Wolle_

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  • #1

Wie habt ihr eure Scheidung ohne Rosenkrieg gemeistert?

Hallo Zusammen,

bei mir steht die Scheidung nun bevor. Das ganze ist nicht ganz einfach, da die Gespräche dazu mit meinem noch-Mann sehr wechselhaft verlaufen, mal schaffen wir es ruhig und zeilorientiert zu besprechen wie wir das ganze machen können, manchmal eskalieren diese Gespräche leider völlig und mein noch-Mann schreit herum und droht, dass er sich gegen alles stellen würde und ich schon sehen würde was ich davon hätte.... Ich möchte das ganze aber gerne möglichst ohne viel Streit, denn auch ohne noch mehr Streit finde ich die ganze Situation schon emotional belastend und möchte das gerne vermeiden.... Außerdem habe ich auch das Gefühl, dass der Streit am Ende bloß dazu führt, dass die Anwälte sich bereichern während wir uns vor Gericht bloßstellenlassen müssen....

Wie seht ihr das? Wie habt ihr diese Situation gemeistert? Habt ihr Tipps, wie die Gespräche funktionieren können? Und wie kann man das ganze am besten regeln?
 

maxim

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  • #2
Habt ihr Tipps, wie die Gespräche funktionieren können? Und wie kann man das ganze am besten regeln?
Wenn es nicht klappt, kann man es mit einer Mediation versuchen, d.h. ein unbeteiligter Dritter, der als Mediator ausgebildet ist, übernimmt die Moderation. Das kann sehr erfolgreich sein, bei emotionsbeladenen Konflikten wie einer Scheidung.
 
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Voldemort

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  • #3
Mein Tipp, Anwalt hinzuziehen, wenn noch möglich gemeinsam aussuchen oder jeder bringt einen mit, und die Dinge dann gleich fachlich beraten aushandeln. Ansonsten fängt man oft immer wieder von vorn an und das wird dann auch teuer. Wenn das, was ihr aushandelt, für das Gericht in Ordnung ist, bei Versorgungsausgleich kucken die gern sehr genau hin, ist die Scheidung dann nur mit einem Anwalt machbar. Am Anwalt grundsätzlich sparen zu wollen erweist sich oft als langwieriger und genauso teuer und vor allem emotionaler.
 
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Amala

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  • #4
Also, mich begleitet auch das Gefühl, dass es besser ist, die Anwälte aus dem Spiel zu lassen.
Ich fahre einen Mix, der zwar nicht gänzlich konfliktfrei verläuft, aber grundsätzlich wohlwollend und entgegenkommend.

Eine Komponente ist, klare Grenzen zu setzen und zu halten. Ich kommuniziere auch ganz deutlich, was ich mir wünsche und was ich nicht in Ordnung finde. Wenn mein Mann so hochkochen würde, wie Deiner, dann würde ich sagen, so möchte ich nicht behandelt werden, gerade ist keine vernünftige Kommunikation möglich, melde Dich, wenn Du Dich wieder beruhigt hast. Und dann würde ich gehen und warten, bis er sich meldet.

Die zweite Komponente ist, freundlich und kooperationsbereit zu sein - allerdings nur, wenn er auch respektvoll ist (siehe oben). Ich bin emotional seit 3 Jahren nicht mehr involviert, da gibt es ziemlich wenig, womit er mich noch antriggern kann und ich möchte behaupten, dass es für uns beide sehr hilfreich ist, dass ich ruhig und sachlich bleiben kann.

Wir haben zudem sporadisch auch Termine in einer Beratungsstelle, das ist kostenlos.

Unterm Strich gibt es um die Vereinbarungen an sich null Streit. Er hat von sich aus und ohne, dass ich darum gebeten habe, den Trennungsunterhalt überwiesen, die Betreuungszeiten der Kinder waren in 3 Minuten geklärt.

Das Buch „Lass uns in Frieden auseinandergehen“ ist ziemlich gut.

Viel Kraft Dir!!
 
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mitzi

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mitzi

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  • #6
Wenn es nicht klappt, kann man es mit einer Mediation versuchen, d.h. ein unbeteiligter Dritter, der als Mediator ausgebildet ist, übernimmt die Moderation. Das kann sehr erfolgreich sein, bei emotionsbeladenen Konflikten wie einer Scheidung.

