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  • #121
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von Raphaela:
Liebe Carlo,
PS:
Ist Dir aufgefallen, dass sich "nur" drei Männer in diesem Thread geäußert haben? Dies ist "kein typisches Männerthema": Männer gehen für gewöhnlich keine Beziehung ein, wenn Sie mit allzu großen Problemen konfrontiert werden. Sie wollen, dass ihre Bedürfnisse erfüllt werden, wollen "siegen". Aus welchem Grund meinen eigentlich Frauen, dass sie "immer alles verstehen" müssen?

Den drei Männern, die sich hier so differenziert und wohlwollend geäußert haben, unterstelle ich jetzt einfach mal eine gewisse Beziehungsreife. Ein Mann, der diese Reife hat, ist auch in der Lage, ein FÜR IHN einfaches Problem unkompliziert und rational zu lösen.
Da ist was dran. Wenn ich mit ihr summa summarum unglücklicher bin als ohne sie, dann ist der Fall eigentlich klar... und sie hätte ich ja auch die Chance eine Frau kennenzulernen, mit der ich glücklicher werde als allein.
Die große Frage dabei ist, wie man das "bilanziert". Was wird wie gewichtet. Wo sind die persönlichen Grenzen, wann ist Alarm und wann ist endgültig Schluss mit lustig.

Gerade darüber versuche ich mir immer noch klar zu werden.

Ihr kennt ja sicher Fipsi Röslers Frosch-Gleichnis....

Aller Anfang ist schwer und eine tragfähige Beziehung baut sich nicht einfach von ganz allein. Es müssen aber beide erkennbar mitbauen bzw. mitbauen wollen. Außerdem sollte Konsens darüber bestehen, was das Ziel ist. So wie ich Carlo verstehe sind beide noch nicht an dem Punkt, an dem sie gemeinsam entschieden haben, dass sie zusammen sind. Sie sind ja noch dabei, einander zu zeigen und zu beschnuppern.
 
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Sid_geloescht

  • #122
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von winzling:
Warum gesteht hier eigentlich jeder nur sich selbst ein gewisses Entwicklungspotenzial zu? Bzw. warum wird das dem jeweils Abwesenden völlig abgesprochen? Es reicht nicht zu wissen, was man will, man muss das auch klar rüberbringen. Erkennen und erkennen lassen, wer dazu die Wiki braucht, ist blind oder zumindest sehschwach. Und sehr unsicher. Aber es liegt ja eh am Gegenüber, da ist's auch wurscht, wer von beiden besser oder überhaupt gucken kann.
Hi,
also ich gestehe nicht nur mir, rsp. eigener Person zu.
Jeder kann, der mag. Aber nur, wenn er selbst mag. Und ich muß und will deutlich machen. Deutlich deutlich. Aber ich kann nicht machen für den Anderen. Oder machen, daß der Andere machen will. Und wenn jemand nicht machen will, kann ich nichts machen. Faultierprotest gegen "jeder hier".
 
W

winzling_geloescht

  • #123
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von Sid:
Hi,
also ich gestehe nicht nur mir, rsp. eigener Person zu.
Jeder kann, der mag. Aber nur, wenn er selbst mag. Und ich muß und will deutlich machen. Deutlich deutlich. Aber ich kann nicht machen für den Anderen. Oder machen, daß der Andere machen will. Und wenn jemand nicht machen will, kann ich nichts machen. Faultierprotest gegen "jeder hier".
Faultierprotest angenommen :-D. Seh ich genauso. Woher aber nimmst du die Sicherheit, dass Carlos Partner nicht machen will? Ich bin mir da eben gar nicht so sicher. Weil Carlo so abwartend im seichten Schongang fährt, so überaus behutsam, dass ich die Klarheit da ebenso wenig finden kann wie sie. Die fehlt. Und er sucht sie ja möglicherweise auch und findet sie nicht. Also die Klarheit, die deutlich macht. Nicht nur ihm, sondern auch ihr. Und das möglichst früh. But better late than never, dear. Lemminggruß.
 
