

Ich wähle 1a) b) und c).

Möchte mich nicht auf einen Punkt festlegen.
 
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  • #56
AW: Wünschen kann man sich viel

Liebe Blanche,

Zitat von Blanche:
... Ich habe das Wort "krank" gewählt - weil ich - wenn ich mir einen 57jährigen Mann vorstelle, der sich nach einer 25jährigen Frau sehnt - den Gedanken habe - "das könnte seine Tochter sein".
Das fühlt sich nicht normal (gesund) an. ... ...
Hm, das kann ich so nicht finden. Ich finde, junge Männer können durchaus sehr attraktiv sein. (Also es gibt diese jugendliche Attraktivität, die mit dem Alter verloren geht, Genauso gibt es für mich eine Attraktivität der Lebenserfahrung, die erst mit dem Alter wächst.) Ich habe nur nicht die Vorstellung, mit jungen Männern eine Beziehung haben zu wollen. Wäre ich noch Solo und es ergäbe sich, würde ich schon mit einem jungen Mann ins Bett gehen. Keine Ahnung, ob sich daraus eine "ernsthafte" Beziehung ergeben könnte....

C.
 
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  • #57
AW: Wünschen kann man sich viel

Zitat von Blanche:
Die Frage ist - war mein Kommentar eine Diskriminierung?
Nein - es war meine persönliche Empfindung.
(Hast es mit deiner Segelbeschreibung auch als Empfindung beschrieben).
Eben nicht. Beim Segelbeispiel ist die Empfindung des erwähnten Zuschauers Übelkeit. Aber ihm ist übel. Nicht unbedingt auch dem, den er da im Video sieht. Der Schluß von der eigenen Übelkeit beim Ansehen des Videos darauf, daß dem, der im Video zu sehen ist, übel ist, geht eben fehl.
Und zu sagen "der ist krank" ist eben etwas anderes als wenn einem selbst übel ist.
Entsprechend deine Krankheitsdiagnose. Wenn du dich unwohl fühlst, wenn ein anderer eine Präferenz für jüngere Partner hat, ist es dein Unwohlsein. Daraus auf eine Krankheit bei ihm zu schließen, geht fehl.
Und man kann natürlich jede Diskriminierung als "ich hab doch nur meine Empfindung ausgedrückt" verkaufen. Eine hier häufig anzutreffende Ausrede. Das ist aber doch eher untere Schublade. Und die bin ich von dir hier ja nicht so gewöhnt.

Der Duden meint bzgl. normal:
a. der Norm entsprechend; vorschriftsmäßig
b. so [beschaffen, geartet], wie es sich die allgemeine Meinung als das Übliche, Richtige vorstellt
c. (umgangssprachlich) normalerweise

Ich wähle 1a) b) und c).

Möchte mich nicht auf einen Punkt festlegen.
Also in etwa so, wie es nicht normal ist (in unserem Breiten), dunkle Hautfarbe zu haben, gleichgeschlechtliche Partner zu präferieren usw.?
Hinsichtlich a) würde mich interessieren, welche Vorschrift du meinst, also wo die steht. Im bürgerlichen Gesetzbuch ja nicht. Steht die sozuagen im Buch der Natur?
 
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  • #58
AW: Wünschen kann man sich viel

Zitat von carlo:
Hm, das kann ich so nicht finden. Ich finde, junge Männer können durchaus sehr attraktiv sein. (Also es gibt diese jugendliche Attraktivität, die mit dem Alter verloren geht, Genauso gibt es für mich eine Attraktivität der Lebenserfahrung, die erst mit dem Alter wächst.) Ich habe nur nicht die Vorstellung, mit jungen Männern eine Beziehung haben zu wollen. Wäre ich noch Solo und es ergäbe sich, würde ich schon mit einem jungen Mann ins Bett gehen. Keine Ahnung, ob sich daraus eine "ernsthafte" Beziehung ergeben könnte....
C.
Natürlich können 25 jährige attraktiv sein!
Vielleicht habe ich mich da unglücklich ausgedrückt - ich meine, dass es "für mich" nicht normal wäre eine "ernsthafte" Beziehung (mit einem solch hohen Altersunterschied) haben zu wollen bzw. es als "Wunschgedanken" nicht haben könnte.

Große Altersunterschiede in einer Beziehung - das kann im Einzelfall funktionieren.
Habe es im RL nur selten erlebt, dass diese Beziehung ausgewogen & ausgeglichen war (mein subjektives Empfinden).
Wobei ich kein Paar persönlich kenne, das 32 Jahre auseinander liegt.
 
