Hippo

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  • #31
Immer gleich Schluss machen und unversöhnlich sein.
Gibt es das überhaupt? Ich würde es auch nicht verstehen? Bei meiner jetzigen Frau und bei mir dauerte es etwa zwei Jahre, bis die Exen-Verlassung vollzogen war. Schon wegen der Kinder und der gewünschten einvernehmlichen Lösung hat es gedauert. Die Zeit war eher friedlich, nicht kämpferisch. Meine Frau erzählt es auch so über ihre Scheidung. Auch Neu-Anfang wurde thematisiert. Ebenso Kinder-Zukunft, Obsorge-Vereinbarungen usw.
 
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  • #33
Ich wäre bei Untreue sofort raus und bin dankbar, dass ich nie diese Erfahrung machen musste, von keiner Position aus.
Ich musste diese Erfahrung auch noch nie machen. Aber genau deswegen könnte ich nicht sagen, es ist aus.
Ich denke, es hängt tatsächlich von den Umständen ab. Dabei würde mir eine Affäre, also etwas, das eine gewisse Dauer mit einem anderen Mann hat und bei dem sicher auch weitergehende Gefühle mit im Spiel sind, schwerer zu schaffen machen als der ONS.
 

Femail-Me

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  • #34
Ich habe diese Erfahrung schon gemacht und mich haute es naCh 17 Jahren aus den Schuhen. Sein 1. Seitensprung hatte ihm schwer zugesetzt und er musste ihn mir für seine Absolution mitteilen, die nächsten (habe ich erst nach der Trennung erfahren) liefen dann unter dem Motto ... einmal die Latte gerissen, Danach wirds leichter.
Ich hätte bis zu diesem Augenblick nie gedacht wie schwer es ist, dies zu verarbeiten und wie verletzt man, ob der Lügen und des Betrugs, ist. Alles habe ich danach in Frage gestellt, versucht es zu verarbeiten. Und auch heute fällt es mir schwer wieder zu vertrauen, obwohl ich früher eine liberale Frau war, nicht klammernd, aber sehr wohl auf Treue setzend. Wie ja meistens auch der Partner, wenn man anbandeln.
Wer sich in der Partnerschaft irgendwann anders entscheiden möchte, ok, aber bitte sprecht vorher darüber und lasst dem Anderen die Wahl, wie er/ sie damit umgehen möchte. Bleiben und akzeptieten, oder gehen und sich einen neuen Partner suchen, der die gleichen Werte teilt.
Ansonsten hinterlässt der Fremdgeher emotionale Krüppel.
 
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Amala

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  • #35
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  • #36
Warum sollte sie einem Mann, der sie nicht will, einen höheren Wert zuweisen, als er ihr? Damit würde sie sich selbst erniedrigen. Für mich klingt das sehr gesund.
Na ja, das war ja nur der Aufhänger. Selbstverständlich muss sie dem Mann nicht nachweinen, der sie nicht will. Mir ging es ums Grundsätzliche. Nicht nachweinen heißt, keine Trauer zulassen zu können über den Verlust eines Partners. Das halte ich für falsch und auch für Selbstbetrug.
 
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Amala

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  • #37
Na ja, das war ja nur der Aufhänger. Selbstverständlich muss sie dem Mann nicht nachweinen, der sie nicht will. Mir ging es ums Grundsätzliche. Nicht nachweinen heißt, keine Trauer zulassen zu können über den Verlust eines Partners. Das halte ich für falsch und auch für Selbstbetrug.
Mir ging es ebenfalls ums Grundsätzliche. Und ich provoziere jetzt mal absichtlich etwas, weil ich versuche, das aus verschiedenen Perspektiven zu denken: warum sollte man nicht auch glücklich und dankbar sein für die schöne gemeinsame Zeit? Auch das könnte für einen hohen Wert sprechen.
 
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Femail-Me

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  • #38
Für mich funktioniert beides, Dankbarkeit für die vielen schönen gemeinsamen Jahre und die Liebe , die ich über lange Zeit erfahren durfte und das Bedauern über den destruktiven Abschluss und das letzte Jahr.
 
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  • #39
Na ja, das war ja nur der Aufhänger. Selbstverständlich muss sie dem Mann nicht nachweinen, der sie nicht will. Mir ging es ums Grundsätzliche. Nicht nachweinen heißt, keine Trauer zulassen zu können über den Verlust eines Partners. Das halte ich für falsch und auch für Selbstbetrug.
Nachdem ich gründlich reflektiert hab und festgestellt hab, dass mit mir alles in Ordnung ist, ich also grundsätzlich eine nette Partnerin abgeben kann, warum soll ich jemandem nachweinen, der mich nicht will. Das ist ein völlig falscher Ansatz.
 