S

Sid_geloescht

  • #124
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von winzling:
Faultierprotest angenommen :-D. Seh ich genauso. Woher aber nimmst du die Sicherheit, dass Carlos Partner nicht machen will? Ich bin mir da eben gar nicht so sicher. Weil Carlo so abwartend im seichten Schongang fährt, so überaus behutsam, dass ich die Klarheit da ebenso wenig finden kann wie sie. Die fehlt. Und er sucht sie ja möglicherweise auch und findet sie nicht. Also die Klarheit, die deutlich macht. Nicht nur ihm, sondern auch ihr. Und das möglichst früh. But better late than never, dear. Lemminggruß.
Danke...Nu muß ich überlegen. Möglicherweise fliessen da eigene Erfahrungen ein. Das wäre dann unpräzise. Ist aber gut möglich. Da kann ich rigid werden.
Aber vielleicht macht mich auch die Sprachlosigkeit sicher. Da hätte ich bereits Sorge, eine gemeinsame Sprache finden zu können. Und wenn ich Unklarheit als Reaktion auf Unklarheit verstehe, habe ich ja immer noch das Problem, daß ich mit Neigung zu Reaktion zu tun habe. Das nimmt mir etwas Zuversicht bzgl.Entwicklung von Intentionalität.
 
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  • #125
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von winzling:
Warum gesteht hier eigentlich jeder nur sich selbst ein gewisses Entwicklungspotenzial zu? Bzw. warum wird das dem jeweils Abwesenden völlig abgesprochen?
Davon lese ich nichts. Der "Typ" von Carlo kann dieses Entwicklungspotential meinetwegen haben, aber er zeigt es nicht Carlo und das zählt, nichts anderes. Bisher habe ich jedenfalls nichts gelesen, dass es was neues von ihm gibt, bzw. das er sich bei Carlo wieder gemeldet hat, oder habe ich was verpassst?

Dieses Nicht-Melden, nie mehr melden, passt genau zu den Erfahrungen, die ich gemacht hatte. Ich habe dann an meiner Entwicklung gearbeitet, mich intensiv mit solchen Verhaltensweisen von Männern/Menschen befasst, reflektiert, gelernt, an mir gearbeitet.

Letztendlich kann und sollte nur für sich jeder sprechen/schreiben.
 
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  • #126
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von winzling:
Woher aber nimmst du die Sicherheit, dass Carlos Partner nicht machen will? Ich bin mir da eben gar nicht so sicher.
Wie bitte? Carlos "Partner"? Das ist kein Partner, wer sich so bezeichnen lassen will, muss erstmal partnerschaftliches Verhalten zeigen und hatten die Beiden überhaupt eine feste Beziehung? Die waren doch erst in der Kennenlernphase, oder nicht?

Egal ob Kumpel, Freund, Kollegin, Liebhaber, Nachbar usw., wer sich respektlos verhält und normale zwischenmenschliche Verhaltensweisen, wie Verbindlichkeit, Respekt, klare Kommunikation usw. nicht zeigt, der will es nicht, weil er an dem Anderen kein Interesse hat, oder er/sie kann es nicht. Spielt keine Rolle. Mit solchen Energievampiren möchte ich privat nichts zu tun haben.

Letztendlich frage ich mich, wie du dir sicher sein könntest, dass der Typ von Carlo doch mehr will?
 
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winzling_geloescht

  • #127
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von Sid:
[...]Aber vielleicht macht mich auch die Sprachlosigkeit sicher. Da hätte ich bereits Sorge, eine gemeinsame Sprache finden zu können. Und wenn ich Unklarheit als Reaktion auf Unklarheit verstehe, habe ich ja immer noch das Problem, daß ich mit Neigung zu Reaktion zu tun habe. Das nimmt mir etwas Zuversicht bzgl.Entwicklung von Intentionalität.
Sprachlosigkeit in unklaren Situationen verstärkt unangehme Gefühle auf beiden Seiten. Wobei ich ihn so sprachlos eben gar nicht finde, um bei dieser Situation hier zu bleiben. Er antwortet ja beispielsweise auf Textnachrichten sehr zeitnah und wohl durchaus zugewandt und er ist es auch, der über den Tag immer wieder auf sein Handy geschaut hat, was sicher nichts mit dem ansprechenden Design desselben zu tun hatte. Da kann man schon mal unsicher werden, wenn die Nachricht kommt, sie wär jetzt auf dem Festnetz erreichbar. Ist eher information als Bitte, finde ich.