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  • #59
AW: Wünschen kann man sich viel

Zitat von Heike:
Eben nicht. Beim Segelbeispiel ist die Empfindung des erwähnten Zuschauers Übelkeit. Aber ihm ist übel. Nicht unbedingt auch dem, den er da im Video sieht. Der Schluß von der eigenen Übelkeit beim Ansehen des Videos darauf, daß dem, der im Video zu sehen ist, übel ist, geht eben fehl.
Und zu sagen "der ist krank" ist eben etwas anderes als wenn einem selbst übel ist.
Entsprechend deine Krankheitsdiagnose. Wenn du dich unwohl fühlst, wenn ein anderer eine Präferenz für jüngere Partner hat, ist es dein Unwohlsein. Daraus auf eine Krankheit bei ihm zu schließen, geht fehl.
Und man kann natürlich jede Diskriminierung als "ich hab doch nur meine Empfindung ausgedrückt" verkaufen. Eine hier häufig anzutreffende Ausrede. Das ist aber doch eher untere Schublade. Und die bin ich von dir hier ja nicht so gewöhnt.
So gesehen gebe ich dir recht und ändere hiermit meinen Satz von -
Für mich ist ein 57 Jähriger, der sich eine 25 jährige wünscht, eher krank...
Zu:
Wenn ein 57 jähriger, sich eine 25 jährige wünscht, wird mir übel.
(so ist es dann nicht mehr beleidigend? Oder?)

Liebe Heike, ich schätze deine Kommentare - und bin von deiner Sprachgewandtheit & Liebe zum Detail (vor allem bzgl. Definitionen) beeindruckt.
Ich habe diese nicht immer, benutze beim Schreiben hier im Forum die Wörter, die mir in den Sinn kommen.
Und bin da auch nicht unfehlbar.

Zu deiner Frage bzgl. wie ich a) definiere -
ich habe da an keine Vorschrift gedacht.
Spontan das Wort normal geschrieben. Mehr nicht ;-)
 
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  • #60
AW: Wünschen kann man sich viel

Zitat von Blanche:
So gesehen gebe ich dir recht und ändere hiermit meinen Satz von -
Für mich ist ein 57 Jähriger, der sich eine 25 jährige wünscht, eher krank...
Zu:
Wenn ein 57 jähriger, sich eine 25 jährige wünscht, wird mir übel.
(so ist es dann nicht mehr beleidigend? Oder?)
Je nach Kontext. Schau doch als Vergleich mal an Äußerungen wie "Wenn ein Mann einen Mann küßt, wird mir übel." oder "Wenn ich den Namen Blanche lese, wird mir übel."
Je nachdem, in welchem Kontext so eine Äußerung steht, ist sie diskriminierend und laut AGBs wohl auch verboten, oder nicht.
Wenn du ein Thema startest wie "Oje, mir wird übel, wenn ich einen 57jährigen sehe, der sich eine 25jährige zur Partnerin wünscht. Was kann ich tun gegen diese meine Phobie?" wäre das was anderes. - So aber scheint es von dir gerade nicht gemeint zu sein. Du möchstest nicht dein Übelkeitsempfinden als Problem verstanden wissen, sondern das, was dir da Übelkeit verschafft.

Zu deiner Frage bzgl. wie ich a) definiere -
ich habe da an keine Vorschrift gedacht.
Spontan das Wort normal geschrieben. Mehr nicht ;-)
Du merkst aber mit der Zeit schon, daß du dich im Denke und Sprache da ganz in den BAhnen bekannter üblicher Diskriminierungen wie beispielsweise von Homosexuellen bewegst, oder?
Natürlich, so ganz "spontan" geschrieben. Da hat keiner groß vorher nachgedacht. Man hat Parolen gehört: "nicht normal, krank" usw., und dann gibt man die halt wieder.
Aber vielleicht ist es dann mal Zeit, drüber nachzudenken.
Und nicht einfach nur zu sagen: "Ach, ich drücke ja nur meine Empfindung aus. Und nach meiner ganz persönlichen Empfindung sind Schwarze, Homosexuelle und Männer, die deutlich jüngere Partnerinnen suchen, halt nicht ganz normal im Kopp, krank und überhaupt A.schlöcher. Und damit diskriminiere und beleidige ich niemand. Weil ich sage ja nicht, daß die A.schlöcher sind, sondern ich drücke nur meine ganz persönliche subjektive Empfindung aus, daß die A.schlöcher, krank und das ENde der Menschheit sind."