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  • #1

Winter-Wohlfühlmann

Hallo ihr alle,

ich erlebe gerade bei einer Freundin die schon lange Single ist (ca. 3 Jahre), dass sie nach langer Zeit der Enthaltsamkeit aktuell auf der Suche nach einem Winter-Wohlfühlmann ist. Was ist das?: Das ist ein Mann, mit dem Frau eine Art Affaire hat, wo es aber (neben dem Sex) vor allem um das Ausleben von "Wir"-Dingen (Also gemeinsame Aktivitäten, Dinner-Dates, ect.) und der Bestätigung der eigenen Attraktivität geht .. Es sieht dann von Außen aus wie eine Beziehung, wird aber nie zu einer gemacht weil einer oder beide nicht ineinander verliebt sind.

Was denkt ihr? Ist das ein probates Mittel um als Single wenigstens etwas Nähe zu bekommen, oder ist das pure Zeitverschwendung? Ich konnte ihr dazu keinen eindeutigen Tipp dazu geben.. also ob sie sowas "ansteuern" soll oder nicht.

Habt ihr mit sowas gute Erfahrungen gemacht?

LG
 
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  • #2
Eigentlich klingt das richtig toll ... nur warum dann nicht gleich ganz verlieben?

Nein, Scherz beiseite. Ich wäre da eher skeptisch und vorsichtig, denn irgendwie trifft es halt zu, dass bei solchen Konstellationen sich immer jemand in den anderen verliebt und dann eben Gefühle und Verletzungen passieren.

Das tut dann eben weh, so sehr man sich vorher auch versichert, dass dies nicht passieren wird. Aber die Vorstellung könnte mir auch gut gefallen...
 
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  • #3
Freunde mit gewissen Vorzügen ...

Na das ist mal keine leichte Frage, die Du da stellst, Aeppelchen ...

Meine ersten Gedanken sind solche, die Mark bereits beschrieben hat - am Ende ist einer von beiden dann doch verletzt.

Dann gibt es aber noch eine andere Überlegung ... die Dates bei parship haben irgendwie etwas Festlegendes, denn beide wissen voneinander, dass sie sich treffen, weil sie einen Partner für's Leben suchen. Das kann rasch zu einer Hop oder Top Geschichte werden - wenn er/sie sich dann doch nicht alsbald als "für die Ewigkeit" herausstellt, dann geht halt gar nichts - kein weiterer Kontakt, keine Freundschaft, kein Austausch, egal wie gut der Kontakt bislang war.

Deine Wintermärchengeschichte scheint ja nahezu gegenteilig eingefädelt zu sein - wir geben uns mal ne Zeitlang unsere besten Seiten, aber jeder geht davon aus, dass der/die andere im hier und jetzt bleibt, die Frage nach "iss sies/ers?" gar nicht stellt.

Vielleicht ist das ein ausbaufähiger Anfang für jemand, die/der gut mit Trennungen umgehen kann. Ob Deine Freundin ein solcher Mensch ist?
 
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  • #4
Dein Ansatz Allegro finde ich doch auch sehr interessant. Wenn ich mir das Vorstelle, das man auf diesem Wege sich einfach besser kennenlernt, ohne gleiche diese "Ja/Nein" Dichotomoie zu haben - das hat auch seine guten Seiten!
 
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  • #5
kommt darauf an...

Entscheidend ist doch immer, was ich persönliche suche, wo meine Prioritäten liegen.

Wenn mir das klar ist, kann die Beziehung doch jede mögliche Richtung nehmen.

Wenn ich es allerdings nicht weiß, und eine wie auch immer geartete Beziehung eingehe, nur um Nähe, Wärme und Gesellschaft zu haben, geht das meiner Meinung nach in die Hose.
Dann mache ich nämlich nicht nur mir, sondern auch dem anderen was vor.

Wenn dann irgendwann auf einer Seite mehr Gefühle und Wünsche ins Spiel kommen, als anfangs beabsichtigt, wird es problematisch und die Gefahr der Verletzung ist hoch. Damit ist dann wirklich keinem gedient.

Dementsprechend habe ich mir, bevor ich hier aufgeschlagen bin, recht genau überlegt, was ich hier suche, was mir wichtig ist und was mich völlig kalt läßt. Das gleiche gilt auch für die Vorstellung von meinem Gegenüber. Ich weiß also, welche Eigenschaften und Werte für mich relevant sind und was ich als Beziehungskiller empfinde.

Da bin ich dann auch sehr entspannt, weil ich auch ohne feste Beziehung ein intaktes Sozialleben habe, einen Job, der mir viel Spaß macht und ich mit mir selbst im Reinen bin.
Meine mögliche Ergänzung hat also nicht die Funktion, mich glücklich und zufrieden zu machen und meine Einsamkeit zu vertreiben. Im Gegenteil, ich brauche relativ viel Freiraum.

Klingt möglicherweise pragmatisch, liegt aber daran, dass ich weiß was ich will und dementsprechend nicht experimentieren muss (nach Hamburg über Paris und Venedig). Andererseits habe ich zu wenig Zeit um hier Mengen von Kontakten, die schon vom ersten Eindruck nicht passen, abzuarbeiten.

Cara
 
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  • #6
Eine sehr vernünftige Einstellung Cara! Ich denk nur wer mit sich im Reinen ist und auch verstanden hat, was wichtig für einen selbst ist, wird eine langfristige Beziehung erfolgreich eingehen können.
 
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  • #7
verwirrte wahrnehmung

meine letzte liebesgeschichte war eine solche, wir wollten anfangs BEIDE nur eine affaire haben, die ich sehr bald beenden wollte, als ich gespürt habe, dass es zu mehr kommen könnte. er hat mich zurückgehalten. wir haben uns regelmäßig zum ***, gemeinsam am markt einkaufen und kochen, ins kino usw getroffen. als ich leicht krank war, und ein treffen absagen wollte, sagte er, ich solle doch kommen, wir können auch nur reden oder einen film schauen. er wollte also nicht nur das eine von mir, was mir allerdings schon längst klar war. jedoch als ich mehr klarheit wollte, hat er sich zurückgezogen, mir angeboten, wir treffen uns von ihm aus sehr gerne weiters aber nur zum ***, zeigte sich sehr betroffen, weil ich einen strich gezogen habe.
fazit: es ist eine schwierige lage, sich doch so nah zu kommen, ohne, dass man einsteigt. ich habe mich in die rolle der manipulatorin, reinrutschen gesehen. ich habe eine zeitlang gewartetum zu sehen, ob er nicht doch seine einstellung ändert, ob sich die affaire doch in eine verliebheit, umwandeln würde. ich war anschließend fix und fertig, habe mir wochenlang vorwürfe gemacht.
ich weiß bis jetzt noch immer nicht, ob ich einen geliebten menschen verloren habe, oder eine illusion.
 
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N Single-Leben 16
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