Er möchte Hobbys und Freundschaften auch weiterhin pflegen, sagt er. Da kann ich mich einklinken oder mach in dieser Zeit was anderes, was mir Spaß macht. Und treffe rechtzeitig klare Absprachen, wenn ich mir Zweisamkeit wünsche. Damit Horst, Willi und all die anderen an eben diesem Wochenende mit möglichen Anliegen eben nicht zuallererst auf ausgerechnet meinen Partner zurückgreifen. Und wenn er bei mir mehr Baustellen sähe als bei sich, dann ließe ich mir die für mich nachvollziehbar von ihm erklären, das ist mit ganz viel Sprache verbunden. Da fänd ich ja nicht nur mehr über mich heraus, sondern eben auch über ihn. Was ich damit dann anfange und wie ich darauf reagiere, ist wieder eine ganz andere Frage.

Für mich erstaunlich übrigens, auch weil ich mich an seiner Stelle darauf gar nicht eingelassen hätte, dieses Wegbringen vor dem Morgengrauen. Passt aber zum tunlichen Vermeiden des Vorstellens als (neuen) Partner. Da muss ihm doch schon wirklich viel an ihr gelegen haben, um diese Demütigung in Kauf zu nehmen. Würde mir solch ein Vorschlag von jemandem unterbreitet, zöge ich ganz klar die Reißleine. Da wär meine Zuversicht weg. So sehr ich Carlo hier schätze, aber an dieser Stelle hätte ich als Mann mich von ihr verabschiedet und ihr alles Gute für ihre Zukunft, die mit meiner nichts mehr zu tun hätte, gewünscht.
 
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Sid_geloescht

  • #129
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

@winzling

Spannend Dein Blick. Da könnte ich lernen.
Und frage mich, ob mein Blick die Mannifindung verunmöglicht.
Ich fürchte fast.
Vielleicht sollte ich das mal endlich akzeptieren.
Und auch die Suche einstellen. Solange es ist, wie es ist.
Hm. Nachdenklicher Faultiergruß.
 
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  • #131
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von winzling:
Für mich erstaunlich übrigens, auch weil ich mich an seiner Stelle darauf gar nicht eingelassen hätte, dieses Wegbringen vor dem Morgengrauen. Passt aber zum tunlichen Vermeiden des Vorstellens als (neuen) Partner. Da muss ihm doch schon wirklich viel an ihr gelegen haben, um diese Demütigung in Kauf zu nehmen. Würde mir solch ein Vorschlag von jemandem unterbreitet, zöge ich ganz klar die Reißleine. Da wär meine Zuversicht weg. So sehr ich Carlo hier schätze, aber an dieser Stelle hätte ich als Mann mich von ihr verabschiedet und ihr alles Gute für ihre Zukunft, die mit meiner nichts mehr zu tun hätte, gewünscht.
Wegbringen vor dem Morgengrauen? Was habe ich da überlesen, ich wäre dankbar, wenn mich kurz jemand aufklärt?

Vielleicht sollte man auch nicht so viel Tam Tam um die Sache machen. Carlo ist eine schöne kurze Zeit mit einem Mann zusammen gegangen und jetzt haben Beide gemerkt, dass er für den nächsten Schritt nicht reicht, bei wem auch immer und warum auch immer. Es passt halt nicht. Das ist halt manchmal so und der, der es kann, kann für sich reflektieren, wo die Gründe lagen und wo nicht.

Das Carlos noch so dran hängt, kann ich nachvollziehen. Mir ging es auch so, dass ich mit meiner Bekanntschaft super schöne Sachen erlebt habe, der Sex war super, er war 80% ein toller Typ, aber... mit seiner Egozentrik, sein Mamasöhnchen-Syndrom, seinem Ausweichen usw. hat er mit dem Hintern alles eingerissen, was er ansonsten an positivem für mich hatte. Schade, wirklich schade.
 
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  • #132
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von winzling:
... Er antwortet ja beispielsweise auf Textnachrichten sehr zeitnah und wohl durchaus zugewandt ... .
Das stimmt, das hat er in der Werbepahse gemacht und auch später, wenn nicht in der gleichen Qualität.

Jetzt war aber doch das Problem, dass er gar nicht oder unwirsch antwortete....

