A_Forest

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  • #62
Mag sein, dass das nicht die klassische Art des Fremdgehens ist, aber die Fluchttendenz dahinter ist vielleicht viel höher. FÀnde ich schlimm.
Diese Behauptung geht ja sehr davon aus, dass man nur einen Menschen lieben kann und blendet den kompletten polyamourösen Teil der Menschen aus.
Klar ist poluyamourös (insbesondere wenn man die letzten Jahrhunderte einbezieht) viel komplizierter als monoamourös oder monogam, aber letzteres funktioniert ja auch immer mal nicht (sonst gÀbs die Seite hier sicher mit viel viel weniger Menschen).
 

Voldemort

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  • #63
Das geht doch an meinem Beitrag vorbei. Es geht nicht um Absolution des Fremdgehens, sondern um die grundsĂ€tzlich unerbittliche HĂ€rte, die in solche Aussagen steckt, dass man niemanden nachweint. GleichgĂŒltig, was der Grund der Trennung war.
Das finde ich nicht ungewöhnlich, ich sehe einen Unterschied zwischen Schmerz aufgrund von Verletzungen, einer Trennung und jemandem nachweinen.
 
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  • #64
Diese Behauptung geht ja sehr davon aus, dass man nur einen Menschen lieben kann und blendet den kompletten polyamourösen Teil der Menschen aus.
Klar ist poluyamourös (insbesondere wenn man die letzten Jahrhunderte einbezieht) viel komplizierter als monoamourös oder monogam, aber letzteres funktioniert ja auch immer mal nicht (sonst gÀbs die Seite hier sicher mit viel viel weniger Menschen).
Äh, naja, lieben oder sagen wir intensive GefĂŒhle kann ich durchaus fĂŒr mehr als nur einen haben aber eine Partnerschaft bin ich bisher nur auf Zweierbasis eingegangen. Und wenn ich mich wegtrĂ€ume aus dieser Partnerschaft, weil ich einen anderen anschwĂ€rme, dann hat das beziehungsrelevante GrĂŒnde und Auswirkungen. Dann flĂŒchte ich quasi geistig und seelisch.
Wenn ich von vornherein eine polyamouröse oder freie Beziehung eingehe, na dann wĂŒrd ich die andern Frauen zu Kaffee und Kuchen einladen und den Alten entsorgen............................ 😁
 
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Mestalla

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  • #66
Ich meine mal in einem Buch des Paarspsychologen John Gottman gelesen zu haben, dass es tendenziell MĂ€nner mehr verletzt, wenn die Partnerin mit einem anderen Mann ins Bett geht, und Frauen, wenn der Partner GefĂŒhle fĂŒr eine andere Frau entwickelt.
 
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Mentalista

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  • #69
Ich habe vergangene Woche den Bachelor geguckt. Ja, iss so.... đŸ€­
Jedenfalls war da eine Frau, die meinte, sie habe noch niemals einem Mann nachgeweint und werde das auch nicht tun, falls der Bachelor sie nicht erwÀhle.
Das fand ich irgendwie schrĂ€g, denn es bedeutet, dass kein Mensch so wichtig sein kann, dass man traurig ist, wenn es vorbei ist. Wenn aber der Partner so unwichtig ist, dass sich TrĂ€nen nicht lohnen, warum begibt man sich dann ĂŒberhaupt in eine Partnerschaft?

So ein bisschen lĂ€sst sich das hierher ĂŒbertragen, fand ich, nach Deinem Beitrag @fleurdelis.
Immer gleich Schluss machen und unversöhnlich sein. Find ich merkwĂŒrdig.
Naja, aber mit dem Bachelor hat sie doch keine Beziehung, er ist nicht ihr Partner. Das ist doch also was ganz anderes.

WĂŒrdest du nach sexuellem Betrug versöhnlich sein?
 

Femail-Me

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  • #71
Wenn man es nicht erlebt hat, dann ist es unmöglich zu sagen , ob man versöhnlich ist. Ich habe immer gedacht, dass man ja nach einer langen und guten Beziehung nicht alles einfach aufgibt und einen einmaligen Ausrutscher verzeihen könnte. Das tönte immer so tolerant und aufgeklÀrt.