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fleurdelis

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  • #40
Vielleicht ist das ja auch so ein Dingens der Natur des Mannes, dass er fremdgeht, und dann hofft, dass die Frau, die er dann sitzen ... äh ver -lässt, traurig sein soll(te).

Ich glaube ich muss noch viel lernen, über Männer. 😇
 
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  • #41
Vielleicht ist das ja auch so ein Dingens der Natur des Mannes, dass er fremdgeht, und dann hofft, dass die Frau, die er dann sitzen ... äh ver -lässt, traurig sein soll(te).
Das geht doch an meinem Beitrag vorbei. Es geht nicht um Absolution des Fremdgehens, sondern um die grundsätzlich unerbittliche Härte, die in solche Aussagen steckt, dass man niemanden nachweint. Gleichgültig, was der Grund der Trennung war.
 
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  • #42
Nachdem ich gründlich reflektiert hab und festgestellt hab, dass mit mir alles in Ordnung ist, ich also grundsätzlich eine nette Partnerin abgeben kann, warum soll ich jemandem nachweinen, der mich nicht will. Das ist ein völlig falscher Ansatz.
Ich habe den Partnerinnen, die mich verlassen haben, durchaus nachgeweint, auch wenn ich mich als guter Partner empfunden habe. Ich war traurig und halte das für normal. Ich habe dem auch Ausdruck verliehen.
 
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fleurdelis

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  • #43
... sondern um die grundsätzlich unerbittliche Härte, die in solche Aussagen steckt, dass man niemanden nachweint. Gleichgültig, was der Grund der Trennung war.

Ja, stimmt, mein Beitrag war sarkastisch. Aber ich finde in dem Satz: dem weine ich nicht hinterher, keine unerbittliche Härte, sondern eine abgekürzte Variante der Redewendung: "keine Träne nachweinen".

Hier: https://www.openthesaurus.de/synonyme/(jemandem)+keine+Träne+nachweinen

Und so leid es mir tut, es gibt Menschen, denen weine ich keine Träne hinterher. Die Traurigkeit und die Tränen waren in dem Moment da, indem der Vorhang gefallen ist, und klar war, dass das so nicht mehr funktioniert. Ich glaube das Weinen und die Traurigkeit finden zu unterschiedlichen Zeitpunkten statt, bei dem, der weiß, der gemerkt hat, es ist vorbei, und der andere, wenn man ihm sagt, es ist vorbei. Also den Entschluss mitteilt.
 
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  • #44
Ich habe den Partnerinnen, die mich verlassen haben, durchaus nachgeweint, auch wenn ich mich als guter Partner empfunden habe. Ich war traurig und halte das für normal. Ich habe dem auch Ausdruck verliehen.
Natürlich zieht es ein bisschen in der Herzgegend, aber wenn es klar ist, dass es nicht weiter geht, weil er nicht genug Interesse hat, bzw. nicht genug empfindet um weiter zu gehen, schädige ich mich nicht selbst mit Verzweiflung oder ähnlichem.

Was anderes ist es, wenn eine Familie auseinanderbricht, weil Kinder involviert sind. Dann tut es mir und tat es mir für die Kinder leid, abgesehen davon, dass ich gegangen bin. Es tat mir auch für meinen Partner leid. GsD hat er relativ bald wieder eine nette Freundin gefunden.
 
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  • #45
Natürlich zieht es ein bisschen in der Herzgegend, aber wenn es klar ist, dass es nicht weiter geht, weil er nicht genug Interesse hat, bzw. nicht genug empfindet um weiter zu gehen, schädige ich mich nicht selbst mit Verzweiflung oder ähnlichem.
Ein bisschen in der Herzgegend? Bei mir war das immer ganz dölle.

Aber zurück zum Thema:

Ich habe eine wunderbare Partnerschaft. Ich genieße die Zweisamkeit, die Urlaube, die Kino- und Theaterbesuche, den geistigen Austausch, die Ähnlichkeiten und die Unterschiede. Sonntags liegen wir lange im Bett, abwechselnd machen wir Kaffee und quatschen und gucken in den Garten. Das ist mittlerweile ein wunderbares Ritual geworden.

Unterstellt, sie ist fremdgegangen und ich habe es herausgefunden. Soll ich jetzt Schluss machen und die ganzen wunderbaren anderen Dinge aufgeben?
Das kann ich mir nicht vorstellen.
 
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Femail-Me

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  • #49
Es gibt nicht die Männer und auch nicht die Frauen.
 