Es ist wohl sehr schwer, etwas Emotionales wie einen Beziehungsanfang mit hunderten von Textnachrichten, Dutzenden Telefonaten, diversen Treffen inclusive einem halbem Dutzend Nächte treffend und vor allem umfassend in ein paar Posts zu pressen. Es schiene mir daher ratsam nochmal nachzufragen, bevor man sich so sicher ist, wie jemand tickt, über den man jemand Drittes in emotionaler Aufruhr hat schreiben lesen.

Stellt sich die Frage, warum ansonsten reflektierte Leute immer wieder in diese Falle tappen.

Euch allen ein schönes Wochenende!

Carlo

P.S. Diese Diskussion hier hat für mich jetzt nicht mehr so viel mit meinem Ausgangsthema zu tun; ich fühle mich daher nicht mehr verantwortlich hier zu folgen und nehme mir die Freiheit hier noch zu posten, wie jede(r) andere auch - aber nicht mehr. - Danke für euer Verständnis.
 
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  • #133
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von winzling:
Sprachlosigkeit in unklaren Situationen verstärkt unangehme Gefühle auf beiden Seiten. Wobei ich ihn so sprachlos eben gar nicht finde, um bei dieser Situation hier zu bleiben. Er antwortet ja beispielsweise auf Textnachrichten sehr zeitnah und wohl durchaus zugewandt und er ist es auch, der über den Tag immer wieder auf sein Handy geschaut hat, was sicher nichts mit dem ansprechenden Design desselben zu tun hatte. Da kann man schon mal unsicher werden, wenn die Nachricht kommt, sie wär jetzt auf dem Festnetz erreichbar. Ist eher information als Bitte, finde ich.

Er möchte Hobbys und Freundschaften auch weiterhin pflegen, sagt er. Da kann ich mich einklinken oder mach in dieser Zeit was anderes, was mir Spaß macht. Und treffe rechtzeitig klare Absprachen, wenn ich mir Zweisamkeit wünsche. Damit Horst, Willi und all die anderen an eben diesem Wochenende mit möglichen Anliegen eben nicht zuallererst auf ausgerechnet meinen Partner zurückgreifen. Und wenn er bei mir mehr Baustellen sähe als bei sich, dann ließe ich mir die für mich nachvollziehbar von ihm erklären, das ist mit ganz viel Sprache verbunden. Da fänd ich ja nicht nur mehr über mich heraus, sondern eben auch über ihn. Was ich damit dann anfange und wie ich darauf reagiere, ist wieder eine ganz andere Frage.

Für mich erstaunlich übrigens, auch weil ich mich an seiner Stelle darauf gar nicht eingelassen hätte, dieses Wegbringen vor dem Morgengrauen. Passt aber zum tunlichen Vermeiden des Vorstellens als (neuen) Partner. Da muss ihm doch schon wirklich viel an ihr gelegen haben, um diese Demütigung in Kauf zu nehmen. Würde mir solch ein Vorschlag von jemandem unterbreitet, zöge ich ganz klar die Reißleine. Da wär meine Zuversicht weg. So sehr ich Carlo hier schätze, aber an dieser Stelle hätte ich als Mann mich von ihr verabschiedet und ihr alles Gute für ihre Zukunft, die mit meiner nichts mehr zu tun hätte, gewünscht.
Winzling ich empfinde Deine Beiträge gerade als sehr angenehm. Du kannst es gut beschreiben. Sie sind wohlwollend für Carlo gemeint. Ich kann mich da gut anschließen. Danke.
 
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winzling_geloescht

  • #134
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von Sid:
@winzling

Spannend Dein Blick. Da könnte ich lernen.
Und frage mich, ob mein Blick die Mannifindung verunmöglicht.
Ich fürchte fast.
Vielleicht sollte ich das mal endlich akzeptieren.
Und auch die Suche einstellen. Solange es ist, wie es ist.
Hm. Nachdenklicher Faultiergruß.
Sid, ich weiß es doch auch nicht. Ich seh nur Carlos Ringen und das in der kurzen Zeit meines Schreibens hier zum, ich glaub, vierten Mal. Solche Kurzzeitbeziehungen (bisher von mir "Affairen" genannt, danke Pit) sind mir halt nur in einem Alter passiert, über das meine jüngsten Kinder inzwischen schon ziemlich hinaus sind, in dem man eben noch extrem auf der Suche nach sich selbst ist. Hab ich selbst also schon seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt, was ja für die Zukunft nichts ausschließt, aber eben eher nicht vorstellbar für mich selbst ist. Und da ich Carlo hier als sehr angehm empfinde, denk ich da etwas mehr drüber nach, es ist so schade, verstehst du?