Aber wenn es einem widerfĂ€hrt , dann wird man sowas von den GefĂŒhlen ĂŒberrollt. Tsunami in der Endlosschleife. Das Urvertrauen ist plötzlich weg . Es verlangt einem alles ab, man ist stĂ€ndig im Kampf, um die Kontrolle ĂŒber seine GefĂŒhle, Gedanken und sein " Leben" zurĂŒck zu gewinnen und es verĂ€ndert einen zum Negativen . Plötzlich hinterfragt man LĂ€ngere Arbeitstermine, kontrolliert das Telefon, beobachtet und misstraut jeder noch so kleinen VerĂ€nderung. Ich wollte das nicht, aber ich war wie fremdgesteuert und nicht ich selbst. Gerne hĂ€tte ich den Schalter umgelegt. Aber diese Verletzung braucht Zeit, lange Zeit zu heilen und die Beziehung wird höchstwahrscheinlich nie mehr die Gleiche sein . Ich finde den Hinweis mancher Paartherapeuten fast höhnisch, die einen Fehltritt als Chance sehen. Vorher reden ist wesentlich chancenreicher.
 
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  • #72
Was ist verzeihlich fĂŒr mich: zu spĂ€t kommen, Klo Deckel oben lassen, nach dem Sex einschlafen, Valentinstag vergessen, pupsen

Was ist unverzeihlich fĂŒr mich: fremdgehen, Gewalt, LĂŒgen in wichtigen Angelegenheiten, wenn er illegale und kriminelle Sachen macht
 
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  • #73
Wenn man es nicht erlebt hat, dann ist es unmöglich zu sagen , ob man versöhnlich ist. Ich habe immer gedacht, dass man ja nach einer langen und guten Beziehung nicht alles einfach aufgibt und einen einmaligen Ausrutscher verzeihen könnte. Das tönte immer so tolerant und aufgeklÀrt.

Aber wenn es einem widerfĂ€hrt , dann wird man sowas von den GefĂŒhlen ĂŒberrollt. Tsunami in der Endlosschleife. Das Urvertrauen ist plötzlich weg . Es verlangt einem alles ab, man ist stĂ€ndig im Kampf, um die Kontrolle ĂŒber seine GefĂŒhle, Gedanken und sein " Leben" zurĂŒck zu gewinnen und es verĂ€ndert einen zum Negativen . Plötzlich hinterfragt man LĂ€ngere Arbeitstermine, kontrolliert das Telefon, beobachtet und misstraut jeder noch so kleinen VerĂ€nderung. Ich wollte das nicht, aber ich war wie fremdgesteuert und nicht ich selbst. Gerne hĂ€tte ich den Schalter umgelegt. Aber diese Verletzung braucht Zeit, lange Zeit zu heilen und die Beziehung wird höchstwahrscheinlich nie mehr die Gleiche sein . Ich finde den Hinweis mancher Paartherapeuten fast höhnisch, die einen Fehltritt als Chance sehen. Vorher reden ist wesentlich chancenreicher.
Ich fĂ€nde es angebracht, wĂŒrdest du von dir schreiben, wenn du von dir berichtest und es nicht einer undefinierten Allgemeinheit ĂŒberstĂŒlpen wĂŒrdest.
 

Magneto73

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  • #76
Ich finde das Thema sehr interessant. Ich finde es immer o.k. wenn es im Rahmen einer Vereinbarung ist, aber dann gibt es ja auch nichts zu verzeihen.

Mir fÀllt leider oft auf, dass viele Frauen, das Fremdgehen der Frauen oft weniger schlimm finden, als das der MÀnner. Leider sind die MÀnner zugleich derzeit allzuoft ziemliche Luschen und quatschen im Tonus der Frauen.

FĂŒr mich persönlich wĂ€re das Fremdgehen meiner Partnerin, immer ein automatischer Grund zur Trennung und meine Erfahrung ist dass die Verzeiher sich allzugern auch gerne selbst verzeihen wĂŒrden.
Fremdgehen war auch der Trennungsgrund in meiner langjÀhrigen Beziehung. Verziehen hÀtte ich, wenn sie sich anders verliebt, zu einem Zeitpunkt, wo wir beide sowieso nicht mehr intim waren.
FĂŒr mich ist ihre Anwesenheit derzeit wie Gift und es wird sogar schlimmer. Wir mĂŒssen leider, wegen der Kinder, interagieren, aber mehr als eine Stunde Gegenwart (mich Zusammenreißen) halte ich nicht aus. (Hoher innerer Stresslevel)
 
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Megara

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  • #77
Ich finde das Thema sehr interessant. Ich finde es immer o.k. wenn es im Rahmen einer Vereinbarung ist, aber dann gibt es ja auch nichts zu verzeihen.

Mir fÀllt leider oft auf, dass viele Frauen, das Fremdgehen der Frauen oft weniger schlimm finden, als das der MÀnner. Leider sind die MÀnner zugleich derzeit allzuoft ziemliche Luschen und quatschen im Tonus der Frauen.