Ja, das ist deshalb so weil ein/e AnwaltIn oder RichterIn und ein Therapeut..oder Psychologe.. die Konflikte auseinander dividieren und zu einer Lösung drängen. Also immer zwei MediatorInnen für ein Paar. Und wenn sich die Angelegenheiten nicht lösen lassen, dann entscheidet die/der RichterIn.
 
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Cosy

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  • #7
Nimm auf alle Fälle einen guten Anwalt und verzichte auf eine Meditation. Das ist meine Erfahrung. Erkundige dich auch gut, was dir laut Gesetz zusteht. Mache auf keinen Fall Kompromisse dem Frieden zuliebe. Du wirst es später bereuen. Lass die Anwälte die "Drecksarbeit" machen. Das entlastet dich emotional.
 
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Amala

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  • #8
Nimm auf alle Fälle einen guten Anwalt und verzichte auf eine Meditation. Das ist meine Erfahrung. Erkundige dich auch gut, was dir laut Gesetz zusteht. Mache auf keinen Fall Kompromisse dem Frieden zuliebe. Du wirst es später bereuen. Lass die Anwälte die "Drecksarbeit" machen. Das entlastet dich emotional.
Die Frage ist ja, wie man es hinbekommt, dass das es gar nicht erst zu einer Schlammschlacht über Anwälte kommt , sodass man sich hinterher noch in die Augen schauen kann.
 
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  • #11
Ja, das ist deshalb so weil ein/e AnwaltIn oder RichterIn und ein Therapeut..oder Psychologe.. die Konflikte auseinander dividieren und zu einer Lösung drängen. Also immer zwei MediatorInnen für ein Paar. Und wenn sich die Angelegenheiten nicht lösen lassen, dann entscheidet die/der RichterIn.
Eine gut ausgebildete Mediatorin arbeitet nach einem Konzept, dass Parteilichkeit ausschließt und niemanden bedrängt.
Mittlerweile gibt es viele Anwälte mit Mediationsausbildung
 
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mitzi

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  • #14
Nimm auf alle Fälle einen guten Anwalt und verzichte auf eine Meditation. Das ist meine Erfahrung. Erkundige dich auch gut, was dir laut Gesetz zusteht. Mache auf keinen Fall Kompromisse dem Frieden zuliebe. Du wirst es später bereuen. Lass die Anwälte die "Drecksarbeit" machen. Das entlastet dich emotional.
Ich meine natürlich Mediation...
Meditation kann sich auch helfen um die Ruhe zu bewahren. 😂
 
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  • #16
Nimm auf alle Fälle einen guten Anwalt und verzichte auf eine Meditation. Das ist meine Erfahrung. Erkundige dich auch gut, was dir laut Gesetz zusteht. Mache auf keinen Fall Kompromisse dem Frieden zuliebe. Du wirst es später bereuen. Lass die Anwälte die "Drecksarbeit" machen. Das entlastet dich emotion

Du hast davon geschrieben, dass es unbedingt zwei Mediatoren braucht. Aus meinem Beitrag hättest du herauslesen können, dass es das nicht braucht, wenn man einen gut ausgebildeten Mediatoren findet.
PS.....du bist wirklich eine außergewöhnlich versnobte Klugscheißer in! Menno.....lass doch mal gut sein!
 

mitzi

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  • #17

Wenn du dich einliest, dann wirst du die Vorteile der Co Mediation herausfinden können, z.B. CO Mediation schützt vor Parteilichkeit, Interdisziplinarität schützt vor Einseitigkeit. Bist du denn eine gut ausgebildete Mediatorin? Ich mag halt so ein unklug geschissenes Halbwissen nicht, darum kann man bei Bedarf nachlesen und braucht deine Präferenz nicht einfach nur glauben. :)😈
 