Und ich seh hier eben erst mal nur die holprige Kommunikation, und frag mich, ob das denn ein Trennungsgrund sein muss. Da geht doch noch was, wenn beide es wollen. Und ja, ein neuer Partner ist ein neuer Partner, ohne wenn und aber. Unabhängig davon, seit wann diese neue Partnerschaft besteht, das kann doch nicht der Maßstab für den Umgang miteinander sein.
 
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winzling_geloescht

  • #135
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Carlo, ich geh hier ganz bewusst das Risiko des Gefühls für dich, verletzt zu sein. Da kannst du mir jetzt auch böse sein, das ist okay. Vielleicht schaust du ja doch drauf, warum meine Gedanken das mit dir machen. Würde ich dir das nicht zutrauen, schriebe ich hier nichts. Ich bin zwar auch hierbei nicht sicher, schreibe es aber trotzdem. Weil, es könnte ja sein.
 
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  • #136
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von t.b.d.:
Da ist was dran. Wenn ich mit ihr summa summarum unglücklicher bin als ohne sie, dann ist der Fall eigentlich klar... und sie hätte ich ja auch die Chance eine Frau kennenzulernen, mit der ich glücklicher werde als allein.
Die große Frage dabei ist, wie man das "bilanziert". Was wird wie gewichtet. Wo sind die persönlichen Grenzen, wann ist Alarm und wann ist endgültig Schluss mit lustig.

Gerade darüber versuche ich mir immer noch klar zu werden.

Ihr kennt ja sicher Fipsi Röslers Frosch-Gleichnis....

Aller Anfang ist schwer und eine tragfähige Beziehung baut sich nicht einfach von ganz allein. Es müssen aber beide erkennbar mitbauen bzw. mitbauen wollen. Außerdem sollte Konsens darüber bestehen, was das Ziel ist. So wie ich Carlo verstehe sind beide noch nicht an dem Punkt, an dem sie gemeinsam entschieden haben, dass sie zusammen sind. Sie sind ja noch dabei, einander zu zeigen und zu beschnuppern.
Lieber t.b.d.,

jetzt habe ich dein Post hier doch noch gefunden...

Das sind ja genau die Fragen, die sich aus meiner Sicht stellen. Was nehme ich auf mich, um die Beziehung mit einem bestimmten Menschen zu „leben“. Wo stelle ich meine persönlichen Erwartungen und Wünsche auch mal zurück. (Darin steckt ja auch eine Menge persönliches Wachstum.) Wo sind die Grenzen, die ich nicht verändern kann?

Für mich geht im „normalen Leben“ alles mit dem Ziel los. Wenn ich das klar habe, ist es in der Regel „einfach“. Schwierigkeit bei unserem Thema hier ist für mich, dass sich die Zielsetzung bei Projektbeginn noch nicht so klar besprechen lässt. Auch hierzu gibt es ja mehrere Diskussionen. Und es scheint gerade in Liebesdingen so zu sein, dass wir eben sehr klare Erwartungshaltungen haben, die uns aber nicht so bewusst sind. (gilt jedenfalls für mich, daher der Thread.)

Dazu kommt, dass mindestens für mich in einer Beziehung etwas Neues entstehen sollte, das ich vorher noch nicht kennen kann. Ich weiß also eigentlich gar nicht, „wofür“ ich etwas auf mich nehme.

Und nicht zuletzt ist das ganze mit diesen teils wunderbaren großen Emotionen verbunden, die einem die klare Sicht auf die Dinge ganz schön vernebeln können.

Für mich ist das Ganze daher nicht rational lösbar. Und soll es auch nicht sein. Sicher ist es gut, sich in einer ruhigen Minute ein paar Gedanken dazu zu machen. Aber im „richtigen Leben“ muss ich mich verlieben und alles Rationale ein Stück zur Seite schieben, sonst geht´s wohl nicht.