FĂŒr mich persönlich wĂ€re das Fremdgehen meiner Partnerin, immer ein automatischer Grund zur Trennung und meine Erfahrung ist dass die Verzeiher sich allzugern auch gerne selbst verzeihen wĂŒrden.
Fremdgehen war auch der Trennungsgrund in meiner langjÀhrigen Beziehung. Verziehen hÀtte ich, wenn sie sich anders verliebt, zu einem Zeitpunkt, wo wir beide sowieso nicht mehr intim waren.
FĂŒr mich ist ihre Anwesenheit derzeit wie Gift und es wird sogar schlimmer. Wir mĂŒssen leider, wegen der Kinder, interagieren, aber mehr als eine Stunde Gegenwart (mich Zusammenreißen) halte ich nicht aus. (Hoher innerer Stresslevel)
Ach ja.Mal wieder recht absolut und schwarzweiß formuliert.
Ich stimme @Femail-Me zu.Wer es nicht erlebt hat,kann nicht wissen wie er reagiert,oder ob er verzeihen kann.
Ich kenne Personen, denen ist das gelungen,nach Jahren. Dir offenbar nicht.Mir auch nicht, auch deshalb habe ich mich von meinem ersten Gatten getrennt.
Das ist o.k. Allerdings klingt deine Beschreibung ("Gift")fĂŒr zukĂŒnftige Parterschaften nach einer fetten Hypothek .
Und scheint dein Frauen Bild doch nachhaltig zu beeinflussen.
Das finde ich schade fĂŒr dich.
Irgendwann sollte man abschließen. Sonst wird der Lebensrucksack immer schwerer.
 
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Magneto73

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  • #78
Ach ja.Mal wieder recht absolut und schwarzweiß formuliert.
Ich stimme @Femail-Me zu.Wer es nicht erlebt hat,kann nicht wissen wie er reagiert,oder ob er verzeihen kann.
Ich kenne Personen, denen ist das gelungen,nach Jahren. Dir offenbar nicht.Mir auch nicht, auch deshalb habe ich mich von meinem ersten Gatten getrennt.
Das ist o.k. Allerdings klingt deine Beschreibung ("Gift")fĂŒr zukĂŒnftige Parterschaften nach einer fetten Hypothek .
Und scheint dein Frauen Bild doch nachhaltig zu beeinflussen.
Das finde ich schade fĂŒr dich.
Irgendwann sollte man abschließen. Sonst wird der Lebensrucksack immer schwerer.
Unsinn ... man muss zu was stehen, um wirklich zu existieren ... ansonsten wÀre man nur ein werteloses Tier.
 

Bastille

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mitzi

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  • #83
..mein Goldfisch kreiert auch sein Leben nach seinen eigenen Werten, im Aquarium .😄
 
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mitzi

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  • #85
Weiß ich nicht. Das ist ja gerade der Grund fĂŒr meinen thread, Meinungen einzuholen fĂŒr ein tatsĂ€chlich bei mir komplett abstraktes Thema. Ich fand nur den Artikel ganz spannend.

Den Artikel wĂŒrde ich gerne lesen können.

Na gut und du fragst aus der Perspektive des Zuschauerraumes und siehst ein Eifersuchtsdrama auf der Leinwand? Oder könnte das (die AffĂ€re, polyamouröse Beziehungen....) auch in einer anderen QualitĂ€t zu sehen sein? Man muss ja wissen was man sieht, um die Meinung dazu abzugeben, welche GefĂŒhle werden vermittelt, das ist ebenfalls wichtig .
 

Magneto73

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  • #86
Zu was genau muss man stehen ?
Zur absoluten Treue?
Oder Verletzungen und betrogen werden nie zu verzeihen?

Es geht da vielmehr, das LĂŒgen und Verhöhnen. Meine Ex hatte damals tatsĂ€chlich mir angeraten zum Psychiater zu gehen, als ich richtigerweise vermutet hatte, dass da was lĂ€uft. Im Nachhinein finde ich es regelrecht eckelig, dass sie 2-3 mal in der Woche mit mir geschlafen hat, obwohl sie einen Anderen hatte.

Es ist diese Respektlosigkeit obwohl wir andere Absprachen, auch im Fall der Trennung, hatten. Das wirkt fĂŒr mich fĂŒr Immer fort.
 
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Magneto73

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  • #87
Ja, Ja das "e" ist sehr wichtig .... irgendetwas macht uns zum Menschen ... das wir Werte und Vorstellungen haben ... vielleicht
 
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