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  • #18
Wenn du dich einliest, dann wirst du die Vorteile der Co Mediation herausfinden können, z.B. CO Mediation schützt vor Parteilichkeit, Interdisziplinarität schützt vor Einseitigkeit. Bist du denn eine gut ausgebildete Mediatorin? Ich mag halt so ein unklug geschissenes Halbwissen nicht, darum kann man bei Bedarf nachlesen und braucht deine Präferenz nicht einfach nur glauben. :)😈
Ich sag's doch: versnobte Klugscheißerin!! 👍😊
 

mitzi

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  • #19

Solltest du Mediatorin sein würde dir Bildung guttun. Dann könnte der Begriff Unparteilichkeit seinen Sinn erfüllen. Für dich ist es die Person, dabei geht es um erkennbare Wirklichkeiten, die die Konflikte des Paares befeuern. Aber was sag ich, du bist schon überzeugt. Die Anderen können sich aussuchen, ob sie sich informieren wollen oder halt nicht. Du brauchst kein Wissen für deine Wahrheit, ist auch eine Wirklichkeit.
 
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  • #22
Ja nu. Da wird halt wieder ne neue Sau im Beratungsbusiness durchs Dorf getrieben. ;) Bringt ja auch doppelte Kohle.

In extremen Konflikt- oder Gefühlslagen kann es sinnvoll sein, zwei oder mehr Mediatoren einzusetzen. Bspw. in Teamkonflikten.

Wenn ein Paar aber noch halbwegs sortiert miteinander umgehen kann, sollte ein Mediator mit solider Ausbildung und professioneller Haltung das auch erfolgreich hinbekommen.

Auch Mediatoren und Coaches sind nur Menschen. Ohne Wertung ist niemand. Wer das von sich behauptet ist als Mediator schon mal fehl am Platz. Den Profi erkennt man an der Haltung, seine persönliche Wertung zu erkennen und komplett zurückzustellen und beide Medianten bzw. ihre Anliegen gleichwertig/gleichrangig zu behandeln und einen sauberen (Lösungs)Prozess zu gestalten.

Wirkt kompliziert, ist aber ganz einfach. Wenn man es verstanden hat. 😉

Nachtrag: Diese Haltung abzufragen (bzw. die Antwort) kann ein hilfreiches Kriterium sein, wenn man auf Coach- oder Mediatorsuche ist.
 
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  • #23
Soso, du glaubst nicht an mögliche inhaltliche Kriterien für die berufliche Ausübung, um rechtliche Angelegenheiten für Paare zu regeln?
Du fängst hier sofort wieder Streit an. Und es entsteht eine unangenehme Stimmung. Meinst du, dass das hilfreich für die Fragestellerin ist?
Ich steige jetzt aus, muss/ will mich nicht mit dir in Beschimpfungen messen.
 
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mitzi

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  • #24
Ja nu. Da wird halt wieder ne neue Sau im Beratungsbusiness durchs Dorf getrieben. ;) Bringt ja auch doppelte Kohle.

Naja, das Paar zahlt wenig bis nichts für die Mediation.

In extremen Konflikt- oder Gefühlslagen kann es sinnvoll sein, zwei oder mehr Mediatoren einzusetzen. Bspw. in Teamkonflikten.

soso, warum in einem Team? Was soll der Unterschied zur Aufgabe für Paare sein?

.. ok, ich seh schon, viele Stammtischdurchblicker sind zugegen, je weniger Wissen desto mehr Polemik.. :cool::eek:
 
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  • #25

mitzi

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  • #26
Als ob deinen Nennungen Garanten für die von dir gewünschten Effekte wären. Einfach nur goldig.... 😆

Wer redet von Garantien, Kriterien sind dazu da, deren berufliche Verantwortung auch überprüfen zu können. Einfach nur zu glauben, dass sich jemand vogelfrei in diesem Berufsfeld bewegen kann ist Blödsinn. Naja, vielleicht geht das in D schon, in A geht es nicht. Genauso wie bei Anwälten, Mediziner usw., Leitlinien zur Ausübung von Unterstützung für Konfliktsituationen. Da ist keine Konfliktwertung angebracht, jeder Mensch hat das Recht auf bestmögliche Unterstützung durch unterschiedliche Professionen, besonders bei Rosenkriegen. Das sind jahrelange Kriege auf dem Rücken von Kindern. Ich seh das gar nicht goldig, ich sehe die Qualität, die bereits dafür erreicht wurde. Gut, ich hab genug Hinweise gegeben, worauf man sich verlassen können sollte. Ob das für jemanden wichtig wird oder es nützt ist seine Sache und stellt keine Ideologieschlacht hier dar.
 
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