LG
Carlo
 
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  • #137
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Liebe Carlo,
nun ist wieder fast eine Woche vergangen, seit dem vermasselten Sonntagstreffen.
Was ist denn zwischenzeitlich von seiner Seite aus gekommen? Oder auch von deiner Seite?
Wie ist der aktuelle Stand? Hab öfter mal an dich gedacht und mich gefragt, wie es denn wohl weiterging in dieser Woche......
 
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  • #138
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Hallo winzling,

danke für deine Mühe und Anregung. Darum schreibe ich ja hier, weil ich für mich auch Antworten suche.

Es ist übrigens nicht so, dass das nur Kindern im Teanageralter passiert. Es scheint da noch andere Zusammenhänge zu geben.


Zitat von winzling:
Und genau so schreibst du es nicht. Wir hatten diese Diskussion schon an anderer Stelle und es scheint ja nicht nur bei mir so anzukommen. Mal eine Anregung von mir an dich.

LG
Carlo
 
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  • #139
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Liebe Dreamerin,

vielen Dank für deine Nachfrage. Es geht mir gut, abgesehen von meiner dicken Schnupfennase. Die Woche war sehr voll mit Arbeit und Reisen - von daher "einfach".

"Wir" haben auch wieder zaghaften Kontakt miteinander aufgenommen. Mal sehen was wird. Ich bin immer noch unsicher, ob es ein Kommunikationsproblem ist, oder ob wir zu unterschiedliche Vorstellungen von Verbindlichkeit in einer "ernsthaften" Beziehung haben.

Dir ein schönes Wochenende.

Carlo
 
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  • #140
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von carlo:
D. Es schiene mir daher ratsam nochmal nachzufragen, bevor man sich so sicher ist, wie jemand tickt, über den man jemand Drittes in emotionaler Aufruhr hat schreiben lesen.

Stellt sich die Frage, warum ansonsten reflektierte Leute immer wieder in diese Falle tappen.
Eine Antwort darauf KÖNNTE sein, weil diese ansonsten so reflektierten Leute, nur auf Deine emotionale Aufruhr/Schreiben antworten können. Andere Informationen liegen uns sonst nicht vor. Wenn sich Deine emotionale Aufruhr gelegt hat, liegt es wohl am Threadersteller/in diese Emotionalität klarer darzustellen und mitzuteilen. Oder in der Emotionalität zu antworten, was der/die Reflektierte wohl für Dich "falsch" heraus gelesen hat. Dann können die reflektierten Leute nochmals darauf eingehen. Jedoch sollte dann die/der Threadsteller/in auch zitieren oder die Personen klar benennen. Dann können diese gezielt antworten, wie es gemeint sein könnte.Ggf. sich entschuldigen. Und ich glaube auch nicht, dass sich hier alle bei ihren Antworten sicher sind. Man antwortet hier auf das, was geschrieben wird. Sicher ist da nichts. Die Entscheidung, was Du annimmst und interpretierst liegt bei Dir, genauso was Du für Info´s freigibst. Letztendlich möchtest Du doch eine Lösung/Tipp und nicht die reflektierten Leute. Von daher fände ich das schön, wenn Du das auch berücksichtigen könntest. Auch die ansonsten reflektierten Leute sind nicht perfekt und können schonmal etwas übersehen. Und vielleicht spielt es ja auch manchmal noch eine Rolle, wer wem antwortet.Das ist doch auch ein Stück weit normal. Es gibt also immer viel zu berücksichtigen, für beide Seiten.

Ein schönes Wochenende Euch allen.
 