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  • #50
Unterstellt, sie ist fremdgegangen und ich habe es herausgefunden. Soll ich jetzt Schluss machen und die ganzen wunderbaren anderen Dinge aufgeben?
Kommt drauf an, wie das Fremdgehen lief, ob es ein Zeichen für die bröckelnde Einheit ist oder ein bekloppter Ausrutscher. Verletzt wäre ich in jedem Falle, und müsste Vertrautheit neu erlangen. Einfach so weiter Kaffee kochen wird schwierig.
 
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  • #51
Ein bisschen in der Herzgegend? Bei mir war das immer ganz dölle.

Aber zurück zum Thema:

Ich habe eine wunderbare Partnerschaft. Ich genieße die Zweisamkeit, die Urlaube, die Kino- und Theaterbesuche, den geistigen Austausch, die Ähnlichkeiten und die Unterschiede. Sonntags liegen wir lange im Bett, abwechselnd machen wir Kaffee und quatschen und gucken in den Garten. Das ist mittlerweile ein wunderbares Ritual geworden.

Unterstellt, sie ist fremdgegangen und ich habe es herausgefunden. Soll ich jetzt Schluss machen und die ganzen wunderbaren anderen Dinge aufgeben?
Das kann ich mir nicht vorstellen.
Wenn man sich das vorsagen muss, was man aneinander hat, also abwägt, läuten bei mir die Alarmglocken.

Aber ich wollte es ja damals mit Kleinkind zu Hause auch nicht wissen und war erstmal beruhigt, als es nach ein paar Wochen wieder normal weiterging. Und das waren dann noch 20 Jahre.
 
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mitzi

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  • #55
Ich hätte bis zu diesem Augenblick nie gedacht wie schwer es ist, dies zu verarbeiten und wie verletzt man, ob der Lügen und des Betrugs, ist. Alles habe ich danach in Frage gestellt, versucht es zu verarbeiten. Und auch heute fällt es mir schwer wieder zu vertrauen,
Und genau das ist der Grund, warum das…
Sein 1. Seitensprung hatte ihm schwer zugesetzt und er musste ihn mir für seine Absolution mitteilen
… eigentlich eine Frechheit ist.

Wer beichtet, vergisst das Gebeichtete sehr schnell. Wem gebeichtet wurde, der muss dann damit leben.

Deshalb finde ich, ist es eigentlich nur richtig, dass derjenige den Seitensprung mit ins Grab nimmt und den anderen damit gerade nicht belastet.

Doof natürlich, wenn es auf andere Weise rauskommt, aber das ist eben das Risiko beim Betrügen.

—-

Es tut mir ehrlich leid, @Femail-Me dass Du solange daran kauen musstest und es Spuren hinterlassen hat.
 
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A_Forest

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  • #56
Nee, genau da braucht man komplette Unterstützung und hat wenig Kapazitäten, den sexuell unterbeschäftigten Gatten noch Seitensprünge zu verzeihen. Bzw. ist der Gatte aufgefordert, sich auch sexuell an die neuen Bedingungen mit anzupassen und einzustellen, einfach flüchten ist echt daneben.
Also ganz ehrlich: in der Kleinkindphase wäre ich neben einer fremden Frau im Bett einfach eingepennt. Bringen sich solche Männer denn gar nicht zu Hause ein? Ich hatte damals ne 30h Woche auf Arbeit, meine Expartnerin war zu Hause, aber die Kleine war echt fordernd. Nicht nur einmal bin ich im Kinderzimmer zwischen Kindern und Kindsmutter eingepennt.
 
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A_Forest

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  • #57
Dann tut es mir und tat es mir für die Kinder leid, abgesehen davon, dass ich gegangen bin. Es tat mir auch für meinen Partner leid. GsD hat er relativ bald wieder eine nette Freundin gefunden.
Es ist spannend, dass manche sich dann über die Neue Partnerin freuen, andere eher ärgern. Nachträgliche Eifersucht ist ja noch absurder als Eifersucht an sich schon.
 
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  • #58
Zusatzfrage: Wie seht ihr das bei einer "platonischen" Liebe? Man kann sich auch per Mail und Telefonaten unglaublich hart verlieben, zumindest wenn man sich so locker auch live kennt, und das fällt ja nicht unter klassisches Fremdgehen.
 
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  • #59
Zusatzfrage: Wie seht ihr das bei einer "platonischen" Liebe? Man kann sich auch per Mail und Telefonaten unglaublich hart verlieben, zumindest wenn man sich so locker auch live kennt, und das fällt ja nicht unter klassisches Fremdgehen.
Mag sein, dass das nicht die klassische Art des Fremdgehens ist, aber die Fluchttendenz dahinter ist vielleicht viel höher. Fände ich schlimm.
 
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