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  • #141
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Liebe Carlo,

gehe bewußt diesen Weg des wieder zart vorhandenen Kontaktes. ich glaube, du kannst es grad eh nicht anders. Dein Wunsch ist/ war zu groß, das wieder anzugehen.
Aber: im realen Leben seinen Weg mit Ziel zu beginnen, wie du es beschrieben hast, ist nicht richtig. Es wird dir nie gelingen, für zwei menschen ein gemeinsames Ziel festzulegen, dass deinen Erwartungen entspricht. Damit übergehst du nciht nur ihn, sondern auch dich selbst. Du solltest schon entwicklungsbezogen beobachten, schritt für Schritt langsam sich nähern. Ohne Erwartungen geht das für keinen von uns mehr. das ist mir klar. Aber halte dich zurück, ihm etwas zu überschreiben.
Das einizige Ziel, dass du dir stecken kannst, bleib dir selbst immer treu. und das scheint mir deine große Schwäche. Eine von meiner Seite verzeihbare Schwäche. Aber eine Kennenlernphase nimmt darauf keine Rücksicht, weil der andere einfach selbst schaut, was ihm am nächsten liegt, was er will. und wenn du nicht bei dir selbst bleibst, wird dich der andere übergehen oder sich wundern, wer du bist oder was du willst, wenn deine Grenzen, wünsche etc. nicht offen sichtbar sind. Dann kann er nicht anders als zu gehen, den Abstand zu vergrößern, sich nach etwas anderem (parallel) umzuschauen.
Ein ziel kann und sollte sein, Wünsche und gedanken anzusprechen, was man sich vom kennenlernen wünscht. Aber selbst der zeitpunkt ist schon wieder ein ganz eigener Schritt, kann sich bei jedem anders anfühlen. Vor allem möchte der eine darüber reden, der andere nicht - weil das Zusammensein oft viele Fragen obsolet macht.
Sei heiter, locker, freu dich auf ihn, aber fixier dich nciht auf ihn. Dein Leben hat mehr zu bieten.
Wie alt ist er eientlich? Darf ich das fragen? und du sprachst manchmal vom "Musiker"?
 
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winzling_geloescht

  • #142
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Carlo, ich verwende beim Darlegen meiner Gedanken nicht explizit den Konjunktiv, und wenn ich als Gedankenexperiment in eine Situation reingeh, dann bin ich da drin und ein Konjunktiv störte mich nur. Das darf dann also gern alles in Frage gestellt, widerlegt, verworfen werden. Allein deswegen schreib ich's hier ja hin. Ich lese deinen Wunsch nach dem Konjunktiv heraus, für mich bei Gesagtem/Geschriebenen eher äußere Form und oft hinderlich beim Denken, für dich inhaltlich von Belang, wie's scheint.
 
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  • #143
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von carlo:
"Wir" haben auch wieder zaghaften Kontakt miteinander aufgenommen. Mal sehen was wird. Ich bin immer noch unsicher, ob es ein Kommunikationsproblem ist, oder ob wir zu unterschiedliche Vorstellungen von Verbindlichkeit in einer "ernsthaften" Beziehung haben.
Das finde ich erstmal schön und der Rest wird sich dann entwickeln. Auch das ist etwas "ernsthaftes".
 
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  • #144
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von winzling:
(...) Für mich erstaunlich übrigens, auch weil ich mich an seiner Stelle darauf gar nicht eingelassen hätte, dieses Wegbringen vor dem Morgengrauen.
Hmmm, die geschilderte Situation hat auf mich ganz anders gewirkt. Ich fand das wohl mehr so aus der Notwendigkeit heraus improvisiert. Und zum Schmunzeln. - Wenn zwei nur wenig Zeit haben, muss doch auch so was mal möglich sein.

Wo ist das Problem ... ?
 
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  • #145
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Jou, Howlith,

die Formulierung sollte an der Stelle die hohe Verbindlichkeit von beiden Seiten unterstreichen.

Er hat es auf sich genommen, mich zu besuchen, obwohl das wieder eine kurze Nacht bedeutete. Ich habe damit auch ganz klar seine Stelle an meiner Seite den "anderen" gegenüber gezeigt, dass ich eben den Abend früher mit ihm verlassen habe und nicht mit ihnen später geflogen bin.

Der Dialog hier zeigt mir ein weiteres Mal, wie schwer Kommunikation sein kann, wenn man ganz unterschiedliche Muster im Kopf hat. Und wie leicht, wenn´s passt. ... Bloß weiß man es halt nie vorher...

Dir ein schönes Wochenende!

Carlo
 
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  • #146
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von winzling:
Carlo, ich verwende beim Darlegen meiner Gedanken nicht explizit den Konjunktiv, und wenn ich als Gedankenexperiment in eine Situation reingeh, dann bin ich da drin und ein Konjunktiv störte mich nur. Das darf dann also gern alles in Frage gestellt, widerlegt, verworfen werden. Allein deswegen schreib ich's hier ja hin. Ich lese deinen Wunsch nach dem Konjunktiv heraus, für mich bei Gesagtem/Geschriebenen eher äußere Form und oft hinderlich beim Denken, für dich inhaltlich von Belang, wie's scheint.

Ich hab noch einen ganz anderen Gedanken, allerdings gibt's hier leider keine Möglichkeit der Privatnachrichten. Ich frage mich, ob der frühe Verlust deiner Mutter etwas mit dem zu tun hast, was du aus meiner Sicht hier unverhältnismäßig oft durchlebst. Ich halte dich für klug genug, um dem zumindest einmal selbst nachzuspüren. Sobald du mir Kenntnisnahme signalisiert hast, lösch ich das wieder.
Hallo winzling,

das kann hier alles so stehen bleiben. Ich habe ja dieses lebensgeschichtliche Detail mit Absicht hier geschrieben und auch geschrieben, dass ich dem schon nachgegangen bin (was eine Verklausulierung von "professioneller Unterstützung" ist), und dass ich mich gerade wieder nach Zusammenhängen frage. Insoweit ist das alles schon da und gut.

Mir fällt halt bei deinen Posts immer wieder auf, dass du sehr bei dir bist. Das macht für mich das Dialogische schwer. Bei mir kommt dein Duktus so an dass, du die Regeln setzt und vorgibst, wie etwas zu sehen ist und wo jemand steht. Deine Sprache ist für mich oft wertend. Ich weiß, du wirst das jetzt ebenso wenig sehen (wollen), wie ich meine blinden Flecken.

Dann würde ich es gerne einfach stehen lassen. Ich glaube nicht an den Wert dieser Endlosschleifen hier, bei denen am Ende eigentlich keiner mehr zu wissen scheint, worum es geht.

Just my two cents
Carlo
 
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  • #148
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von FrauMeier:
... Aber: im realen Leben seinen Weg mit Ziel zu beginnen, wie du es beschrieben hast, ist nicht richtig. Es wird dir nie gelingen, für zwei menschen ein gemeinsames Ziel festzulegen, ...
Jetzt doch noch mal: genau das habe ich ja geschrieben. ;-)

Carlo
 
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  • #149
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Liebe Carlo,

erstmal, ich kann deine Situation irgendwie nachfühlen, mag es anmassend sein, aber meine Gefühle sind halt so.

Erstmal gute Besserung für dich. Tja, Ganz ehrlich, ich sehe bei euch beiden eine heiß beginnende Bekanntschaft, aber ich nachdem ich all deine Beiträge gelesen habe, sehe ich nichts von einer Beziehung oder einer Partnerschaft.

Und ich bleibe weiterhin dabei, da ist mir zuviel Ambivalenz, zu viel Respektlosigkeit, Unverbindlichkeit, da liest sich bei mir zuviel, ja ein bissel rumspielen, warmhalten, sich von einer Frau das Ego streicheln lassen, ja eine Beziehung mit einer Frau haben wollen, aber nein, es dann doch nicht wollen/können, es könnte ja zu eng werden, was? die Frau will Verbindlichkeit?, nee, warum?, ich will ja doch nichts ernstes, obwohl, es war ja so nett mit ihr, ach ich schreibe ihr doch mal wieder, mal schauen, was sich noch so machen lässt....

Ein Mann, der wirklich für eine Frau brennt, so hatte er sich dir ja zum Anfang gegenüber geäußert, der verhält sich anders. Der ist klar, denn er will ja die Frau für sich gewinnen und nicht sie durch vielleicht unachtsames Verhalten verlieren.

Als ich im Internet den Beitrag über "Der infantile Mann" las, wurde mir schlagartig klar, auf welchen Typ von Mann ich bei meiner Bekanntschaft gestossen bin.
 
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  • #150
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von carlo:
Dann würde ich es gerne einfach stehen lassen. Ich glaube nicht an den Wert dieser Endlosschleifen hier, bei denen am Ende eigentlich keiner mehr zu wissen scheint, worum es geht.

Just my two cents
Carlo
Wow, ich bin beeindruckt von diesem souveränen Beitrag. Respekt, Carlo!